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Moviemans Kommentar zur DVD: Eine schöne DVD mit hochwertigem Bild, das von den satten Farben lebt. Der Ton ist gut, hätte aber sicherlich noch etwas besser ausfallen können. Das Bonusmaterial lässt kaum Wünsche offen.
Bild: "Tideland" punktet mit wunderbar gesättigten Farben, die Gilliam nutzt, um die Traumwelt seiner Protagonistin noch ein Stückweit unwirklicher erscheinen zu lassen. Die Farben sind dabei in sich stimmig und perfekt aufeinander geeicht, so dass es zu keinem hässlichen Ausfransen kommt. Rauschen ist nur minimal vorhanden und nicht weiter von Belang. Die Kompression arbeitet sehr hochwertig und lässt nur gelegentlich ganz, ganz leichtes Blockrauschen erkennen. Der Kontrast ist gut, könnte aber noch etwas klarer ausgearbeitet sein. Die Schärfe bewegt sich auf ähnlichem Niveau. Die Vorlage ist perfekt erhalten.
Ton: Der Ton liegt in drei verschiedenen Formaten vor. Allen dreien ist gemein, dass der Effekteinsatz eher zurückhaltend vonstatten geht, was bei einigen Szenen durchaus für Verwunderung sorgt, da der Film deutlich mehr klangliches Potenzial bieten sollte. Dasselbe gilt auch für die DTS-Spur, die in den Dialogen noch etwas weiträumiger aufgezogen ist und den anderen beiden Tonspuren somit überlegen daherkommt. Die Sprachverständlichkeit gibt sich aber in der Regel problemlos.
Extras: Concorde hat hier ein schönes Bonuspaket geschnürt. Kernstück bildet die gut 40 Minuten lange Dokumentation "Getting Gilliam", die sich ausführlich mit der Enstehung des Films, den Gilliam noch vor Fertigung des Endschnitts von "The Brothers Grimm" inszenierte, beschäftigt. Das Making Of geht nur lächerliche fünf Minuten. Die entfallenen Szenen haben eine Laufzeit von ca. 6 Minuten und sind nett, aber nicht essenziell. Die B-Roll bietet Impressionen von den Dreharbeiten, ist aber ziemlich langweilig, da sie unkommentiert bleibt. Es gibt noch ein paar Interviews - die meisten als Texttafeln, eines aber auch gefilmt - und eine Featurette zu den Green-Screen-Aufnahmen. Sehr interessant gestaltet sich außerdem der Audiokommentar von Terry Gilliam und Tony Grisoni. --movieman.de
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Hin- und hergerissen ...,
Von
Rezension bezieht sich auf: Tideland [2 DVDs] (DVD)
Sekündlich schwankt meine Meinung zu diesem Film von 1 bis 5 Sterne, deshalb wähle ich die goldene Mitte. Terry Gilliam hat als Teil von Monty Python Weltruhm erlangt und schuf u.a. mit Brazil Meilensteine des Kinos.Doch zuletzt wurden seine Drehbücher immer abgefahrener, entgleisten vielfach in einen wahren Sturm aus Bildern, hinter dem eine stringente Handlung leider zurückstehen musste. So ist auch Tideland mit der wahnsinnig begabten Jodelle Ferland in der Hauptrolle ein Reigen aus übersinnlichen und surrealen Bildern, eine Aneinanderreihung aus Wahnsinn, Verdrängung und kindlicher Fantasie, aber das allein reicht nicht aus für einen guten Film. Zudem spielt der Film teils etwas ungeschickt mit verschiedenen Tabuthemen, ohne sie in den Mittelpunkt zu rücken, aber doch so offensichtlich und stetig, dass man sich etwas mehr Tiefe erwartet hätte. Die Leistung der Schauspieler, Kamera und Spezialeffekte sind durchweg nicht zu beanstanden, Jeff Bridges scheint einen Abgesang auf seine Verkörperung von 'the Dude' anzustimmen und Janet McTeer, die mir bis dato noch nicht unterkam, spielt die Rolle der verrückten Landeule mit schier ent- und verrückter Begeisterung. Am Ende bleibt man als Zuschauer verwirrt und ratlos zurück, zutiefst beeindruckt von den Bildern, abgestoßen von der wenigen Handlung und vielleicht auch etwas überfordert von all den Dingen, die Terry Gilliam in diesen Film packen wollte. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Nicht ganz das, was man sich erwartet,
Von
Rezension bezieht sich auf: Tideland [2 DVDs] (DVD)
Der Film verlangt hauptsächlich eines: Einfühlungsvermögen. Auf diese Tatsache wird vom Regisseur vor Beginn der "Vorstellung" hingewiesen - wahrscheinlich ein absolutes Novum in der Filmgeschichte. Allerdings dürften es die wenigsten Zuschauer schaffen, sich so auf das Werk einzulassen, wie sich Terry Gilliam das wünscht.Die Welt der Hauptfigur Jeliza-Rose ist düster und abgedreht, was durch gute Kameraführung und Farbgebung sehr wirkungsvoll unterstrichen wird. Das im Großen und Ganzen auf musikalische Untermalung verzichtet wird, tut ein Übriges dazu, die bedrückende Atmosphäre zu verstärken. Ebenfalls stark sind die schauspielerischen Leistungen. Woran es dem Film mangelt ist eine spannende Erzählweise. Während man zusieht wartet man ständig darauf, dass etwas passiert. Das tritt aber nur in einigen wenigen Momenten ein, ansonsten plätschert alles vor sich hin und setzt zum Teil auf Ekeleffekte, zum Teil auf Selbstgespräche der Hauptdarstellerin, die seltsam inhaltsleer wirken. Auch ist der Streifen - so seltsam das klingen mag - zu "realistisch". Es sind zwar durchaus surreale Elemente enthalten, es gibt jedoch keine "Fantasy-Elemente", die man nach Ansehen des Covers und Lesen der Inhaltsangabe eigentlich erwartet. Die beste Figur im Film (neben dem von Jeff Bridges wie üblich grandios gespielten Noah) ist der geistig zurückgebliebene Dickens. Ab dessen ersten Auftritt sehnt man sich nach weiteren Szenen mit ihm, die zum Teil aber nicht unumstritten sind - vor allem die Ausschnitte, die eine sexuelle Konnotation zwischen ihm und Jeliza-Rose andeuten. Diese Szenen gehen aber über die "Andeutung" nicht hinaus. Die Bewertung des Filmes ergibt sich aus einem großen Plus bei Darstellern, Farben und Kulissen (obwohl man ähnliche schon in vielen Horrorfilmen gesehen hat). Negativ fällt die Erzählweise auf, bei der man völlig auf sich allein gestellt ist. Es gibt nicht einmal Andeutungen, welchen Zweck das Ganze überhaupt hat. So kann der Film weder schockieren noch zu einer tiefergehenden Auseinandersetzung anregen - es fehlt einfach das gewisse Etwas. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
vor allem ein sehr trauriger Film,
Rezension bezieht sich auf: Tideland [2 DVDs] (DVD)
Kritikwürdig, aber doch ein echter Gilliam...... Im Grunde ist das meiste von den Vorrezensenten schon gesagt worden. Witzig fand ich persönlich den Film nicht. "Morbide" kommt der Sache zwar näher, trifft es aber auch nicht wirklich. Die Ekelszenen sind zu ästhetsch in Szene gesetzt, um zu schocken, und dann wieder so ausgewalzt, dass der Effekt irgendwo zwischen quälend und langweilig ist. Ich konnte zwar irgendwie sehen, worauf Gilliam hinaus wollte mit all diesen Tabu-Brüchen, aber wirklich gelungen finde ich das Ganze nicht. Aber ich wollte eine Sache anmerken, die seltsamerweise bisher niemand gesagt hat : Dies ist ein unglaublich trauriger Film.
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