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Tiefe: Roman [Gebundene Ausgabe]

Henning Mankell , Verena Reichel
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
  • Verlag: Paul Zsolnay Verlag Ges. m.b.H.; Auflage: 3 (4. März 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3552053433
  • ISBN-13: 978-3552053434
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 13,6 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (71 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 106.027 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Henning Mankell
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Es ist neblig an jenem Tag im Herbst 1937, als sich zu dem, „was eben noch verbotenes Terrain war, von unbekannter Hand ein Tor geöffnet“ hat. Nach 22 Jahren in der Nervenheilanstalt tritt Kristina Tacker aus der Nervenheilanstalt aus einem umzäunten Gebiet, in dem die „schweren Körper der Häuser wie schlummernde Raubtiere“ lagen, hinein in einen Nadelwald. Dass der Pfad, den sie nun beschreitet, nur eine Einbildung ist, stört sie nicht weiter. Sie geht ihn einfach, Schritt für Schritt, „ohne Ziel“ -- und am Ende ist doch ihre Geschichte und die ihrer Umgebung klarer.

Erst langsam lichtet sich der Nebel in Henning Mankells Roman Tiefe, danach offenbart sich Tackers Geschichte -- und die ihres Mannes Lars Tobiasson-Svartman, mit dem sie vor Urzeiten einmal verheiratet war: Er berichtet von der Distanz, den Tobiasson-Svartman zu seiner Mutter hatte. Und von dem Koffer, den er bei sich trug, um Entfernungen besser bestimmen zu können, damals, im Oktober 1914, als er in Stockholm erschien, mit seinem kostbarsten Besitz, einem Messing-Lot zur Seevermessung aus dem 18. Jahrhundert. Als er mit dem Panzerschiff Svea zu einer militärischen Aktion -- einer geheimen Kommandosache -- aufbricht, hält er das Lot fest umklammert. Auf der Reise verliebt er sich in eine fremde Frau, Sara Fredrika. Aber zuhause wartet eine andere. Also muss sich der Vermessungsingenieur, um Nähe wiederherzustellen, mit einer Lüge Distanz schaffen: Ein Betrug, der in die Katastrophe führt.

Wieder einmal ist es dem schwedischen Bestsellerautor Mankell gelungen, seinen überaus raffinierten Plot um Liebe und Verrat bis in die Tiefen der menschlichen Psyche perfekt auszuloten: mit einem „geheimen Gespür fürs Lot“, wie der erste Teil seines Romans überschrieben ist. Großartige Roman-Unterhaltung, die man von Mankell nach einigen etwas schwächeren Büchern so schon gar nicht mehr erwartet hätte. Überaus empfehlenswert. -- Stefan Kellerer

Pressestimmen

"Die clevere Mischung aus Sozialdrama und Kriminalroman, die der Schwede aus dem Effeff beherrscht, macht süchtig. Nie zuvor ist Mankell ein so differenziertes Psychogramm gelungen. Sein tiefgründigster Roman." Susanne Kunckel, Welt am Sonntag, 06.03.2005 "Da ist er wieder, der Großmeister des schwedischen Krimis. "Tiefe" heißt das neue Werk von Henning Mankell, in dem er uns in die Abgründe der Meeres und der Seele blicken lässt. Ein heftiger Stoff. Von einem Erzähler, dessen Sprachmacht dem Bösen gewachsen ist." Brigitte, 15. März 2005 "... ein ambitioniertes und in jeder Hinsicht profundes Buch über die Untiefen der menschlichen Seele." Denis Scheck, Tagesspiegel, 10.04.2005 "Eine ebenso düstere wie packende Geschichte, welche die Facetten des Bösen im Menschen wie in seinen Handlungen zu erspüren versucht." NZZ, 28. / 29. 5. 2005 "Henning Mankell versteht sich ausgesprochen gut auf die Abgründe der menschlichen Seele, das weiß man, wenn man den einen oder anderen seiner Kriminalromane gelesen hat." Kolja Mensing, F.A.Z., 30.04.2005

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Colin Wood TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Dieses Buch ist fesselnd, es hat mich sehr beeindruckt und fasziniert. Es ist sehr spannend, düster und depressiv, darin steht es den Wallander-Krimis in nichts nach. Das Besondere an diesem Buch ist, dass es weitgehend aus der Sicht eines zunehmend verabscheuungswürdigen Menschen erzählt wird, dessen abgrundtief schlechter Charakter kaum zu übertreffen ist. Dieser Mensch, ein Seevermesser, vermittelt von außen betrachtet den Eindruck, im Laufe der Handlung immer mehr seinen Realitätssinn zu verlieren, und gleichzeitig betreibt er sehenden Auges sein schlimmes, böses, falsches Spiel. Als Leser müsste man sich aufregen und wütend auf ihn sein, doch sein Verhalten macht so fassungslos, dass man wie paralysiert neben sich steht und permanent die Luft anhalten möchte. Er spielt ein grausames Spiel mit zwei Frauen, die er m. E. beide nicht liebt. Wenn er von seiner Ehefrau spricht, nennt er sie stets bei ihrem vollen Namen, Christina Tacker, was eine merkwürdige Distanz des Paares zueinander zeigt. Er bringt sie häufig mit den Porzellanfiguren, welche sie sammelt, in Verbindung. Fast scheint es, als ob er sie selbst wie einen ebensolchen toten Gegenstand betrachtet. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass er sie aus rein gesellschaftlichen Gründen geheiratet hat, um sein eigenes Ansehen zu steigern und sein berufliches Fortkommen positiv zu beeinflussen. Die andere Frau, Sara Frederika, lebt allein auf einer Schäre weit draußen in der Ostsee und wünscht sich sehnlichst weg von dort. Dabei könnte er ihr helfen. Das gibt ihm eine gewisse Macht über sie. Vielleicht ist es das, was ihn so an ihr fasziniert, dass er eifersüchtig über sie wacht. Auch den meisten anderen Menschen begegnet er mit innerer Kälte und Distanziertheit. Dabei gibt er sich nach außen anders, wohl wissend, dass er sein wahres Ich nicht zeigen kann.

Dies ist kein schönes Buch, aber eins, das sich zu Lesen lohnt, weil es herausragt aus dem Angebot. Gerade wenn man schon viel gelesen hat, erlebt man immer wieder einmal ein déjà vu des gleichen Themas in anderer Verpackung. Bei Tiefe ist das nicht so. Mir wurde häufig beinahe schlecht beim Lesen von so viel Skrupellosigkeit und einem Verhalten, von dem man sagen würde, dass es nur einem kranken Hirn entspringen kann. Gleichzeitig war ich so gefangen von diesem Buch, dass ich die Lektüre kaum unterbrechen mochte und wie besessen las. Es ist kafkaesk, aber aus der Person heraus, nicht von außen, und kein Buch für jeden Leser; man muss wissen, was man mag und was man sich zumuten kann.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Henning Mankell lässt seine Fangemeinde warten auf eine Fortsetzung seiner Krimiserie um Kurt Wallander, seine Tochter und deren neuen Freund. Statt dessen präsentiert er sich mit seinem neuen Roman „Tiefe" als ein Chronist der menschlichen Seele.
Lars Tobiasson-Svartmann ist Marineoffizier und Seevermessungsingenieur, ein Mann, der sich aufs Abstandmessen und aufs Abstandhalten versteht, auch in seinen Beziehungen zu anderen Menschen. Der Erste Weltkrieg hat gerade begonnen, in der Ostsee bekämpfen sich russische und deutsche Schiffe, während die schwedische Marine neutral bleibt. Lars Tobiasson-Svartmann hat den geheimen militärischen Auftrag, die Fahrwasser in den Schären neu auszuloten.
Er trifft eines Tages auf einer der äußersten Schären eine einsam lebende Frau. Von diesem Augenblick an gerät sein Leben aus den Fugen. Er, der sein Leben lang von einer Tiefe träumt, die nicht auszuloten ist, er, der jeden Abend mit seinem Lot schlafen geht, um nicht aus dem Lot zu geraten, entdeckt in sich eine Tiefe, die einem höllischen Abgrund gleicht, der ihn vor nichts, auch nicht vor Mord und Gewalt zurückschrecken lässt.
„ Ich suche nach etwas, nach einem Boden, den es nicht gibt, weder im Meer noch in mir selbst", lässt Mankell seine Hauptfigur gegen Ende des Buches nachsinnen.
Mankells Sprache ist noch dichter, noch ausdrucksvoller geworden, gut unterstützt durch seine Übersetzerin Verena Reichel. Die Aufteilung in 206 Kapitel auf insgesamt 380 Seiten gibt dem Buch eine ganz eigene Spannung und Dramatik.
Obwohl die Handlung an den Anfang des letzten Jahrhunderts gelegt wurde, hat der Roman eine aktuelle Botschaft: hinter äußerem Schein und allerlei „Messinstrumenten" und sogenannten objektiven Daten verbirgt sich in mancher menschlichen Seele ein tödlicher Abgrund.

Ein wunderbares Buch, das mich aber dennoch mit noch größerer Erwartung auf die nächste Fortsetzung seiner Wallander-Reihe erfüllt.

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25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Karl-Heinz Heidtmann TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Vielen ist Hennig Mankell als Krimiautor der Kommissar-Wallander-Reihe bekannt, manche kennen seine afrikanischen Bücher, wenige seine Kinderbücher.

Nun legt Mankell noch eine vierte Variante obendrauf: Er erzählt die Geschicht des Seevermessers Lars Tobiasson-Svartman in der Zeit des Ersten Weltkrieges. Ein historischer Roman also, wenn man so will. Soweit zum Inhalt in aller Kürze.

Mankell spielt bewusst mit dem Titel. Der Leser erfährt nicht nur, wie es sich mit den Tiefen und Untiefen des schwedischen Schärengartens verhält, sondern bekommt vielmehr einen erschütternden Einblick in die ungeahnten dunklen Tiefen der menschlichen Seele - und in dieser Hinsicht ist "Tiefe" ein typisches Mankell-Buch.

Auch wenn man bei Mankells Werken gewiss nicht von "großer Literatur" sprechen kann, verdienen die meisten Bücher dennoch fünf Sterne. So auch dieses. Denn während zum Beispiel Autoren wie Theodor Fontane, Thomas Mann oder Heinrich Böll (um nur mal einige deutsche Auroen zu nennen) Werke von bleibendem literarischen Wert schrieben und auf diese Weise zu Recht Weltruhm erlangten, fehlt diesen - seien wir doch mal ehrlich - doch oftmals die "Spannung".

"Tiefe" möchte man nicht mehr aus der Hand legen und in einem Tag durchlesen. Nur wenige Autoren schaffen es, durch Erzählstil und Aufbau ihrer Bücher, den Leser vom ersten Moment an zu fesseln.

Warnung: So mancher wird bei der Lektüre dieses Buches mit Sicherheit um seinen (Tief-) Schlaf gebracht werden und sich nächtens unruhig im Bett wälzen. Also am besten am Wochenende damit anfangen!

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Die neuesten Kundenrezensionen
Fesselnd und beeindruckend!
Als Mankell-Fan kann ich mich der Rezension von Colin Wood nur anschliessen.
Es ist für mich das beeindruckendste Schriftstück, was Henning Mankell je geschrieben... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Fred Andersen veröffentlicht
Mühsam
Im Gegensatz zu "der Chinese" üder den sich einige Leser ziemlich beschweren, fand ich dieses Buch sehr, sehr mühsam zu lesen. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Intuition veröffentlicht
Tiefe Henning Mankell
Ich bin begeistert, wie eigentlich von jedem seiner Bücher. Henning Mankell wird mein Lieblingsautor bleiben - Krimis- - Geschichten aus und über Afrika - einfach genial.
Vor 7 Monaten von Anke Panin-Abu veröffentlicht
Bislang der schwächste Mankell
Ich bin absoluter Mankell Fan. Habe alles von ihm gelesen. Aber "Tiefe" ist leider eine Enttäuschung . Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Bette Davis veröffentlicht
Anders
Es war mal ein ganz anderer Mankell wie ich ihn sonst von ihm mag, war mir zu melancholich und traurig.
Seine Kriminalromane sind um längen besser finde ich.
Vor 9 Monaten von Commerzbank veröffentlicht
Tiefe
Henning Mankells "Tiefe" ist ein düsteres Buch. Lars Tobiasson-Svartman vermisst die Meerestiefen, damit die Flotte des schwedischen Militärs gerüstet ist, um evtl. Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Ritja veröffentlicht
Ein Abgrund
Über die Handlung gib es nicht mehr zu sagen, als in der Kurzbeschreibung schon steht. Daher komme ich direkt zu meiner inhaltlichen Bewertung. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. Mai 2010 von Bill Asch
Extrem Langweilig
Das Buch war wirklich langweilig .
Ich muß dazu sagen, dass ich Fan von Mankell bin. Ich habe alle Kommissar Wallander Krimis verschlungen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. April 2010 von J. ahlrichs
Wie viel Grausamkeit kann man als Leser aushalten?
Der Roman "Tiefe" von Henning Mankell ist einer der dichtesten, grausamsten und depressivsten Bücher, die ich je gelesen habe. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. Februar 2010 von Regenfisch
Tiefe
Schwere Kost bin es anders von Henning Mankell gewohnt.
Es ist alles sehr langgezogen, eintönig und langweilig.
Veröffentlicht am 18. Januar 2010 von annika
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