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Tiere essen Taschenbuch – 17. Februar 2012


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 400 Seiten
  • Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 4 (17. Februar 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596188792
  • ISBN-13: 978-3596188796
  • Originaltitel: Eating Animals
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (285 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.699 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Als "Alles ist erleuchtet" erschien, war Jonathan Safran Foer gerade einmal 25 Jahre alt und wurde für sein schräges Roadmovie quasi über Nacht als "Wunderkind" und "Vertreter einer neuen Literatur" gefeiert. In Foers Erstling macht sich die Hauptfigur auf die Suche nach einer ukrainischen Frau, die einst seinen jüdischen Großvater vor den Nazis gerettet hat. Protagonist des zweiten Romans "Extrem laut und unglaublich nah" ist der neunjährige Oskar, der bei den Terroranschlägen vom 9.11.2001 seinen Vater verloren hat. Später legte Foer mit "Tiere essen" ein Buch ganz anderer Art vor: Er beleuchtet darin die moderne Massentierhaltung philosophisch, journalistisch und wissenschaftlich. Foer, der in Princeton Philosophie studiert hat, lebt mit Frau und Kindern in New York.

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Jonathan Safran Foer holt [...] den Vegetarismus ins Zentrum der Gesellschaft. Nichts ist so unwiderstehlich wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist.«, Süddeutsche Zeitung

»Wenn ein Buch die Kraft hat, die Welt zum Fleischverzicht zu bekehren, dann ist es Tiere essen. Gerade weil es keine Bekehrungsschrift ist [...].«, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Eine brillante Mischung aus Recherchejournalismus und Autobiografie.«, taz

»Es ist ein verstörendes und ein berührendes Dokument der Suche nach einem besseren Leben.«, Der Spiegel

» Tiere essen ist ein internationaler Bestseller geworden, Kultlektüre, ein MUSS für alle Gegner des unkritischen Fleischkonsums.«, ARD, ttt -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Jonathan Safran Foer wurde 1977 geboren und studierte in Princeton Philosophie und Literatur. Sein erster Roman »Alles ist erleuchtet« war ein sensationeller Erfolg in den USA und wurde in mehr als 20 Länder verkauft. Foer lebt in New York.

Brigitte Jakobeit, Jahrgang 1955, lebt in Hamburg und übersetzt seit 1990 englischsprachige Literatur, darunter die Autobiographien von Miles Davis und Milos Forman sowie Bücher von John Boyne, Paula Fox, Alistair MacLeod, Audrey Niffenegger und Jonathan Safran Foer.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

1.028 von 1.067 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Jo am 20. August 2010
Format: Gebundene Ausgabe
Vorweg: ich bin auf einem bäuerlichen Familienbetrieb, der heute nicht mehr existiert, aufgewachsen, habe eine landwirtschaftliche Lehre und danach ein Landwirtschaftsstudium absolviert. Derzeit beschäftige ich mich beruflich als Berater v.a. mit der Verbesserung der Lebensmittelsicherheit in Ländern außerhalb der EU. Ich kenne das Buch im englischen Original und habe es nun auch in Deutsch gelesen. Ich war noch nie in meinem Leben Vegetarier, bin es auch heute noch nicht und werde es wahrscheinlich niemals wirklich werden.

Anders als in der Presse und z.T. von meinen Vorrezensenten dargestellt hat der Autor mit seinem Buch zu keinem Zeitpunkt die Absicht verfolgt, den Leser zum Vegetarismus zu bekehren, auch wenn er selbst mittlerweile Vegetarier ist. Dies wird an mehreren Stellen im Text klar zum Ausdruck gebracht. Es geht ihm einzig um die Klärung der Frage, was "Fleisch" - inklusive Fisch - eigentlich ist und wo es her kommt. Die sich daraus ergebende Schlussfolgerung jedoch bleibt am Ende jedem einzelnen Leser überlassen - auch wenn Foer keine Zweifel daran lässt, dass für ihn selbst "Tiere essen" nicht länger eine Option ist.

Die genannte Fragestellung, die sich heute viel zu wenige Menschen stellen, wird angesichts einer weiter steigenden Bevölkerung sowie weiter fortschreitendem Umweltverbrauch immer dringlicher. Daher kommt das Buch zur richtigen Zeit.

Als Mensch vom Fach wird man beim Lesen schnell feststellen, dass der Autor eben nicht Fachmann ist, sondern das Buch als Journalist bzw. Geschichtenerzähler geschrieben hat. Das bedeutet, dass einige Darstellungen im Buch für Fachleute laienhaft bis eher naiv daher kommen. Das macht die getroffenen Aussagen jedoch nicht falsch.
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253 von 276 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Falk Müller TOP 50 REZENSENT am 16. August 2010
Format: Gebundene Ausgabe
Wohl die Wenigsten denken beim Verzehr eines Stückes Fleisch darüber nach, wie und wo es entstanden ist - solange es schmeckt. Der Autor wollte es aber genau wissen und hat nach 3 Jahren Recherche ein Buch darüber geschrieben. Man ahnt schon, dass er nicht nur Gutes herausgefunden hat - die Wirklichkeit ist aber dann doch noch viel schlimmer.

Die Fakten die er nennt, machen in der Tat betroffen. Er beschreibt die heutige Massentierhaltung als profitorientiertes, globales Business mit über 100 Mrd Dollar Umsatz pro Jahr. Für Mitgefühl mit den Tieren ist hier kein Platz mehr. Stattdessen berichtet er von armen Kreaturen, die nie auch nur einmal das Sonnenlicht in ihrem Leben sehen, die sich nicht einmal bewegen können wie Tiere, weil sie so eng zusammengepfercht sind. Seine Schilderungen geben Anlass nachzudenken, ob wir mit unseren bisherigen Konsumgewohnheiten so weitermachen können und wollen.

Und dies nicht nur unter dem Aspekt von Ethik und Moral. Sondern es geht dabei auch um den Erhalt der Umwelt - also unserer Lebensgrundlage. Für den Anbau von Tierfutter werden grosse Teile des Regenwaldes abgeholzt. Die Viehzucht ist für einen viel grösseren Teil der schädlichen Treibhausgase verantwortlich, als bisher angenommen (nach neuesten Studien 51%). Ein Umsteuern wäre also im Interesse des Menschen.

Das Buch ist jedoch angenehm undogmatisch, vermeidet Schwarz-Weiss-Muster. Denn der Autor lässt auch die andere Seite zu Wort kommen. Also die, die dafür sorgen, dass Fisch und Fleisch so billig in unsere Supermärkte kommen - und die, die es konsumieren. Er stellt diese nicht als unmoralisch an den Pranger.
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54 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Vegetarierbund TOP 1000 REZENSENT am 15. Oktober 2010
Format: Gebundene Ausgabe
Blättert man im Stichwortverzeichnis der englischen Originalausgabe, so stößt man auf den Eintrag: "Knut (German polar bear)". Den Frühling 2007 verbrachte Foer mit Frau und Kleinkind in der deutschen Hauptstadt. Seine Besuche im Berliner Zoo demonstrieren, wie er die Welt zu sehen vermag. der Autor berichtet, dass er die Zoobesucher beobachtete, während sie Knut betrachteten. Die Leute konnten sich an Knut gar nicht satt sehen. Irgendwann bekamen sie Hunger und kauften sich an der Imbissbude direkt neben Knuts Gehege "Wurst de Knut". Aus Schweinen hergestellt, die mindestens ebenso intelligent sind und unsere Aufmerksamkeit verdienen wie Knut, der Eisbär.

Foer jedenfalls schenkt den Schweinen die ihnen gebührende Aufmerksamkeit und verfolgt den Werdegang, den wir ihnen mit unseren Konsumentscheidungen angedeihen lassen, von der Aufzucht bis zur Schlachtung. Wiederholt lässt Foer Persönliches einfließen, etwa dort, wo er die Rolle erklärt, die das US-amerikanische Erntedankfest, Thanksgiving, auch in seiner eigenen Familie spielt.

Drei Jahre lang hat sich der Autor völlig der Sache der Tiere verschrieben und dieses Buch geschrieben. Und nichts verstörte ihn mehr als die verschlossenen Türen, vor denen er überall stand. Verschlossene Türen gelten ihm als die Ikone der Massentierhaltung und waren ihm der Hauptanlass, sich nach der Niederschrift zweier erfolgreicher Romane zu einem neuen Thema zu äußern.

Das Buch handelt nicht nur von den Landschlachttieren und dem kurzen Leben, das diesen Tieren beschieden ist, bevor wir sie uns einverleiben, sondern auch von den in Wahrheit gar nicht so stummen Fischen.
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