In dieser Schrift werden aus der Sicht des Buddhismus der Sterbevorgang und das Leben zwischen Tod und Wiedergeburt geschildert. Das berühmte "Totenbuch" aus Tibet ist jedoch - anders als man das erwarten mag - ein Ratgeber für das Leben. Wie hochentwickelt die antike tibetische Philosophie ist, wird in dem Vorwort von C. G. Jung deutlich. In Tibet hat man seit vielen Jahrhunderten systematisch erforscht, wie die Art und Weise, in der uns die Wirklichkeit erscheint, von unserem eigenen Denken und Fühlen abhängig ist. Weil man dabei voraussetzungslos vorgegangen ist, können wir auch heute im Westen etwas mit den Ergebnissen anfangen. Die "klassische" Übersetzung von Walter Y. Evans-Wentz ist gut verständlich und stellt, zusammen mit den ausführlichen Erläuterungen, eine hervorragende Einführung in den tibetischen Buddhismus dar.