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Tiere Essen
 
 
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Tiere Essen [Gebundene Ausgabe]

Jonathan Safran Foer , Brigitte Jakobeit , Isabel Bogdan , Ingo Herzke
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 399 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch; Auflage: 1., Auflage (19. August 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462040448
  • ISBN-13: 978-3462040449
  • Originaltitel: Eating Animals
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,6 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (156 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 3.868 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Jonathan Safran Foer
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Der amerikanische Autor Jonathan Safran Foer holt mit seinem Bestseller 'Eating Animals' den Vegetarismus ins Zentrum der Gesellschaft. Nichts ist so unwiderstehlich wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist." Burkhard Müller, Süddeutsche Zeitung "Diese Geschichte begann nicht als ein Buch. Ich wollte nur wissen - für mich und für meine Familie - was Fleisch eigentlich ist. Wo kommt es her? Wie wird es produziert? Welche Folgen hat unser Fleischkonsum für die Wirtschaft, die Gesellschaft und unsere Umwelt? Gibt es Tiere, die man bedenkenlos essen kann? Gibt es Situationen, in denen der Verzicht auf Fleisch falsch ist? Warum essen wir kein Hundefleisch? Was als persönliche Untersuchung begann, wurde rasch sehr viel mehr als das ..." Jonathan Safran Foer

Kurzbeschreibung

Mit seinem ersten Roman "Everything is illuminated" landete Jonathan Safran Foer in den USA einen sensationellen Erfolg. Angeregt durch seine Vaterschaft, stellte sich der Gelegenheitsvegetarierer Safran Foer nun die ernsthafte Frage nach unserer gegenwärtigen Ernährung und ihren weitreichenden Konsequenzen. In "Eating animals" verarbeitet er seine Odysee von traditionellen Bauernhöfen über die industrielle Tierproduktion bis zum Schlachthof zu einem kritischen Sachbuch über unseren Fleischkonsum.

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776 von 816 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Glücklich ist, wer nicht weiß, wie Gesetze und Würste zustande kommen (China), 20. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Tiere Essen (Gebundene Ausgabe)
Vorweg: ich bin auf einem bäuerlichen Familienbetrieb, der heute nicht mehr existiert, aufgewachsen, habe eine landwirtschaftliche Lehre und danach ein Landwirtschaftsstudium absolviert. Derzeit beschäftige ich mich beruflich als Berater v.a. mit der Verbesserung der Lebensmittelsicherheit in Ländern außerhalb der EU. Ich kenne das Buch im englischen Original und habe es nun auch in Deutsch gelesen. Ich war noch nie in meinem Leben Vegetarier, bin es auch heute noch nicht und werde es wahrscheinlich niemals wirklich werden.

Anders als in der Presse und z.T. von meinen Vorrezensenten dargestellt hat der Autor mit seinem Buch zu keinem Zeitpunkt die Absicht verfolgt, den Leser zum Vegetarismus zu bekehren, auch wenn er selbst mittlerweile Vegetarier ist. Dies wird an mehreren Stellen im Text klar zum Ausdruck gebracht. Es geht ihm einzig um die Klärung der Frage, was "Fleisch" - inklusive Fisch - eigentlich ist und wo es her kommt. Die sich daraus ergebende Schlussfolgerung jedoch bleibt am Ende jedem einzelnen Leser überlassen - auch wenn Foer keine Zweifel daran lässt, dass für ihn selbst "Tiere essen" nicht länger eine Option ist.

Die genannte Fragestellung, die sich heute viel zu wenige Menschen stellen, wird angesichts einer weiter steigenden Bevölkerung sowie weiter fortschreitendem Umweltverbrauch immer dringlicher. Daher kommt das Buch zur richtigen Zeit.

Als Mensch vom Fach wird man beim Lesen schnell feststellen, dass der Autor eben nicht Fachmann ist, sondern das Buch als Journalist bzw. Geschichtenerzähler geschrieben hat. Das bedeutet, dass einige Darstellungen im Buch für Fachleute laienhaft bis eher naiv daher kommen. Das macht die getroffenen Aussagen jedoch nicht falsch. Die Wirklichkeit ist, nüchtern betrachtet, in Wahrheit sowohl komplexer als auch in nicht wenigen Fällen eher schlimmer als dargestellt, was die Auswüchse der modernen Massentierhaltung betrifft.

Auch geht das Buch m.E. gar nicht weit genug, denn es endet sozusagen am Schlachthof und greift die danach einsetzenden Produktionsprozesse in der modernen Lebensmittelindustrie gar nicht mehr auf. Auch unser in der Wohlstandsgesellschaft verschwenderischer Umgang mit Lebensmitteln, welche als tote und für viele im Überfluß zur Verfügung stehende Materie gedankenlos entsorgt werden, wird nur sehr kurz angerissen.

Es bleibt zu hoffen, dass das Buch eine breite Leserschar findet, die sich dann wirklich die Zeit nimmt, über die Herkunft ihrer Lebensmittel und deren Produktionsumstände nachzudenken und entsprechende Konsequenzen zu ziehen (Stichwort etwa: Regionalität, wer will und kann: Bio, oder eben Vegetarismus). Nicht nur, was "Tiere essen" angeht, sondern ebenso was "Pflanzen essen" oder "Pilze essen" betrifft. Moderne Massenproduktion von Nahrungspflanzen ist, was verursachte Umweltschäden betrifft, z.T. nicht weniger kritisch zu sehen als modere Massentierhaltung (Stichworte z.B. Saatgut, Düngung, Pflanzenschutz, Rückstände, Wasserverschwendung und -verschmutzung, Bodendegradierung, Gentechnik, Biodiversität, Eigentumverhältnisse u.v.m.). Wäre doch ein Thema, Herr Foer?
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191 von 216 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Was wir meist verdrängen, 16. August 2010
Von 
Falk Müller - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Tiere Essen (Gebundene Ausgabe)
Wohl die Wenigsten denken beim Verzehr eines Stückes Fleisch darüber nach, wie und wo es entstanden ist - solange es schmeckt. Der Autor wollte es aber genau wissen und hat nach 3 Jahren Recherche ein Buch darüber geschrieben. Man ahnt schon, dass er nicht nur Gutes herausgefunden hat - die Wirklichkeit ist aber dann doch noch viel schlimmer.

Die Fakten die er nennt, machen in der Tat betroffen. Er beschreibt die heutige Massentierhaltung als profitorientiertes, globales Business mit über 100 Mrd Dollar Umsatz pro Jahr. Für Mitgefühl mit den Tieren ist hier kein Platz mehr. Stattdessen berichtet er von armen Kreaturen, die nie auch nur einmal das Sonnenlicht in ihrem Leben sehen, die sich nicht einmal bewegen können wie Tiere, weil sie so eng zusammengepfercht sind. Seine Schilderungen geben Anlass nachzudenken, ob wir mit unseren bisherigen Konsumgewohnheiten so weitermachen können und wollen.

Und dies nicht nur unter dem Aspekt von Ethik und Moral. Sondern es geht dabei auch um den Erhalt der Umwelt - also unserer Lebensgrundlage. Für den Anbau von Tierfutter werden grosse Teile des Regenwaldes abgeholzt. Die Viehzucht ist für einen viel grösseren Teil der schädlichen Treibhausgase verantwortlich, als bisher angenommen (nach neuesten Studien 51%). Ein Umsteuern wäre also im Interesse des Menschen.

Das Buch ist jedoch angenehm undogmatisch, vermeidet Schwarz-Weiss-Muster. Denn der Autor lässt auch die andere Seite zu Wort kommen. Also die, die dafür sorgen, dass Fisch und Fleisch so billig in unsere Supermärkte kommen - und die, die es konsumieren. Er stellt diese nicht als unmoralisch an den Pranger. Nicht jeder hat das Geld, um ständig in den teureren Bioläden einkaufen zu können. Auch das gehört zur Wahrheit.

Fazit: Das Buch ist frei von jedem missionarischen Eifer. Der Autor weiss auch, dass die dauerhafte Änderung von Essgewohnheiten ein langwieriger Prozess ist, der zunächst einmal ein Umdenken von uns allen erfordert. Sein Buch zeigt aber eindrucksvoll, dass dieses Umdenken wirklich notwendig ist - im Interesse der Tiere, aber auch von uns Menschen.
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73 von 90 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Tatsachenbuch, das wachrüttelt, ohne zu missionieren und ohne Fleischesser zu verurteilen, 2. September 2010
Von 
Ricarda Jaekel (Lappland /Schweden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Tiere Essen (Gebundene Ausgabe)
Wir haben das Glück, seit einigen Jahren hier in der Traumwelt des hohen Nordens, in der letzten fast noch unberührten Wildnis Europas leben zu dürfen, getragen und inspiriert von der Energie einer noch gesunden Tier-und Pflanzenwelt.

Ja,auch wir sind heute Vegetarier, d.h., wir essen kein Fleisch, auch nicht Fisch, obwohl die Tiere hier noch gesund sind und, im Gegensatz zu ihren Artgenossen anderswo, unter wahrhaft paradiesischen Bedingungen leben.

Aber auch für uns war das ein langer Weg, denn noch vor 10 Jahren haben auch wir "Tiere gegessen". Es war eine zutiefst persönliche Entscheidung, die ganz tief in jedem von uns reifte und wirklich garnichts mit dem (sicher gut gemeinten) missionarischen Eifer manch anderer, kämpferischer Buch- und Filmautoren zu tun hatte.

Eben auch deshalb gefällt uns dieses Buch, denn der Autor missioniert nicht, arbeitet nicht mit Schuldzuweisungen und verurteilt nicht diejenigen, die sich nach gängigen Maßstäben eben "normal" ernähren. Er berührt stattdessen den Leser ganz tief auf der emotionalen und mentalen Ebene, indem er Tatsachen, Bilder und Erlebnisse sprechen läßt, die jeder für sich aufnehmen und nachempfinden kann. Dabei läßt der Autor alles offen. Die Verarbeitung der Eindrücke und die bei manchem vielleicht keimende Motivation, sein Ernährungsverhalten zu überdenken, bleibt dem Leser überlassen. Und es wird auch kein religiöser Hintergrund impliziert.

Dies hat einen sehr wichtigen Effekt, denn dadurch spricht das Buch einen viel größeren Leserkreis an und gibt auch denjenigen die Möglichkeit, sich dem Thema zu öffnen, die sich vor den "Missionaren" des Genres in der Regel verschließen - rückblickend sprechen wir da auch aus eigener Erfahrung.

So grausam die aufgezeigten Zustände sind, bringt es auch nicht viel, vordergründig die "Moralkeule" zu schwingen, im Glauben, die somit an den Pranger gestellten Fleischesser schamvoll zu bekehren. Diese für Fleischgenießer tatsächlich durchaus sehr fundamentale Lebensentscheidung, und auch da sprechen wir aus Eigenerfahrung, hat nur Bestand, wenn sie wirklich "von Innen" kommt und nicht einem, wie immer gearteten, äußeren Druck entspringt.

Auch das tatsächliche Motiv für den Fleischverzicht sollte zweitrangig sein. Wir finden es durchaus in Ordnung, wenn mancher aus rein ernährungsphysiologischen Erwägungen zum Vegetarier wird, wozu z.B. auf eine sehr beeindruckende Weise die Bücher der russischen Ärztin Dr.Schatalowa anregen Wir fressen uns zu Tode: Das revolutionäre Konzept einer russischen Ärztin für ein langes Leben bei optimaler Gesundheit

Letztlich sind alle Wege gleichwertig, wenngleich für uns die weltanschauliche Überzeugung das stärkste Motiv war und ist, wobei wir jedoch keiner Religionsgemeinschaft angehören und an keinen von außen vorgegebenen Verhaltenskodex gebunden sind, außer an unsere eigene freie Entscheidung. Aber, wie gesagt, das ist eben UNSER Weg, den andere so nicht gehen müssen.

Ja,dieses Buch ist wichtig, leistet es doch einen wertvollen Beitrag zu dem so dringenden Prozeß des Umdenkens, wie wir mit unserer Umwelt und allen Geschöpfen, die diesen schönen Planeten mit uns bewohnen, respektvoll umgehen.

Schließlich geht es beileibe nicht nur um das "Essen" der Tiere, sondern auch und besonders um die meist so grausamen, qualvollen Bedingungen der Tierhaltung, der Aufzucht und der Mast, die Mißhandlung beim Transport und um die grausame emotionale Quälerei der Tiere im Angesicht des Todes beim technisierten Massenmord in den Schlachthöfen. Letzteres wird im Buch nur angedeutet.

In jedem von uns, der sich auf dieses knallharte Buch einläßt,das die Zustände brutal und ungeschminkt offenlegt, löst es etwas aus. So etwas kann man nicht wirklich "mit Abstand" lesen. Man sollte aber den Mut aufbringen, es trotzdem zu lesen, auch dann, wenn man bereits Vegetarier ist.

Wenn dieses Buch in Amerika und bei uns in Deutschland tatsächlich ein Bestseller ist, dann stimmt uns das für die Zukunft optimistisch, denn es zeigt, daß sich immer mehr Menschen diesem Thema öffnen.

Hier, in der reinen Natur des hohen Nordens, erlebt man besonders intensiv die Verbundenheit aller Geschöpfe, geborgen in der höheren Ordnung, in dem tiefen Bewußtsein, daß wir alle aus der gleichen Quelle stammen...

Winfried und Ricarda Jaekel,ganzheitliche Lebensberaterin und Autorin im Land der Sonne und des Windes...
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