Ilona Wittens im Jahre 2001 erschienenes 'Tierliebe und der Blick über den Tellerrand' hat an Aktualität nicht verloren, ist ' im Gegenteil ' aktueller denn je. Die Klimakatastrophe ist bereits in aller Munde und nun ruft die Autorin dazu auf, neben dem Umwelt- auch ein Tierbewusstsein zu entwickeln.
Anhand der vielen Tierversuche, die in unserer Wirtschaft selbstverständlich ' jedoch nicht immer gesetzlich ' sind, macht sie auf Alltagsprodukte aufmerksam, deren Herstellung mit dem Leid von Tieren bezahlt wird. Politik und Recht werden in die Mangel genommen, denn auch dort wird Tierschutz nicht immer als solcher definiert. Doch Aufmerksamkeit allein ist nicht genug und nur der erste Schritt von vielen: Demzufolge ruht sich die Autorin nicht auf ihren Hinweisen auf, sondern veranschaulicht, wie man leben kann, ohne über Tierleichen zu gehen. Eine vegetarische Ernährung ist ein guter Anfang, doch mit dem Blick auf Kosmetik, Kleidung, Medizin und Forschung fordert sie dazu auf, sich mehr mit den Produkten zu beschäftigen, die man täglich gebraucht. Tierbewusst leben ist nicht schwer, sagt sie, und darüber hinaus noch umweltschonend.
In erster Linie richtet sie sich an Ottonormalbürger/innen. Sie gibt Einblicke in Bereiche unserer Politik und Wirtschaft, welche die meisten nur selten bis gar nicht erreichen und macht für Laien nicht unbedingt verständliches Vokabular verständlich. Sie verweist mit hilfreichen Adressen auf Anlaufstellen, bei denen man sich entweder näher informieren oder selbst aktiv werden und noch weiter über den Tellerrand hinausblicken kann.
Daniela Tannebaum