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Hintergründe für Astrologen und Nichtastrologen, 13. April 2010
Zugegeben - man muss schon ein gerüttelt Maß an Kompromissbereitschaft mitbringen, wenn man als heutiger Rezipient zu den Schätzen dieses Buches vordringen will! Hinzunehmen sind altertümelnde Diktion ("das Vaterland ruft den jungen Mann zur Fahne"), teilweise verstiegene Deutungen (etwa wenn "Tierkreis" als vom Germanengott Tyr stammend etymologisiert wird), zuweilen an langem Haar herbeigezogene Interpretationsvarianten bei der Erklärung der Tierkreiszeichen-Sigel u.a.m. Wer jedoch in der Lage ist, ab und an ein Auge zuzudrücken, kann aus Sterneders Erkenntnissen und Sichtweisen zweifellos Profit ziehen.
Jedem der zwölf Zeichen ist ein ausführlicher Abschnitt gewidmet, und diesem Hauptteil des Buches sind ein unter anderem mit astronomischen und historischen Informationen gefüllter Eingangsteil vor- und eine abschließende Zusammenfassung nachgeordnet. Sterneder leitet seine Deutung der Zeichen in erster Linie aus den analogen Vorgängen im Jahreszyklus der Natur ab, und genau dies ermöglicht, wie man nach der Gesamtlektüre beinahe überrascht feststellt, ein profundes Verstehen der Zeichen, ihrer Beziehungen und ihrer Anordnung. Der Nichtastrologe gewinnt damit unter Umständen einen ungewohnten, andersartigen Blick auf die Ganzheitlichkeit des Lebens, der Astrologe profitiert zusätzlich, indem er ein über gewöhnliche Astrologie-Grundlagenwerke hinausgehendes Tiefenverständnis der zwölf Bilder erwirbt, das ihm bei Interpretationen von Aspekten und Planeten in den Zeichen wertvolle Unterstützung leisten kann.
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