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Tiere essen
 
 
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Tiere essen [Broschiert]

Jonathan Safran Foer , Isabel Bogdan , Ingo Herzke , Brigitte Jakobeit
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (168 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 399 Seiten
  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt; Auflage: 2 (17. Februar 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596188792
  • ISBN-13: 978-3596188796
  • Originaltitel: Eating Animals
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (168 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 652 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Jonathan Safran Foer
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Tiere essen ist ein leidenschaftliches Buch über die Frage, was wir essen und warum. Als Jonathan Safran Foer Vater wurde, bekamen seine Fragen eine neue Dringlichkeit: Warum essen wir Tiere? Würden wir sie auch essen, wenn wir wüssten, wo sie herkommen?
Foer stürzt sich mit Leib und Seele in sein Thema. Er recherchiert auf eigene Faust, bricht nachts in Tierfarmen ein, konsultiert einschlägige Studien und spricht mit zahlreichen Akteuren und Experten. Vor allem aber geht er der Frage auf den Grund, was Essen für den Menschen bedeutet.

Über den Autor

Jonathan Safran Foer wurde 1977 geboren und studierte in Princeton Philosophie und Literatur. Sein erster Roman "Alles ist erleuchtet" war ein sensationeller Erfolg in den USA. Foer lebt und schreibt in New York an seinem zweiten Roman.Isabel Bogdan, geboren 1968 in Köln, studierte Japanologie und Angelistik in Heidelberg und Tokyo. Inzwischen lebt sie in Hamburg, weil es da so schön ist, und übersetzt unter anderem Jonathan Safran Foer, Tamar Yellin, Andrew Taylor und Richard Grant.Ingo Herzke lebt als Literaturübersetzer in Hamburg. Studium der klassischen Philologie, Anglistik und Geschichte in Göttingen und Glasgow. Er übersetzt u.a. Werke von A.L. Kennedy, Paula Fox, Rick Moody und Jay McInerny.Brigitte Jakobeit lebt als Übersetzerin englischsprachiger Literatur in Hamburg. Sie hat u.a. Werke von William Trevor, Lorrie Moore und Audrey Niffenegger ins Deutsche übertragen.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
835 von 876 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Jo
Format:Gebundene Ausgabe
Vorweg: ich bin auf einem bäuerlichen Familienbetrieb, der heute nicht mehr existiert, aufgewachsen, habe eine landwirtschaftliche Lehre und danach ein Landwirtschaftsstudium absolviert. Derzeit beschäftige ich mich beruflich als Berater v.a. mit der Verbesserung der Lebensmittelsicherheit in Ländern außerhalb der EU. Ich kenne das Buch im englischen Original und habe es nun auch in Deutsch gelesen. Ich war noch nie in meinem Leben Vegetarier, bin es auch heute noch nicht und werde es wahrscheinlich niemals wirklich werden.

Anders als in der Presse und z.T. von meinen Vorrezensenten dargestellt hat der Autor mit seinem Buch zu keinem Zeitpunkt die Absicht verfolgt, den Leser zum Vegetarismus zu bekehren, auch wenn er selbst mittlerweile Vegetarier ist. Dies wird an mehreren Stellen im Text klar zum Ausdruck gebracht. Es geht ihm einzig um die Klärung der Frage, was "Fleisch" - inklusive Fisch - eigentlich ist und wo es her kommt. Die sich daraus ergebende Schlussfolgerung jedoch bleibt am Ende jedem einzelnen Leser überlassen - auch wenn Foer keine Zweifel daran lässt, dass für ihn selbst "Tiere essen" nicht länger eine Option ist.

Die genannte Fragestellung, die sich heute viel zu wenige Menschen stellen, wird angesichts einer weiter steigenden Bevölkerung sowie weiter fortschreitendem Umweltverbrauch immer dringlicher. Daher kommt das Buch zur richtigen Zeit.

Als Mensch vom Fach wird man beim Lesen schnell feststellen, dass der Autor eben nicht Fachmann ist, sondern das Buch als Journalist bzw. Geschichtenerzähler geschrieben hat. Das bedeutet, dass einige Darstellungen im Buch für Fachleute laienhaft bis eher naiv daher kommen. Das macht die getroffenen Aussagen jedoch nicht falsch. Die Wirklichkeit ist, nüchtern betrachtet, in Wahrheit sowohl komplexer als auch in nicht wenigen Fällen eher schlimmer als dargestellt, was die Auswüchse der modernen Massentierhaltung betrifft.

Auch geht das Buch m.E. gar nicht weit genug, denn es endet sozusagen am Schlachthof und greift die danach einsetzenden Produktionsprozesse in der modernen Lebensmittelindustrie gar nicht mehr auf. Auch unser in der Wohlstandsgesellschaft verschwenderischer Umgang mit Lebensmitteln, welche als tote und für viele im Überfluß zur Verfügung stehende Materie gedankenlos entsorgt werden, wird nur sehr kurz angerissen.

Es bleibt zu hoffen, dass das Buch eine breite Leserschar findet, die sich dann wirklich die Zeit nimmt, über die Herkunft ihrer Lebensmittel und deren Produktionsumstände nachzudenken und entsprechende Konsequenzen zu ziehen (Stichwort etwa: Regionalität, wer will und kann: Bio, oder eben Vegetarismus). Nicht nur, was "Tiere essen" angeht, sondern ebenso was "Pflanzen essen" oder "Pilze essen" betrifft. Moderne Massenproduktion von Nahrungspflanzen ist, was verursachte Umweltschäden betrifft, z.T. nicht weniger kritisch zu sehen als modere Massentierhaltung (Stichworte z.B. Saatgut, Düngung, Pflanzenschutz, Rückstände, Wasserverschwendung und -verschmutzung, Bodendegradierung, Gentechnik, Biodiversität, Eigentumverhältnisse u.v.m.). Wäre doch ein Thema, Herr Foer?
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204 von 229 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Was wir meist verdrängen 16. August 2010
Von Falk Müller TOP 100 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Wohl die Wenigsten denken beim Verzehr eines Stückes Fleisch darüber nach, wie und wo es entstanden ist - solange es schmeckt. Der Autor wollte es aber genau wissen und hat nach 3 Jahren Recherche ein Buch darüber geschrieben. Man ahnt schon, dass er nicht nur Gutes herausgefunden hat - die Wirklichkeit ist aber dann doch noch viel schlimmer.

Die Fakten die er nennt, machen in der Tat betroffen. Er beschreibt die heutige Massentierhaltung als profitorientiertes, globales Business mit über 100 Mrd Dollar Umsatz pro Jahr. Für Mitgefühl mit den Tieren ist hier kein Platz mehr. Stattdessen berichtet er von armen Kreaturen, die nie auch nur einmal das Sonnenlicht in ihrem Leben sehen, die sich nicht einmal bewegen können wie Tiere, weil sie so eng zusammengepfercht sind. Seine Schilderungen geben Anlass nachzudenken, ob wir mit unseren bisherigen Konsumgewohnheiten so weitermachen können und wollen.

Und dies nicht nur unter dem Aspekt von Ethik und Moral. Sondern es geht dabei auch um den Erhalt der Umwelt - also unserer Lebensgrundlage. Für den Anbau von Tierfutter werden grosse Teile des Regenwaldes abgeholzt. Die Viehzucht ist für einen viel grösseren Teil der schädlichen Treibhausgase verantwortlich, als bisher angenommen (nach neuesten Studien 51%). Ein Umsteuern wäre also im Interesse des Menschen.

Das Buch ist jedoch angenehm undogmatisch, vermeidet Schwarz-Weiss-Muster. Denn der Autor lässt auch die andere Seite zu Wort kommen. Also die, die dafür sorgen, dass Fisch und Fleisch so billig in unsere Supermärkte kommen - und die, die es konsumieren. Er stellt diese nicht als unmoralisch an den Pranger. Nicht jeder hat das Geld, um ständig in den teureren Bioläden einkaufen zu können. Auch das gehört zur Wahrheit.

Fazit: Das Buch ist frei von jedem missionarischen Eifer. Der Autor weiss auch, dass die dauerhafte Änderung von Essgewohnheiten ein langwieriger Prozess ist, der zunächst einmal ein Umdenken von uns allen erfordert. Sein Buch zeigt aber eindrucksvoll, dass dieses Umdenken wirklich notwendig ist - im Interesse der Tiere, aber auch von uns Menschen.
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77 von 95 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Wir haben das Glück, seit einigen Jahren hier in der Traumwelt des hohen Nordens, in der letzten fast noch unberührten Wildnis Europas leben zu dürfen, getragen und inspiriert von der Energie einer noch gesunden Tier-und Pflanzenwelt.
Ja,auch wir sind heute Vegetarier, d.h., wir essen kein Fleisch, auch nicht Fisch, obwohl die Tiere hier noch gesund sind und, im Gegensatz zu ihren Artgenossen anderswo, unter wahrhaft paradiesischen Bedingungen leben.

Aber auch für uns war das ein langer Weg, denn noch vor 10 Jahren haben auch wir "Tiere gegessen". Es war eine zutiefst persönliche Entscheidung, die ganz tief in jedem von uns reifte und wirklich garnichts mit dem (sicher gut gemeinten) missionarischen Eifer manch anderer, kämpferischer Buch- und Filmautoren zu tun hatte.

Eben auch deshalb gefällt uns dieses Buch, denn der Autor missioniert nicht, arbeitet nicht mit Schuldzuweisungen und verurteilt nicht diejenigen, die sich nach gängigen Maßstäben eben "normal" ernähren. Er berührt stattdessen den Leser ganz tief auf der emotionalen und mentalen Ebene, indem er Tatsachen, Bilder und Erlebnisse sprechen läßt, die jeder für sich aufnehmen und nachempfinden kann. Dabei läßt der Autor alles offen. Die Verarbeitung der Eindrücke und die bei manchem vielleicht keimende Motivation, sein Ernährungsverhalten zu überdenken, bleibt dem Leser überlassen. Und es wird auch kein religiöser Hintergrund impliziert.

Dies hat einen sehr wichtigen Effekt, denn dadurch spricht das Buch einen viel größeren Leserkreis an und gibt auch denjenigen die Möglichkeit, sich dem Thema zu öffnen, die sich vor den "Missionaren" des Genres in der Regel verschließen - rückblickend sprechen wir da auch aus eigener Erfahrung.

So grausam die aufgezeigten Zustände sind, bringt es auch nicht viel, vordergründig die "Moralkeule" zu schwingen, im Glauben, die somit an den Pranger gestellten Fleischesser schamvoll zu bekehren. Diese für Fleischgenießer tatsächlich durchaus sehr fundamentale Lebensentscheidung, und auch da sprechen wir aus Eigenerfahrung, hat nur Bestand, wenn sie wirklich "von Innen" kommt und nicht einem, wie immer gearteten, äußeren Druck entspringt.

Auch das tatsächliche Motiv für den Fleischverzicht sollte zweitrangig sein. Wir finden es durchaus in Ordnung, wenn mancher aus rein ernährungsphysiologischen Erwägungen zum Vegetarier wird, wozu z.B. auf eine sehr beeindruckende Weise die Bücher der russischen Ärztin Dr.Schatalowa anregen Wir fressen uns zu Tode: Das revolutionäre Konzept einer russischen Ärztin für ein langes Leben bei optimaler Gesundheit

Letztlich sind alle Wege gleichwertig, wenngleich für uns die weltanschauliche Überzeugung das stärkste Motiv war und ist, wobei wir jedoch keiner Religionsgemeinschaft angehören und an keinen von außen vorgegebenen Verhaltenskodex gebunden sind, außer an unsere eigene freie Entscheidung. Aber, wie gesagt, das ist eben UNSER Weg, den andere so nicht gehen müssen.

Ja,dieses Buch ist wichtig, leistet es doch einen wertvollen Beitrag zu dem so dringenden Prozeß des Umdenkens, wie wir mit unserer Umwelt und allen Geschöpfen, die diesen schönen Planeten mit uns bewohnen, respektvoll umgehen.
Schließlich geht es beileibe nicht nur um das "Essen" der Tiere, sondern auch und besonders um die meist so grausamen, qualvollen Bedingungen der Tierhaltung, der Aufzucht und der Mast, die Mißhandlung beim Transport und um die grausame emotionale Quälerei der Tiere im Angesicht des Todes beim technisierten Massenmord in den Schlachthöfen. Letzteres wird im Buch nur angedeutet.

In jedem von uns, der sich auf dieses knallharte Buch einläßt,das die Zustände brutal und ungeschminkt offenlegt, löst es etwas aus. So etwas kann man nicht wirklich "mit Abstand" lesen. Man sollte aber den Mut aufbringen, es trotzdem zu lesen, auch dann, wenn man bereits Vegetarier ist.
Wenn dieses Buch in Amerika und bei uns in Deutschland tatsächlich ein Bestseller ist, dann stimmt uns das für die Zukunft optimistisch, denn es zeigt, daß sich immer mehr Menschen diesem Thema öffnen.

Hier, in der reinen Natur des hohen Nordens, erlebt man besonders intensiv die Verbundenheit aller Geschöpfe, geborgen in der höheren Ordnung, in dem tiefen Bewußtsein, daß wir alle aus der gleichen Quelle stammen...

Winfried und Ricarda Jaekel,ganzheitliche Lebensberaterin und Autorin im Land der Sonne und des Windes...
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sensibilität
absolut lesenswert, jede seite geht unter die haut und macht uns das bewusst, was wir alle schon lange fühlen und wissen.... Lesen Sie weiter...
Vor 12 Tagen von fraeuleinwerwolf veröffentlicht
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Egal ob Fleischesser oder Vegetarier, das, was in diesem Buch steht, sollte jedem bekannt sein. Viel zu viele essen jeden Tag Fleisch und kaufen dieses billig, ohne, dass ihnen... Lesen Sie weiter...
Vor 21 Tagen von Mareike veröffentlicht
Sprachlich glänzender Sachtext
Eile auf dem Weg von der Arbeit nach Hause um weiterzulesen: Den Irrsinn des Fleischkonsums so gut und eindringlich zu beschreiben, das kann nur einem wirklichen Dichter wie Foer... Lesen Sie weiter...
Vor 22 Tagen von Christof Sperl veröffentlicht
Der erste Schritt...
Hätte man einmal genauer darüber nachgedacht (oder nachdenken wollen!), wäre man vielleicht von allein auf die Wahrheit gekommen, die in diesem Buch so schonungslos... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Gutelaune veröffentlicht
Nicht nur für Vegetarier
Nein, es ist kein Buch eines durchgeknallten Vegetariers, auch kein erhobener Zeigefinger eines Rohköstlers oder ein missionarischer Höhepunkt eines Veganers. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Katrin Kotira veröffentlicht
So Lala
Naja, geht so, vieles stand im Internet oder wurde in den Nachrichten gebracht, ohne, dass sich etwas ändern würde, ich esse weiter Schnitzel und Gulasch.... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Kunde veröffentlicht
Ab in den Einkaufswagen!
Ums kurz und bündig zu machen: Dieses Buch ist ein MUSS für alle Fleischesser, Vegetarier, Veganer, Fruktarier und sonst was. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von M. Köckeis veröffentlicht
Zutiefst betroffen gemacht
Es ist unbeschreiblich, was die Menschen den Tieren, der Natur und letztendlich sich selbst dadurch antun! Lesen Sie weiter...
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