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Es war nicht der Hinweis auf den gewonnenen Award, der meinen Freund dazu veranlasste, mir dieses Kochbuch zu schenken. Viel eher wollte er mich damit an gemeinsame Zeiten im Tessin erinnern, haben wir doch etliche der erwähnten Plätze besucht, unsere Bäuche gefüllt und die Brieftaschen geleert. Denn seit die Sonnenstube der Schweiz Anziehungspunkt für die Bewohner nördlich vom Gotthard geworden ist, erinnert nichts mehr daran, dass Tessiner Kinder sich in Mailand als Kaminfeger verdingen mussten, weil zu Hause der Hunger regierte. Die Geheimtipps sind also kein Synonym für günstig essen. Aber es geht den Autoren ja auch nicht darum, im kleinen Kanton die letzten Grotti aufzustöbern, in denen man nicht auf Arbeitskollegen oder betuchte Prominente stößt. Marion Michels und Dave Brüllmann wollen ihre Leser einfach auf kleine Streifzüge mitnehmen, Lebenslust vermitteln und Oasen kartografieren. Zudem war es unübersehbar ihre Absicht, einen kulinarischen Reiseführer auf den Markt zu bringen, der punkto Gestaltung neue Maßstäbe setzt. Und in der Tat, verglichen mit diesem Schmuckstück wirken andere Tessinführer wie billige Weihnachtskataloge eines Versandhauses. Das kann ich beurteilen, obwohl ich kein manischer Sammler von Kochbüchern bin und nicht vierundzwanzig Stunden zwischen Küchenutensilien verbringe. Denn meine Lieblingsbuchhandlung führt an die hundert Titel zur schweizerischen Gastro- und Kochszene. Kurz: Die glücklichen Besitzer dieses prämierten Buches werden künftig neue Maßstäbe an Kochbücher stellen. Doch nach diesem Lobgesang für Gestaltung und Konzept doch noch einige Worte zum Inhalt.

Vorgestellt werden 38 Gastgeberinnen und Gastgeber, die in ihren Hotels und Restaurants alles unternehmen, um bleibende Eindrücke zu hinterlassen. Und obwohl sie das so gut machen, dass die Aufmerksamkeit auf sich zogen, werden selbst häufigen Besuchern des Tessins noch Neuentdeckungen geboten. Da das gewählte Layout neben Großformatigem auch kleine Bilder vorsieht, werden auf wenigen Seiten so viele Impressionen geboten, dass man nicht nur die üblichen Postkartenansichten erhält. Schnell bekommt man das Gefühl, dass der Fotograf Dave Brüllmann sein Konzept auf den Ort ausrichtete und nicht einfach einem Raster folgte, dem sich die Objekte zu unterziehen haben. Und so sehen wir im "Eden Roc" von Ascona eben all die vielen Details, die ihm den Ruf eintragen, eines der schönsten Ferienhotels der Schweiz zu sein. Und beim "Grotto Morchino" in Pazzalo wird von der Kamera das Lauschige und Verträumte eines Kastanien- und Buchenwaldes eingefangen. So besonders wie die Bilder sind selbstverständlich auch die Texte. Kurz, informativ und dennoch poetisch wird jeweils das Wesentliche eines Hotels oder Restaurants erfasst. Und weil sich das Buch in erster Linie an ein deutschsprachiges Publikum richtet, wählte der Art Director für die italienischen Formulierung einen kleinen, nüchternen Font, für die deutsche Übersetzung hingegen einen großen und farbigen Schriftsatz, der an handschriftliche Eintragungen erinnert.

Sind die ersten 230 Seiten vor allem für Leser gedacht, die in den Ticino reisen, um sich verwöhnen zu lassen, kommen danach die Köche auf ihre Rechnung. Denn auf fünfzig Seiten geben die vorgestellten Gastgeber jeweils eines ihrer Geheimnisse preis, links auf Deutsch, rechts auf Italienisch. Die Angaben sind präzis, einfach und auf 4 Personen ausgerichtet. Und schaut man sich die Vorschläge genauer an, liegt die Behauptung nahe, dass sich niemand Tessinkenner nennen darf, der bei der Nennung dieser Gerichte nur Bahnhof versteht. Obschon, alle muss man ja nicht kennen.

Mein Fazit: Zu Recht erhielt die Bildbandversion dieses Buches den Titel "Best local cuisine book in Switzerland". Aber da sich Autorin und Fotograf zum Ziel setzten, Gastgeber vorzustellen, ist ihr Buch auch ein Reiseführer der besonderen Art. Und in der schönen Taschenausgabe sogar ein bezahlbarer. Willkommen im Tessin.
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am 3. Mai 2011
Nettes Buch mit schönen Bildern und guten Restauranttips.
Die Auswahl ist begrenzt und es bleiben viele gute Adressen außen vor, das ist wohl das Schicksal.
Oder es liegt daran, dass die Grenzen zur Werbung verschwimmen, weil die Auswahlkriterien nicht transparent sind und nur gelobt wird.
Nachdem das Lob aber bisher zu Recht war, freuen wir uns an verlockenden Tips für Ausflüge in gute "neue" Lokale und haben auch Rezepte nachgekocht.
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am 12. Februar 2013
Für alle Freunde des Tessins ein Muss. Tolle Bilder, leckere Rezepte und viele Informationen über das schöne Tessin. Empfehlenswert !
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