1. Inhalt (kurz zusammengefasst und ohne die Inhalte im Detail zu verraten)
Wie der Titel richtig aussagt, geht es im Buch um (des Magiers) "Schwarzstabs Turm", welcher sich in Tiefwasser, einer Stadt der "Vergessenen Reiche" befindet.
Da "Schwarzstabs Turm" mit mächtigen Artefakten aufwartet, weckt er den Neid anderer Magier. Diese wollen Schwarzstab (und dessen Geliebte/Lehrling) beseitigen und sich der Artefakte bemächtigen.
Der Sohn des unmaskierten Fürsten von Tiefwasser und einige seiner Freunde liefern sich "in ihrer Freizeit" immer wieder "Wettrennen" mit der Stadtwache und foppen diese. Durch Zufall lernen Sie eine (magiekundige) Tochter eines Gildenmeisters und einen von ihr angeheurten Söldner-Barbaren kennen. Diese Gruppe wird später durch einen Halbling mit "flinken Fingern" komplettiert. Gemeinsam stolpern sie in die sich zusammenbrauende Intrige um "Schwarzstabs Turm" und geben ihr Bestes die bösen Magier aufzuhalten.
2. Bewertung
So richtig konnte mich das Buch nicht fesseln.
Inhaltlich bringt das Buch nichts für mich Überraschendes oder wirklich Neues. Allerdings ist das bei vielen dieser Fantasy-Bücher so, da sie die gängigen Genres bedienen. Trotzdem lese ich solche Bücher normalerweise immer wieder gerne und freue mich auch über den "20sten stinkenden, brüllenden, ehrlichen Kampfzwerg" ;)
Warum also nur 2 Punkte?
Die Story scheint mir nicht immer durchgängig.
So gibt es z.B. Magier mit beträchtlichen Fähigkeiten, welche sich in gewissen Situation überhaupt nicht souverän verhalten und durch die kleine Abenteuergruppe erstaunlich rasch in Bedrängnis geraten. An anderen Stellen hat man wieder das Gefühl, die gleichen Magier könnten "Welten in Asche legen".
Eben jene Magier klügeln auf der einen Seite einen raffinierten Plan aus um an Schwarzstabs Macht zu erlangen, und verhalten sich in anderen Situationen wiederum unüberlegt und unklug (eben nicht "durchgängig").
Die Hauptcharaktere bleiben mir etwas zu flach, und haben mir zu wenig Tiefe und auch zu wenig Ecken und Kanten. Ausserdem werden einige Charaktere ausschliesslich als "Kanonenfutter" eingeführt. Will heissen: Irgendwie konnte ich nach dem ersten Viertel schon sagen, wer das Buch überleben wird... und wer nicht... und das sollte nicht sein. Klar ärgere ich mich, wenn ein geliebter Charakter stirbt. Und ja, ich hinterfrage auch manchmal, wenn die Feinde in Hundertschaften besiegt werden und keiner sein Leben lässt... aber "bewusst" Kanonenfutter einzustreuen, mag ich am wenigsten.
3. Fazit
Man kann das Buch durchaus zum Zeitvertreib lesen. Mit einem Highlight sollte man nicht rechnen... aber sollten wir schlussendlich nicht jedem dankbar sein, der sich überhaupt die Mühe macht und ein Buch für uns schreibt?
Somit gebe ich gerne 2,5 Punkte für ein leicht unterdurchschnittliches Buch und einen Autor, welchen man nicht gleich entmutigen möchte ;)