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Arne Dahl hat sein Krimiprojekt um die Spezialeinheit für internationale Verbrechen in der Tradition von Sjöwall/Wahlöö auf zehn Romane angelegt. Und wie seine Vorbilder nimmt er auch in Tiefer Schmerz angesichts der politischen und gesellschaftlichen Dimensionen des internationalen Frauenhandels kein Blatt vor dem Mund. Zudem perfektioniert Dahl seinen Stil von Buch zu Buch. Härter und direkter als zum Beispiel Henning Mankell setzt er auf actiongeladene Thriller mit politischem Hintergrund. Und trotz seiner zum Teil ungestümen und temporeichen Erzählweise findet er immer besser seinen eigenen Rhythmus. Bezeichnenderweise spielen bei Dahl oft musikalische Motive eine bedeutende Rolle. Wie schon in Misterioso, wo das gleichnamige Jazzstück von Thelonious Monk zentrale Bedeutung hatte, wählt er hier Kind of Blue von Miles Davis als Begleitmusik.
Arne Dahl hat sich in Deutschland schnell in die Spitzengruppe der skandinavischen Bestsellerautoren geschrieben. Seine Figuren gewinnen zunehmend an Reife und Nachdenklichkeit. So ist Tiefer Schmerz nicht nur ein einfacher Thriller, sondern erzählt eine Geschichte fast klassisch-tragischen Zuschnitts. Auf diesem Weg wird von dem schwedischen Autoren noch vieles (und Gutes) zu erwarten sein. --Christian Koch -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
spannender Schweden-Krimi,
Von
Rezension bezieht sich auf: Tiefer Schmerz: Kriminalroman (Taschenbuch)
In diesem vorliegendem vierten Band der Reihe um die Elite-Ermittler Paul Hjelm und Kerstin Holm der A-Gruppe bekommen diese es nicht nur mit europaweiter Prostitution und Drogenhandel zu tun, sondern auch mit der nationalsozialistischen Vergangenheit Schwedens.Und genau aus diesem Grund kommt Arne Dahl wohl auch nicht ganz ohne den moralisierenden Unterton, mit dem seine Autorenkollegen am schwedischen Staat und dessen Gesellschaft verzweifeln aus. Um sich von den Literatur-Kollegen seiner Heimat nun aber doch etwas abzusetzen ist die Sprache in seinem spannend und flüssig zu lesenden Krimi wundervoll ironisch eingefärbt. Der raffiniert entwickelte Plot wirkt leichfüßig und realistisch, die vielen Erzählstränge mit jeweils eigenem, gut aufgebautem Spannungsbogen vereinigen sich zu einem sehr gelungenen Showdown. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
gut konstruiert,
Rezension bezieht sich auf: Tiefer Schmerz: Kriminalroman (Taschenbuch)
Es ist nicht ganz einfach, diesen Kriminalroman zu bewerten. Wenn man das Ermittlerteam nicht kennt (es ist deren vierter Fall), zieht sich der Anfang sehr in die Länge, denn die persönlichen Querelen gehen einen wenig an. Man möchte gern, dass etwas passiert. Nach sechzig, siebzig Seiten wird es besser, dann ist man schon sehr fasziniert von den wirklich unterschiedlichen Mord- bzw. Entführungsfällen, um die es hier geht. Das Spannende ist anschließend die Frage, ob es dem Autor wohl gelingen kann, diese Vorkommnisse aus den verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen irgendwie unter einen Hut zu bekommen. Außerdem gewinnt man die ermittelnden schwedischen Polizisten und Polizistinnen langsam lieb. Einzelheiten aus ihrem Privatleben stören jetzt nicht mehr. Aber es bleibt immer noch die Frage: Wird der Roman als Krimi scheitern oder nicht?Er tut es nicht. Was ich lange nicht für möglich gehalten habe, gelingt dem Autor ohne jeden Glaubwürdigkeitsverlust. Alle Fäden entwirren sich, alles hängt zusammen. Kompliment. (Nur die etwas lahme Einführung ist für den einen Stern Abzug verantwortlich.) Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Witzig und stilsicher,
Rezension bezieht sich auf: Tiefer Schmerz: Kriminalroman (Gebundene Ausgabe)
Dieser neue Krimi von Arne Dahl ist ein richtiges Lesevergnügen trotz seines traurigen Inhalts. Stilsicher und zum Teil sehr witzig schildert er die bunt zusammengewürfelte Truppe um die Sonderermittler Paul Hjelm und Kerstin Holm, die der undankbaren Aufgabe nachgehen, drei mysteriöse Morde auf mögliche Verbindungen zu untersuchen. Dabei geht es um so unterschiedliche Mordopfer, wie einen ehemaligen Nobelpreiskandidat oder einen sadistischen griechischen Zuhälter. Das Einzige, was die Fälle zu verbinden scheint ist, ein merkwürdiges Wort, das die Ermordeten kurz vor ihrem Tod in den Sand geschrieben haben. Bei den Nachforschungen über Europol wird durch Zufall klar, dass das merkwürdige Wort aus dem griechischen stammen muß und auf die griechische Mythologie hinweist. Jetzt kommen auch noch geheim erforschte Nazi-Methoden ins Spiel, auf der das Vorgehen des Mörders beruhen soll. Das ist trotz der etwas reisserischen Story sehr spannend dargestellt und wirft einen interessanten Blick auf im Ausland untergetauchte Nazigrößen.Arne Dahl kann es durchaus mit Mankell aufnehmen, der ein ähnliches Thema auch schon bearbeitet hat. Die Dahl'schen Figuren sind glücklicherweise privat nicht so belastet wie die von Mankell und kommen leichtfüßiger daher. Das erhöht das Lesevergnügen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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