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Tiefer als der Tag gedacht: Eine Kulturgeschichte der Nacht
 
 
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Tiefer als der Tag gedacht: Eine Kulturgeschichte der Nacht [Gebundene Ausgabe]

Elisabeth Bronfen
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 640 Seiten
  • Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG; Auflage: 2 (9. Februar 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3446230106
  • ISBN-13: 978-3446230101
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 15 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 96.439 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Elisabeth Bronfen
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Pressestimmen

"Eine beeindruckende Materialfülle hat die Autorin nicht nur zusammengetragen, sondern auch spannend neu verknüpft." Karin Cerny, Profil, 03.03.08 "Warum das Helle ins Dunkle muss, beweist Elisabeth Bronfen mit einer weitgespannten Kulturgeschichte der Nacht, die von Platon bis Heidegger nichts unbeleuchtet lässt ... , ein eindrucksvolles Buch." Jutta Person, Literaturen, 03.08 "Bronfens Ausführungen über Freuds "Traumdeutung" gehören zu den besten Passagen dieses durchgängig beeindruckenden Buches." Manfred Koch, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag, 24.02.08 "Nach der Lektüre ... ist die Lust gross, die Nächte in der Kulturgeschichte neu oder erneut zu erkunden." Guido Kalberer, Tagesanzeiger, 21.02.08

Kurzbeschreibung

In der Nacht erwacht eine eigene Welt. Es schlägt die Stunde der Erscheinungen, der Verwandlungen, der Übertretungen. Von solchen Szenen handelt Elisabeth Bronfens neues Buch. Weil sich die Szenen der Nacht der Logik des Tages entziehen, sind sie nicht mit einem Begriff zu fassen, sondern werden auf der Bühne, in Romanen oder im Kino erzählt. Das beginnt mit den Schöpfungsmythen der frühen Griechen, führt über Shakespeare und Milton zur Romantik. Die Psychoanalyse ist die erste Wissenschaft, die von der nächtlichen Logik systematisch Gebrauch macht, im Film noir verschmilzt die Dunkelheit des Kinosaals mit der Handlung auf der Leinwand. Und wenn die Kamera in die Dämmerung hineinfährt, werden die Zuschauer von jenem Zauber der Nacht umfangen, den dieses Buch in einer großen Geschichte beschwört.

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Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Ein monumentales Werk ist hier entstanden, detailliert recherchiert, mit einer lebendigen Sprache geschrieben und von einer wahrhaft enzyklopädischen interdisziplinären Fülle. Elisabeth Bronfen, durch viele Monographien ausgewiesene Literaturwissenschaftlerin, legt mit diesem 640 Seiten umfassenden Werk die erste Kulturgeschichte der Nacht vor.

Quer durch unsere Kultur ist sie dabei gewandert, durch Kunst, Literatur, Philosophie, Musik; von der Antike über das Mittelalter bis hin zur Aufklärung und die aktuelle Gegenwart verfolgt sie das Phänomen der Nacht.

Die Nacht als die Zeit und den Ort, an dem sich all das auslebt, was am Tag, der Zeit der wachen Vernunft nicht zu fassen ist, bzw. dort einfach nicht kleben und existieren kann.

Ganze vierzehn Jahre habe sie, so berichtet Elisabeth Bronfen, an diesem Werk gearbeitet, wobei sie zwei Jahre nur geschrieben hat. Sie beschreibt die Nacht als "einen anderen Zeitraum", einen Raum, in der die Zeit, die sich - paradoxerweise - nicht verändert und doch nie die gleiche ist. Sie spricht von "zeitlicher Heterotopie", eine Wortschöpfung, die beschreiben soll, dass es ein und denselben Raum bei Tag und bei Nacht nicht gibt. Die Zeit sozusagen als veirte Dimension des Raums, der die Menschen, wenn sie diesen Zeitraum betreten, verändert. Wir werden andere, wenn wir in die Nacht gehen.

Elisabeth Bronfen will mit ihrem Buch lehren, genauer hinzusehen: "Ich möchte die Leute dazu bringen, bei Dingen, von denen sie meinen, das kennen sie, das ist so unglaublich vertraut, da muss man keinen weiteren Gedanken darüber verschwenden, noch einmal genauer hinzusehen. Genauer hinsehen heißt, Vertrautes wieder unvertraut machen."

Und so weckt die Lektüre dieses Buches genau diese klaren Nachtgedanken, öffnet Zusammenhänge, die man nur bei völliger Dunkelheit erkennt. Die Sprache selbst folgt erst am Tag.
Ein Buch, tiefer als der Tag gedacht.
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