Also, für Lieschen Müller, Durchschnittsürgerin und Bild-Leserin, ist diese "Doku" genau das Richtige: Wahllos zusammen geklaubte Filmaufzeichnungen; z. T. aus Tierfilmen der frühestens Dekaden; garniert mit sensationsheischendem Gelaber eines Moderators, der in einen Sack mit 50 großen Klapperschlangen gesteckt gehört, und dessen Gerede wohl so ziemlich jedes Vorurteil über Giftschlangen bestätigt. Ein Machwerk, das dem heutigen Anspruch einer objektiven Tierdoku in keiner Weise gerecht wird. Wer auf pseudodokumentarischen Trash steht, wird seine Freude haben; wer sich jedoch informieren möchte, muss wohl auf andere Quellen zurückgreifen, z. B. das Buch "Giftschlangen" von Mark O'Shea; erschienen im Kosmos-Verlag. Für jemand, der keine Ahnung hat, gießt das Ganze jedoch nur tüchtig Öl in ein geistig bescheidenes Feuer.