Von der ersten Hälfte absolut begeistert, hatte ich mit dem Weiterlesen nach einer Lesepause von ein paar Tagen Mühe, das Interesse bis am Ende aufrecht zu erhalten. Obwohl - vom Plot her kann man der Autorin keinen Vorwurf machen. Der ist astrein und lässt einen bis zur Auflösung auf den letzten Seiten mitraten, wer denn nun derjenige, diejenige sei, welche, welcher...
Auch Geschichten erzählen und Figuren lebendig machen kann Tessa Korber. Nur frage ich mich rückblickend, ob sie denn nicht doch nur die verschiedensten Klischees auf so geschickte Weise miteinander verbunden hat, dass man sie beim Lesen nicht bewusst wahrnimmt. Und sich erst im Nachhinein fragt, ob das nun eigentlich reine Parodie war, oder Ernst und knapp an den verschiedensten Klischeekliffs vorbeigeschrammt.