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In der Tiefe des Lichts. Mystery-Thriller
 
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In der Tiefe des Lichts. Mystery-Thriller [Taschenbuch]

Marc Dochan
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Ein packender Mystery-Thriller mit tiefenpsychologischem Hintergrund.

Umschlagtext

Die Träume, die er nachts erlebt, wiederholen sich am Tage. Fast jede Nacht träumt Martin Fletcher von Ereignissen, die sich in der Zukunft ereignen. Doch nicht jeder seiner Träume entpuppt sich als wahrhaftige Vision, und so erkennt Martin die Wahrheit immer erst dann, wenn es bereits zu spät ist. Als ein grausamer Serienmörder seine blutige Spur durch die Stadt zieht, in der Martin lebt, beschließt er, den Kampf gegen das Schicksal aufzunehmen und dem ermittelnden Detective zu helfen. Doch welche Motivation steckt hinter den Morden, und in welcher Verbindung mit den Ereignissen steht Martins Traum, der er bereits Wochen zuvor gehabt hatte? Ihm bleibt nicht viel Zeit, der Wahrheit auf die Spur zu kommen, denn das nächste Opfer ist bereits in Sicht, und es ist womöglich jemand, der ihm nahesteht...

Über den Autor

Marc Dochan wurde 1978 in Frankfurt am Main geboren. Nach Abitur und Zivildienst begann er ein Studium der Anglistik und Germanistik für das Lehramt der gymnasialen Oberstufe. Seit Jahren ist er schriftstellerisch tätig. Der vorliegende Roman ist seine zweite Buchveröffentlichung.

Auszug aus In der Tiefe des Lichts von Marc Dochan. Copyright © 2004. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Gerade als er den Kopf hob, um noch einmal die endlose Dunkelheit zu betrachten, die ihn wie ein schwarzer Mantel verbarg, beschützte und gleichzeitig in die Isolation trieb, sah er ein Funkeln mitten im Raum. Als hätte jemand mit einer hauchdünnen Nadel ein Loch in den Mantel gestochen, durch das jetzt winzigste Mengen an Licht ins Dunkel drangen. War das der Beginn einer Antwort? Oder bloß ein neues Geheimnis dieses Ortes, daß er lüften sollte? Und obwohl die Chance auf ersteres mehr als gering war, beschloß er, daß es den Versuch wert sei.
Langsame Schritte brachten ihn dem Ziel näher und obwohl er dabei wahrscheinlich nur minimale Entfernungen zurücklegte, wurde das Licht mit jedem Schritt heller und....aggressiver. Er fand kein besseres Wort für das was er sah.
Seine nächste Bewegung brachte ihn wohin er wollte. Obwohl es stockdunkel war, bemerkte er, wie der Ort begann sich zu drehen und er mit ihm. Schwindel packte ihn, ergriff von ihm Besitz und zog ihn in einen Strudel, der genau so schnell stoppte, wie er begonnen hatte. Instinktiv schaute er nach unten. Ein Blitzen und Blinken schien in sein Auge und er erkannte eine Art Kristall, der Licht reflektierte, das nicht da war. Doch es verwunderte ihn nicht weiter.
Mit einem Griff packte er den kleinen Edelstein, der sich bei näherer Betrachtung als Diamant erwies. Mit einem innigen Blick sah er auf das wertvolle Stück, das hier jedoch keinen materiellen Wert besaß, dafür aber einen tieferen Sinn. Es mußte einfach einen haben.
Plötzlich und ohne jede Vorwarnung schoß ein greller Blitz aus seiner Stirn und schlug in den Diamanten ein. Der Edelstein fiel aus seiner Hand auf die Stelle, von der er ihn aufgehoben hatte.
Eine merkwürdige Bewegung fand in ihm statt, fast so, als wolle ein Küken die Eierschale durchbrechen und eine seltsame aber zugleich faszinierende Metamorphose vollzog sich mit dem Stein. Er verformte sich, wurde größer, bekam Masse, mehr Substanz und nahm zwischenzeitlich groteske Formen an, bevor eine gesichtlose menschliche Figur vor ihm stand. Sie regte sich nicht, genau wie er und im selben Moment, in dem er sie berühren wollte, verschwand sie vor seinen Augen, bevor seine Hand sie erreichte.
Er drehte sich um, starrte in alle Richtungen und fand sie schließlich weit entfernt, an einer Stelle, zu der er bisher noch nie vorgedrungen war. Begierig darauf sie berühren zu können, lief er schnellen Schrittes los und bemerkte zu seiner Enttäuschung, daß das was er sah, nie das gewesen war, was er hatte erreichen wollen.
Stattdessen erkannte er die Umrisse einer menschlichen Person, weiblichen Geschlechts, wie er beim Nähertreten feststellte. Ihre Haare waren brünett und reichten bis zur Hüfte, ihr Gesicht war Schemen. Sie schien ihm nackt zu sein, doch je dichter er kam, desto mehr erkannte er ein hauchdünnes Gewand, daß nichts verbarg und doch den ganzen Körper bedeckte. Seine Blicke konnten sich jedoch nicht von ihren Augen lösen. Sie waren das einzige, was aus ihrem Gesicht hervorschien. So gefühlvoll, so einfühlsam. Er hätte in ihnen versinken können und sein Spiegelbild funkelte aus ihnen hervor. Ihre Hände waren schmal, zart und übten eine nahezu magische Anziehungskraft auf ihn aus.
Wie die Statue zuvor, spürte er tief in sich das Verlangen, sie zu berühren. Er streckte seine Hand nach ihrer Schulter aus, die sie ihm zuerst entzog, seine Berührung aber schließlich doch zuließ.
Zeitgleich mit der Berührung riß ihre Haut unter seinen Fingern auf, doch kein Blut sondern gleißendes Licht trat aus den Wunden hervor und blendete ihn, während die Strahlen nach und nach ihren Körper durchbohrten, um aus dem Menschen ein strahlendes Leuchtfeuer zu formen. Doch vor der endgültigen Verwandlung verschwand das Licht und sie zersprang in tausend Teile, die sich um ihn herum verteilten und entzündeten, bis sie vollständig zu Asche verbrannt waren. Allein ihr Haarschopf blieb zurück, zu dem er sich niederkniete um ihn zu nehmen, als aus ihm spontan ein sprühender Dampfstrahl hervorschoß, der ihn immer mehr umhüllte, bis seine Sicht vollends verschwand.
Eigentlich hätte er Schmerz empfinden sollen, aber er spürte weder Wärme noch Kälte, die von der Wolke hätten ausgehen müssen.
Als sich der Nebel lichtete fühlte er eine unbekannte Leichtigkeit. Sein Körper schien sich jeder Schwerkraft zu entziehen und auch die Augen mit denen er sah, konnten nicht die seinen sein. Und doch.... Er befand sich im Körper eines Falken und flog und betrachte diesen Ort aus einer völlig neuen Perspektive.
Doch lange dauerte seine Reise nicht. Mit einem Mal bemerkte er, wie etwas sich veränderte, das er nicht genau definieren konnte. Er flog und er sah den Falken, wie er von einem grellen Licht geblendet wurde, das seine Augen traf. Orientierungslos taumelte das Tier zu Boden und blieb liegen. Nicht bewußtlos, nicht tot, denn die letzen Augenblicke mußte es erleben. Ein Schatten trat aus der Dunkelheit hervor und trug mit sich eine doppelläufige Flinte, die er auf den Falken richtete und......abdrückte.
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