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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein liebenswürdiger Irrer?,
Rezension bezieht sich auf: Tiere (Taschenbuch)
Auf meinem Weihnachtswunschzettel stand zum letzten Fest das Buch "Tiere" von Simon Beckett. Als ich das Buch dann auspackte war ich zunächst überrascht über den Umfang, es ist meiner Erinnerung deutlich schlanker, als die mir bekannten Bestseller "Die Chemie des Todes", "Leichenblässe" etc...Gut hat mir gefallen, dass es zur Einleitung ein Vorwort des Autors gab, wodurch schon klar wurde, dass es etwas ganz anderes werden würde als die Dr. David Hunter Storys und ich beschloss mich unvoreingenommen darauf einzulassen. Simon Beckett schreibt hier auch, dass "Tiere" sein bisher bösester R o m a n ist, was einige wohl falsch verstanden haben, dahingehend, dass dieses Buch noch reißerischer als die vorherigen ist. Jedoch bezieht sich das "böse" auf seine R o m a n-Sparte und bezieht somit nicht seine Bestseller-T h r i l l e r mit ein. Den bisherigen Rezensionen konnte ich entnehmen, dass es einigen Lesern schwergefallen ist, Herrn Beckett mal etwas anderes Schreiben zulassen und dieses Werk für sich (ohne den direkten Vergleich zu seinen bekannten Thrillern) zu beurteilen. Ich denke das Cover ist auch absichtlich anders designt, um zu verdeutlichen, dass es sich hierbei nicht um die Thriller-Reihe handelt. Ich finde es schade, dass es so viele schlechte Bewertungen gibt, da viele sich das Buch mit falschen Erwartungen gekauft haben. Ich muss allerdings zugeben, dass der Klappentext auch hilft falsche Erwartungen zu schüren. Das Buch "Tiere" von Simon Beckett handelt von dem jungen Mann Nigel. Nigel zeichnet sich nicht gerade durch hohe Intelligenz aus und ist häufig naiv und unsicher. Nach dem Tod seiner Eltern lebt Nigel nun alleine indem Gebäude indem die Eltern zu Lebzeiten einen Pub betrieben und führt ein scheinbar recht einsames Leben, welches hauptsächlich durch Fernsehserien und Comics bestimmt wird. In einem Büro übt er einen einfachen Kopierjob aus, hat aber auch dort keinen richtigen Anschluss zu seinen Kollegen. Ein weiterer Bestandteil seines Lebens ist die Versorgung seiner "Tiere", wie er die Gefangenen in seinem Keller bezeichnet. In einzelnen Abteilen hält er Säufer, Junkies und Prostituierte gefangen, die er täglich mit Hundefutter verpflegt und deren Katzenklo er wöchentlich reinigt. Es ist jedoch nicht so, wie man eventuell von Simon Beckett erwarten könnte, dass Nigel die Rolle des perversen Sadisten spielt, vielmehr ist es so, dass er denkt, diese schlechten Menschen sollten besser eingesperrt werden. Nigel fällt es häufig schwer sich gegenüber seinen Gefangenen respekteinflößend zu verhalten und versucht sie durch Ausfallenlassen der Mahlzeiten und notfalls mit einem Schwung kalten Wassers zu bändigen. Häufig muss er sich zusammen reißen sich nicht sofort für alles entschuldigen, wenn er etwas gröber wird, als beabsichtigt. Es kommt jedoch nicht zu (absichtlichen) Gewaltanwendungen, Folter oder Missbrauch. Naiv wie er ist, trifft Nigel jedoch nicht gerade alle möglichen Sicherheitsvorkehrungen um seine Taten unentdeckt zu lassen. Es scheint nur eine Frage der Zeit bis sein Geheimnis aufdeckt wird... Trotz dieses Irrsinns kann man an einigen Stellen Sympathie für Nigel aufbringen, da er zumeist sehr bemüht, ehrlich und anständig ist. Er ist nicht der klassische hochintelligente, eiskalte und unbezwingbare Bösewicht. Er hat er beispielsweise Angst im Dunkeln oder Bedenken bei Fremden mitzufahren. Nigel hatte in seiner Kindheit oft darunter zu leiden, dass er seine Eltern durch Ungeschick oder mangelnde geistige Fähigkeiten enttäuschte. Wenn er im Pub seiner Eltern beispielweise Bier verschüttete oder bei einer Razzia nach der Sperrstunde alles andere als geistesgegenwärtig reagierte. Auch in Schule, Beruf und Alltag wird Nigel häufig nicht richtig akzeptiert, sondern eher belächelt oder sogar verspottet. Er gerät sehr schnell in Verlegenheit. Ich habe mich häufig ertappt Mitleid mit ihm zu haben. Nigels Einfachheit äußert sich auch durch den sehr einfachen Schreibstil, welcher jedoch einfach und flüssig zu lesen ist. Dies unterstreicht die Authentizität der Ich-Erzählweise und macht auch deutlich, dass er etwas zurückgeblieben ist. Auch ist er kein typischer junger Erwachsener: Er hat noch nie Alkohol getrunken und lehnt dies auch ab. Weiterhin ist Nigel noch Jungfrau. Dies hängt bestimmt auch mit der strengen Erziehung durch seine Mutter zusammen, die ihm jegliche Form von Sexualität als verwerflich eingetrichtert hat. So stiehlt er sich bei Striptease-Auftritten im Pub davon, um sie nicht mitansehen zu müssen. So ist er auch sehr schockiert, als er aus dem Video-Verleih einen falschen Film erhalten hat und er erst beim Betrachten merkt, dass es die Darsteller plötzlich alle nackt sind. Als es dann an der Tür klingelt, ist sein erster Gedanke, dass es die Polizei sein müsse, die ihn wegen seines unsittlichen Verhaltens zur Rede stellen will. Das abrupte Ende des Buches hat mich nicht so richtig befriedigt. Man erfährt nicht, ob Nigel für seine Freiheitsberaubungen zur Rechenschaft gezogen wird und seine "Tiere" die Freiheit zurückerlagen oder nicht. Oder ob Nigel sich nach dem ereignisreichen Feiertag eines besseren besinnt. Lachen wäre übertrieben gesagt, aber einige Situationen waren schon zum Schmunzeln: Nigel findet im Müll ein echt gutes Pferdebild und hängt es im Wohnzimmer auf. Ein weiteres Beispiel: Nigel erwartet Besuch von zwei offensichtlich attraktiven Arbeitskolleginnen und bereitet sich darauf vor indem er vorsorglich die Videokassette "Bambi" ausleiht. Bei dem Treffen bringen die Mädchen Pete mit, den Nigel nicht kennt und er ihm und dem Leser sehr unsympathisch ist. Es werden sehr viele Anzüglichkeiten ausgetauscht und eine gewisse sexuelle Schwingung liegt in der Luft. an Nigel geht einiges vorbei und er bietet tatsächlich zur Unterhaltung Bambi an. Der Charakter Pete ist auch gut gelungen. Interessant, dass er vom Leser als viel unsympathischer empfunden wird, als sein Sitznachbar, der Menschen im Keller gefangen hält und sie dressieren will. Nur das Paar von der Heilsarmee hat irgendwie genervt und als es dann am Ende gar keine Rolle spielte dachte ich, man hätte es besser weglassen können. Insgesamt habe ich das Buch als interessante kurzweilige Lektüre empfunden. Mit ein paar Spritzern Humor, aber auch Spannung. Irgendwie regte es auch zum Nachdenken an, wie zum Beispiel die Erziehung durch die Eltern oder die Behandlung durch die Mitmenschen einen Menschen beeinflussen können. Ich finde es echt krank, dass einige Leute eine schlechte Bewertung geben, weil irgendwie zu wenig Folter, Mord, Blut in dem Buch vorkam und Nigel bei seinem Besuch von Karen, Chelsey und Pete nicht ein brutales Massaker veranstaltet hat. Also Fazit: Für hartgesottene Thriller-Fans, die es auch gerne blutig mögen, würde ich dieses Buch nicht empfehlen. Aber wer mal eine interessante Abwechslung sucht könnte hier richtig sein. Viel Spaß beim Lesen! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
55 von 67 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Meisterwerk des Autors,
Rezension bezieht sich auf: Tiere (Taschenbuch)
Interessant was manche Leuten spannend finden und was nicht. Und wie wenig flexibel manche sind'Ich bin ein begeisterter 'Fan' von Simon Becketts Werken. Seine David Hunter-Reihe bereitete mir stets großes Lesevergnügen. Wobei ich auch erwähnen muss, dass seine anderen Werke, wie etwa 'Obsession' nicht wirklich spannend waren. Ganz anders 'Tiere': Da bereits andere hier sehr detailliert die Story beschrieben haben, möchte ich nur einzelne Punkte herausgreifen. Der Protagonist (Antagonist?) Nigel ist etwas zurückgeblieben und langsam. Meiner Meinung nach steht er geistig kurz vor der Pubertät. Er liebt Zeichentrickfilme und Comics, interessiert sich jedoch, auf eben eine sehr früh pubertäre und auch vorsichtige Weise, für das andere Geschlecht. Das ist Nigels eine Seite. Die andere Seite zeugt davon, dass Nigel nicht nur zurückgeblieben ist, sondern auch geistig gestört ist mit psychopathischen Anlagen, welche sich jedoch meiner Meinung nach, noch schlimmer ausprägen würden, wenn er nicht geistig zehn Jahre alt wäre. Die Erzählweise eines Drittklässlers, welche in den Kritiken hier oftmals verschrien wird, finde ich hingegen ansprechend und passend. Ein hochtrabender Stil würde nicht zu Nigel passen. Nigel denkt einfach. Er denkt wie ein Kind. Wie ein Drittklässler eben. Der simple Schreibstil macht das Buch nicht schlechter, sondern authentischer. Gleichzeitig wirkt er auch etwas Mitleid erregend, denn Nigel wirkt wie ein Kind, welches Gut und Böse nicht unterscheiden kann. Insgesamt wirkt die Figur des Nigel überzeugend. Umso schlimmer noch: er wirkt auch sympathisch. Trotz der Tatsache, dass er unten Menschen eingesperrt hat. Als seine 'Freunde' zu Besuch sind, hatte ich direkt Mitleid, dass Pete so gemein zu war. Und obwohl der Besuch auch sehr ausführlich beschrieben war, fand ich ihn nicht langweilig. Denn ständig passierte irgendetwas was Nigel innerlich kochen lies. Oftmals dachte ich, dass er seine Besucher selbst in den Keller sperren wird, denn sie trinken, fluchen, beleidigen, sind unanständig und Cheryl machte auch die Teekanne seiner Mutter kaputt. Am Ende gab es für mich sogar mehrere Möglichkeiten warum Nigel Menschen einsperrt. Sowohl traurige, als auch erschreckende. Die Fütterung seiner 'Tiere' hatte auch für mich stets etwas Erschreckendes. Seine menschenverachtende Art machte es oft schwierig den 'anderen' Nigel noch wieder zu erkennen. Jedoch stellt man als Leser bald fest, dass er sich nicht einmal gegen seine Gefangenen richtig durchsetzen kann. Erst später, wenn er merkt, wie groß seine 'Macht' eigentlich ist, finde ich, dass man erkennt, dass Nigel sich doch auch weiterentwickelt und innerlich nicht stehen geblieben ist. Ob das gut oder schlecht ist, ist die Frag. Das Ende gefiel mir ziemlich gut, denn es ist ein offenes Ende. Die Tatsache, dass Nigel sich sofort wieder vor den Fernseher setzt, zeigt, dass er das Ganze nicht mal richtig verarbeiten kann. Irgendwie traurig. Insgesamt empfand ich das Buch als sehr spannend. Der Schreibstil lässt seinen direkt in Nigels Welt eintauchen. Ob das Buch nun abstoßend, erschreckend oder traurig ist, bleibt wohl jedem selbst überlassen. Ich persönlich finde alle drei Wörter passend, aber am meisten traurig. Ein direkter Thriller ist das Werk wohl nicht. Aber ein anderes Wort fällt mir dafür wiederum auch nicht ein. Schade, dass viele das Buch 'langweilig' finden und nicht noch einmal drüber nachdenken wollen Was ich mich jedoch noch frage ist: Warum finden manche Leute die Idee schlecht bzw. langweilig, dass ein geistig zurückgebliebener diese Taten begangen hat? Was wohl manche erwartet haben, ist ein grausamer Thriller aus der Sicht eines Mörders, der seine Opfer entführt, einsperrt, foltert und vergewaltigt? Ist das spannender? Oder nicht doch auch noch abstoßender? Warum wollen manche immer das Extremste vom Extremen? ' Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
46 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Niveaulos aber immerhin noch kurzweilig - nur wo ist eigentlich die Geschichte dahinter?,
Von Sina (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Tiere (Taschenbuch)
Dieses Buch ist bei seinen Lesern recht umstritten. Trotzdem wollte ich es einmal wagen etwas anderes als die David Hunter-Reihe von diesem Autor zu lesen. "Der wohl böseste Roman des Autors" war für mich im Nachhinein jedoch wirklich sehr enttäuschend.Zum Inhalt: Nigel ist ein etwas zurückgebliebener junger Mann. Er hat aber immerhin einen netten Kopierjob, wo er auch Cheryl und Karen kennengelernt hat und außerdem einen alten Pub den seine Eltern ihm überlassen haben. Fernsehen, Comics und ein gutes Essen und schon ist Nigel wunschlos glücklich. Natürlich hat er auch sene Verpflichtungen, denn seine Mitbewohner im Keller brauchen schließlich auch Futter und Pflege. Dass diese Mitbewohner eher unfreiwillig dazu geworden sind, stört Nigel nicht.. Vom Klappentext her fand ich das Buch recht ansprechend und so bin ich ganz euphorisch gestartet. Ich muss auch sagen, noch bis Seite 150 in etwa hat mir das Buch gefallen. Nigel hat sein Leben und seine Probleme im Detail geschildert und als Leser kam man diesem doch irgendwie armen Jungen recht nah. Direkt danach geht es dann ausschließlich nur noch um Cheryl und Karen, das Buch wird dadurch absolut niveaulos. Es geht nur noch um Trinken und Sex, Nigels Mitbewohner geraten fast in Vergessenheit, obwohl der Leser pausenlos darauf wartet, dass die Anderen etwas entdecken. Das Ende ist dann komplett offen, der Leser wird einfach alleingelassen und darf sich den Rest dann denken. Dies fand ich noch mit am schlimmsten, denn gerade wo die Spannung zum Höhepunkt kommt, endet das Buch. Ich bin mir nicht sicher, was der Autor damit eigentlich bezwecken wollte. Der Anfang war recht gut als Einstieg, dann wirds irgendwie sinnlos und langweilig und das Ende rundet in keinster Weise irgendetwas ab. Dieses Buch hat nichts von einer Geschichte oder von einer spannenden und verknüpften Story. Es kommt mir viel mehr vor wie ein wirrer Tagebucheintrag, ohne richtigen Sinn dahinter. Ich bin jedenfalls sehr enttäuscht. Die Charaktere waren für den Leser nicht nachvollziehbar, nach den ersten 150 Seiten habe ich mich von Nigel wieder komplett entfernt, sodass seine Familiengeschichte mich auch nicht berühren konnte. Mir bleibt übrigens ziemlich schleierhaft, warum er jetzt eigentlich im Keller seine Mitbewohner hält. Es gibt zwar eine kurze Erklärung zum Schluss, gemist mit seinem etwas dümmlichen Charakter reicht das zwar, aber besonders gelungen ist diese Auflösung sicher auch nicht. Ich persönlich konnte bei dem Buch auch nicht lachen oder ähnliches. Mir tat Nigel zwar irgendwie leid, da er einfach nicht versteht, was er eigentlich falsch macht. Trotzdem bleiben die Charaktere blass und seine Mitbewohner haben letztlich eine viel zu geringe Rolle in diesem Buch. Ich bin froh, dass Simon Beckett mit diesem Buch anscheinend einen schlechten Versuch gewagt hat, nur um mit der David Hunter Reihe sein wahres Können unter Beweis zu stellen. Dieses Buch ist etwas, dass man einfach nicht braucht. Das Lesen ist im Nachhinein Zeitverschwendung gewesen, ich fühle mich nicht unterhalten und bleibe mit zu vielen offenen Fragen zurück. Ich bin nur froh, dass ich dafür kein Geld ausgegeben habe, dass hätte mich maßlos geärgert. Überhaupt nicht empfehlenswert! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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