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Tiere und Menschen. Die Geschichte einer besonderen Beziehung
 
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Tiere und Menschen. Die Geschichte einer besonderen Beziehung [Gebundene Ausgabe]

Boris Cyrulnik , Karine L. Matignon , Frederic Fougea
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 184 Seiten
  • Verlag: Knesebeck (2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 389660130X
  • ISBN-13: 978-3896601308
  • Größe und/oder Gewicht: 35 x 24,8 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 655.040 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Ein Genuss für alle Sinne, ein tierisches und ein menschliches Buch. Es geht um die vielseitige, rührende und spannende Geschichte der engen und wechselseitigen Beziehung zwischen Mensch und Tier, einer Beziehung, die so alt ist wie die Menschheit selbst.

"Wenn wir eines Tages endlich anerkennen, dass Tiere auf wortlose Weise denken, werden wir uns sehr dafür schämen, sie eingesperrt und mit unserem Gelächter gedemütigt zu haben." Dieser Bildband ist eine einzige Faszination und nimmt mit auf eine lange, abenteuerliche und lehrreiche Reise: in die Geschichte unserer Kultur und Zivilisation, die ohne jene enge Verknüpfung zum Tier gar nicht denkbar wäre.

Der fundierte, kenntnisreiche und attraktiv gesetzte Text, der stellenweise richtig magische Wirkung hat, macht höchst anschaulich deutlich, welche fast unglaublichen Allianzen, Beziehungen und Bündnisse zwischen Mensch und Tier im Laufe der Evolutionsgeschichte entstanden sind. Stiere werden als Gott verehrt, Schamanen sprechen mit Tiergeistern, das Leben so vieler Stämme ist ohne den Einsatz von Tieren nicht denkbar. "Es ist uns nie gelungen, ohne Tiere zu leben."

Großformatige, sehr aussagekräftige Bilder geben dem Buch seinen bemerkenswerten Reiz und machen seine unwiderstehliche Wirkung aus: Fotografien aus vielen verschiedenen Erdteilen, geschichtliche Belege, Höhlenzeichnungen, so viele Dokumente in Stein, Keramik und Mosaik verewigt.

Das Buch für jedes Alter stellt sehr objektiv dar: Da reden keine Fanatiker, weder in die eine noch die andere Richtung. Fast voller Ehrfurcht werden gewachsene Beziehungen, Abhängigkeiten und Freundschaften wunderschön beschrieben. So bleibt fast ein schlechtes Gewissen, wenn man das Buch zuklappt. "Wenn Tiere keine Werkzeuge mehr sind, woher nehmen wir dann das Recht, sie auszubeuten?" --Barbara Wegmann

Kurzbeschreibung

In Mythen und Märchen, in Religion und Symbolik spielen Tiere und Fabelwesen bis heute eine bedeutende Rolle; aber auch im alltäglichen Leben sind sie zu unentbehrlichen Partnern des Menschen geworden. Ihre besonderen Fähigkeiten haben sich Völker aller Kulturkreise seit Jahrhunderten zu Nutze gemacht. Dieser Beziehung gehen die Verhaltensforscher Boris Cyrulnik – ein Schüler von Konrad Lorenz -, Karine Lou Matignon und Frédéric Fougea in spannenden Texten und faszinierenden Fotografien nach. Rund um den Erdball veranschaulichen sie die enge Verbindung von Evolutionsgeschichte und Entwicklung der menschlichen Zivilisation. Ob Kormorane den Fischern in China bei ihrer Arbeit helfen, Affen in Indonesien für das Pflücken von Kokosnüssen trainiert werden oder französische Bauern ihre Schweine kostbare Trüffel aufspüren lassen – mit der Zähmung wilder Tiere und einer genauen Beobachtung ihrer Verhaltensweisen hat der Mensch deren Begabungen in seiner täglichen Arbeit eingesetzt. Die Autoren beleuchten die oft symbiotischen Beziehungen von Mensch und Tier sowie die vielfältigen Möglichkeiten ihrer Kommunikation. Darüber hinaus ergründen sie den sich wandelnden Status verschiedener Tierarten, der je nach Epoche und Kulturkreis vom reinen Objekt über das Nutztier bis hin zum treuen Freund oder gar zur Verkörperung des Göttlichen reicht.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Bonam Pak
Ich habe die deutsche Ausgabe von 2003 gelesen. Das französische Original ist von 2001.

Dies ist ein außergewöhnlicher Bildband, den sich kein Tierliebhaber entgehen lassen sollte. Prachtvolle Bilder und eine Fülle an Informationen sorgen für beste Unterhaltung und Freude am Wissensdurst. Das reicht von Geschichtsanekdoten (christliche Gerichtsprozesse gegen z.B. Nacktschnecken) bis zu den Ursprüngen der Tierkreiszeichen und Verteufelungen in (halber) Tiergestalt. Es ist deshalb grundlegend ein 5-Sterne-Buch. Leider muss ich eine Subtraktion wegen einiger inhaltlicher Fehler und Ungenauigkeiten vornehmen, was aber nicht vom Lesen des Buches allgemein abhalten sollte.

Sätze wie diese - vielleicht liegt es oftmals nur an der Übersetzung - lassen mir hin und wieder die Haare zu bergen stehen: "Der (...) Auerochse ist der alleinige Urahn sämtlicher heutiger Rinderrassen (Ochsen, Yaks, Bisons und Büffel)." Zum einen ist Auerochse (oder auch Ur) eine UNTERart des Wildrindes, von dem alle anderen Rinder(arten) abstammen, zum anderen gehören Yaks, Bisons und Büffel zu den domestizierten Formen (also tatsächlich "Rassen") von verschiedenen ARTEN (bzw. Unterarten) von Rindern. Also sind dies nicht etwa verschiedene Rassen einer Tierart wie es alle Hunderrassen vom Wolf sind. Ich gehe davon aus, dass hier natürliche Arten mit künstlichen (von Menschen gezüchteten) Rassen verwechselt und vermengt worden sind. Zum dritten sind Ochsen lediglich kastrierte Rinder und daher weder eine spezielle Art noch Rasse.

Solche Ungenauigkeiten bzw. Fehlleitungen finden sich zu hauf. Dschingis Kahn hätte Westeuropa erobert. Nun gut, wenn man Gebiete des heutigen Österreich mit Westeuropa gleichsetzt, mag das halbwegs hinhauen. Außerdem war er nicht persönlich mit seinem Pferd dort, wie im Buch vermittelt, wenn überhaupt in weiten Teilen Europas, sondern nur seine Armee. Es wird suggeriert, dass Stierkämpfe aus Kreta stammten. Das ist ein typischer Fall von Eurozentrismus, für den die Griechen sehr oft herhalten müssen, dem die antiken Griechen aber keineswegs selbst frönten. Die Quelle (von Wohl oder Übel) liegt dagegen wie so oft in Ägypten. Bei der Suche nach Trüffeln sei das Schwein der beste Verbündete des Menschen. So der populäre Mythos. Tatsächlich hat der Hund längst (sprich teilweise seit Jahhunderten) dem Schwein den Trüffelrang abgelaufen: Hund will Herrchen nur einen Gefallen machen. Schwein dagegen frisst die Trüffel lieber selbst. Da letzteres dabei außerdem die Pilzwurzeln schädigt, ist es beispielsweise in Italien sogar VERBOTEN, Schweine für die Trüffelsuche einzusetzen... Bei einem Buch wie diesem erwarte ich natürlich, dass aufgeklärt wird, nicht Legenden untermauert werden. Dies alles sind lediglich Beispiele von Inhalten, die mir bekannt sind. Ich möchte nicht wissen (oder eigentlich doch!), was mir hier potentiell noch alles falsch oder ungenau untergejubelt wird. Zumindest wundere ich mich darüber, dass domestizierten indonesischen Affen zum Pflücken bestimmter Kokosnüsse das Wort ">>ripe<< (das englische Wort für >>reif<<)" zugerufen wird. Es wäre zumindest eine Erklärung wert gewesen, warum die Indonesier sich mit ihren Haustieren angeblich auf Englisch unterhalten...

Ansonsten ist zu bemängeln, dass die Bildunterschriften gelegentlich nicht WIRKLICH adäquat das Abgebildete widerspiegeln und dass nicht klar wird, wer die großgedruckten Einführungszitate auf vielen Seiten gesagt hat oder ob das tatsächlich Zitate sein sollen. Immerhin stehen sie in Anführungszeichen und scheinen keine Auszüge aus dem Text zu sein.

Im Vergleich mit dem Nutzen des Buches fallen diese kritischen Kleinigkeiten aber nicht allzu ins Gewicht. Wer also interessiert ist am recht unterschiedlichen Verhältnis von Menschen in verschiedenen Epochen und Geographien mit Hunden, Pferden, Rindern, Rentieren, Kamelen (incl. Lamas), Elefanten, Bären, Affen, Pelikanen, Turteltauben, Adlern, Katzen, Schweinen, Kormoranen, Schlangen, Delphinen, Ottern und einigen anderen kürzer erwähnten Tieren (sowie Fabeltieren), für die und den ist dieser Bildband ein Volltreffer.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Spannender Bildband 18. Juni 2003
Durch alle Kulturkreise hinweg und seit Jahrtausenden gibt es eine ganz besondere Beziehung zwischen Tieren und Menschen. Menschen sind seit jeher von den außerordentlichen Fähigkeiten der Tiere angetan und durch eingegangene Partnerschaften machen sie sich diese Fähigkeiten zunutze. In Pakistan helfen die Pelikane den Fischern bei ihrem täglichen Fang, in Indonesien sind die Affen zum Pflücken der Kokosnüsse unverzichtbar geworden und ohne Trüffelschweine wäre das Auffinden der kostbaren Trüffel um einiges schwerer wenn nicht gar unmöglich.

Bei vielen indianischen Völkern Amazoniens und auch anderswo wird Hundewelpen und Pekaris (wild lebende Nabelschweine) das Überleben gesichert, in dem die Stammesfrauen die jungen Tiere mit ihrer Muttermilch stillen. Dadurch werden die Tiere zu zahmen Hausgenossen. Sogar in Frankreich nutzte frau derartiges Verfahren, um sich überschüssiger Milch zu entledigen oder die Bildung von Muttermilch zu fördern. Diese und zahlreiche andere Zusammenhänge von Mensch und Tier zeigt das Buch „Tiere und Menschen" auf. Die drei Autoren Cyrulnik, Matignon und Fougea beleuchten dabei die meist symbiotische Beziehung und die verschiedenen Formen der Kommunikation über Epochen und Kulturkreisen hinweg.
Ein absolut spannender Bildband mit historischen und aktuellen Bilddokumenten und höchst informativen Texten.
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