Tia-Lhor ist der zweite Teil zum Roman
Cvon: Erster Teil des Ushovar-Zyklus, in dem uns der Autor an einer ziemlich gemeinen Stelle "in der Luft" hängen ließ.
Damals konnten wir die toughe Kriegerin "Cvon" begleiten, die sich einem Bürgerkrieg buchstäblich durchzuschlagen versuchte.
Wie im ersten Teil wird die Geschichte auch in "Tia-Lhor" in mehreren Handlungssträngen erzählt, die schließlich am Ende auf - für mich - äußerst überraschende aber immer extrem logische Weise zusammengefügt werden. Kleinigkeiten, die man im ersten und sogar zweiten Teil beinahe überließt, werden zum Schluß entscheidend. In anderen Büchern habe ich so etwas selten erlebt. Die Charaktere, die schon im ersten Teil eine große Stärke des Romans waren, bleiben keine Schablonen, sondern entwickeln sich alle auf faszinierende Weise weiter. Auch der Erzählstil hat die angenehm flüssige, kurzweilige Weise beibehalten. Teilweise ist das Buch extrem düster, teilweise muss man schmunzeln.
Was mich aber wirklich umgehauen hat, war die Begegnung mit den Göttern. Noch nie habe ich einen Autor eine Göttin so beschwören sehen wie in diesem Buch.
Noch ein paar handwerkliche Sachen:
Die Story geht in "Tia-Lhor" auch nahtlos weiter; der Autor macht sich nicht die Mühe,uns mit einer Zusammenfassung des ersten Teils auf den Stand der Dinge zu bringen, wie das in anderen Mehrteilern üblich ist. Mich hat das nicht gestört. Vermutlich hätte ich auch einige Feinheiten verpasst, wenn ich versucht hätte, ausgehend von einer Zusammenfassung das Buch zu lesen. Ohne die Lektüre des ersten Teils sollte man sich an Tia-Lhor also nicht heranwagen.
Gemeinsam mit dem ersten Teil bildet Tia-Lhor - Gott sei Dank - eine in sich abgeschlosse Geschichte. Ein paar Fäden bleiben zwar noch offen - eine Fortsetzung wird es also vermutlich geben - doch sind die für das Ende dieses Buches nicht wichtig.
Noch ein für mich sehr Interessantes Detail ist übrigens das 2,5 (Ja, zweikommafünf) Figuren in Tia-Lhor schon als winzige Nebendarsteller im ersten Roman des Autors
Elfenmond (Book on Demand) vorkamen