Dieser Ratgeber gibt Menschen, die sich einen Hund aus zweier Hand nach Hause holen möchten viele wertvolle Tipps mit auf den Weg.
Zugute heißen muss man diesem Buch, dass es Wissen und Erfahrungspraxis in dem Sinne zu vermitteln versucht, dass möglichen Problemen und Beziehungsschwierigkeiten mit dem Tier vorgebeugt werden.
Zu beachten ist dabei nur, dass besonders auf diesem Gebiet unerfahrene Leser dazu neigen, die angestrebten Maßnahmen und Erziehungsregeln als "Soll-Wert" zu betrachten.
Gerade Hunden aus zweiter Hand, die nicht selten schwer traumatisiert sind sollte man nicht mit einem bereits vollendeten Katalog von Erziehungsmaßnahmen im Hinterkopf begegnen.
Solch ein vorgefertigtes Schema lässt leicht den inneren Zwang aufkommen, um jeden Preis daran festhalten zu müssen, eigenes Verhalten entsprechend zu kontrollieren und daran zu messen.
Dies verursacht Unausgeglichenheit und Unsicherheit im Umgang mit dem Tier und blockiert von vornherein eine aufgeschlossen, natürliche und vor allem flexible Begegnung.
Die Grundvoraussetzung zur Anwendung notwendiger Erziehungsmaßnahmen ist eine bedingungslose Wertschätzung und akzeptierende Haltung gegenüber dem Tier. Denn Hunde, die bisher einen großen Mangel daran erfahren haben, haben ein ganz natürliches Bedürfnis diesen auszugleichen.
Dies bedarf auch der Bereitschaft u.U. die eine oder andere unbequeme Eigenart zu tolerieren, auch wenn sie in einem kurzen Hundeleben vielleicht niemals ganz abgelegt werden kann.
Die Lebensqualität eines Tieres bemisst sich nicht nach dessen Anpassungsfähigkeit oder rein äußerlich erscheinenden emotionalen Stabilität.