Leider war ich von diesem Buch schwer enttäuscht. Es werden in diesem Buch wohl aus Unkenntnis sehr viele, abwertende Äusserungen sowohl über historische Personen (Ungeheuer, Bestie..) als auch vor allem über den tibetischen Budhismus getan. Er scheint dabei speziel bei seinen Behauptungen über die Sexualität und die Praktiken im tibetischen Budhismus unreflektiert chinesische Quellen abgeschrieben zu haben. Besonders schlimm stieß es mir als Religionswissenschaftler auf, daß der Autor nicht einmal die wichtigsten Hauptgottheiten des tibetischen Budhismus unterscheiden kann. Sie dann einfach als "blutrünstige Götzen" zu bezeichnen, wie er das tut, ist mehr als schwach. Wo er sich einmal auf einen Namen einläßt ist auf jeden Fall seine Beschreibung falsch. So entstand zum Beispiel "Mahakala" nicht aus einem Dämon , sondern stammt vom Hindhu Hochgott Shiva ab . Ebenso ist "Yamantaka" keineswegs der Totengott, sondern ganz im Gegenteil der Überwinder des Todes! Es ist, als würde man Christus als Totengott bezeichnen. Auch Guanyin die angeblich für den "Budhismus typische Gottheit" des Mitleids gibt es nur in China, hat aber ihren Vorläufer in Avalokitesvara dem tibetischen Bodhisatva der Mitmenschlichkeit der im Dalailama inkarniert ist. Da der Autor immer wieder die Wichtigkeit des tibetischen Budhismus für Ungern betont finde ich es schade, daß der Autor hier so schlecht recherchiert hat, und habe nun Schwierigkeiten auf die Richtigkeit seiner übrigen Recherchen zu vertrauen.
Der blutige weiße Baron: Die erstaunliche Geschichte eines russischen Adligen, der zum letzten Khan der Mongolei wurde