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Thy Kingdom Gone
 
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Thy Kingdom Gone

Flowing Tears Audio CD
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Audio CD (14. November 2008)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Plastic Head (Soulfood)
  • ASIN: B001F576L0
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 85.281 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

 
1. Orchidfire
2. Pain Has Taken Over
3. Rain Of A Thousand Years
4. Grey
5. Thy Kingdom Gone
6. Words Before You Leave
7. Miss Fortune
8. Colossal Shaped Despair
9. Kismit
10. For My Enemies
11. Souls Of The Neon Reign
12. The War We Left Behind

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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
4 Jahre war es still um Flowing Tears wo man sich teilweise schon Sorgen machen musste ob es die Band überhaupt noch gibt. Nachdem im letzten Jahr auch noch bekannt gegeben wurde dass man sich von Century Media getrennt hat hab ich mich ernsthaft gefragt wie es nun mit dieser tollen Band weitergeht, zumindest beruhigte die Band ihre Fans indem sie gleichzeitig ankündigten dass dies nicht das Ende der Band ist, ein Livemitschnitt von einer Semiakutiktour kommen wird und man bereits an neuen Songs schreibt. Mit "Invanity" erschien dann auch noch im letzten Jahr das besagte Livealbum das wirklich großartig ausgefallen ist und die Songs von Flowing Tears teilweise in einen neuen Licht erstrahlen ließ und nun liegt endlich das neue Studioalbum vor wo ich sehr gespannt war in wie weit dieses an das letzte Studioalbum "Razorbliss" von 2004 anschließt.

Und Flowing Tears überraschen auf "Thy Kingdom Gone" mit einer Härte und Intensität die ich so nicht erwartet hätte, "Razorbliss" klang ja schon im Vergleich zu "Jade" und "Serpentine" rockiger und härter aber "Thy Kingdome Gone" klingt nochmals um einen Zacken härter und vor allem "dunkler". Das großartige Cover von Seth Siro Anton der auch schon das Artwork des letzten Moonspell Werkes "Night Eternal" entworfen hat kündigt dies eigentlich fast an, der Opener von "Thy Kingdom Gone" "Orchidfire" beginnt noch mit ruhigen Pianoklängen aber bereits nach wenigen Sekunden setzen donnerte Gitarren ein wo man von der neu gewonnen Härte der ganzen Band überrascht wird. Bereits hier merkt man dass sich Flowing Tears von anderen sogenannten Female Fronted Gothic Bands abhebt das liegt zum einen daran dass man sich vermehrt an älteren Material der Gothic Metal Pioniere Paradise Lost, My Dying Bride, Moonspell, Tiamat oder Anathema orientiert und zum anderen an der großartigen Helen Vogt, die im Gegensatz zu einer Sharon (Within Temptation), Liv Kristine (Leaves Eyes), Tarja (Ex-Nightwish) bzw. der jetzigen Nightwish Sängerin Anette, Lisa (Ex-Xandria), Simone (Epica) oder Floor Jansen (After Forver) nicht in Höhen trällert sondern sich auf dunklen, tiefen und rockigen Gesang konzentriert. Mal singt sie aggressiv, dann setzt sie Flüstergesang ein (erinnert in "Orchidfire" ein wenig an Moonspell Frontmann Fernando der auch gerne Flüstergesang einsetzt) um nur kurz danach wieder mit ihrer melodischen tiefen Stimme den Hörer zu verzaubern. Dieser eher "dunkle" Gesang mag vielleicht nicht jedermanns Sache sein, passt aber tausendmal besser zu der Musik von Flowing Tears wo das Intro des zweiten Songs "Pain Has Taken Over" an alte und selige Paradise Lost Zeiten (Icon, Draconian Times) erinnert. Flowing Tears zeigen dass man auch heutzutage Gothic Metal spielen kann ohne klischeehaft zu klingen und auch wenn die Band härter und dunkler klingt hat sie nicht verlernt großartige Songs zu schreiben deren Refrains gleich ins Ohr gehen, "Orchidfire" und "Pain Has Taken Over" sind bereits solche Songs. Mit "Rain Of A Thousand Years" geht es weiter und Flowing Tears setzen hier noch einen drauf und das obwohl bereits die ersten beiden Songs wahre Perlen sind. "Rain Of A Thousand Years" ist eine wahre Hymne, etwas langsamer im Vergleich zu den ersten beiden Songs aber dennoch ein harter und schleppender Track der ein wenig was von My Dying Bride hat. Aber alleine Helen Vogt sorgt dafür dass Flowing Tears ein eigenes Flair besitzen, hier holt sie wirklich alles aus ihrer Stimme raus, seien es kurze rauere, aggressive Parts, Flüsterparts oder einfach melodischer, dunkler Gesang. Helen ist ja eigentlich erst seit "Razorbliss" die Sängerin der "fließenden Tränen" wo sie Vorgängerin Stefanie Duchéne ersetzt hat aber wenn man sie auf "Thy Kingdom Gone" singen hört war dies eine absolute Bereicherung für die Band, bei allen Respekt gegenüber Stefanie aber was ich gelesen habe ist gerade Helen auch für die härtere Ausrichtung der Band verantwortlich während Stefanie nicht so ein großer Fan von härteren Klängen war. Hier und da klingen die beiden Damen ja recht ähnlich da sie sich beide auf dunklen Gesang konzentrieren aber Helens Stimme klingt etwas kraftvoller und rockiger das zeigt sie auch beim nächsten Song "Grey" der quasi zweigeteilt ist -> in der ersten Hälfte ein sehr rockiger und schneller Song mit einen Refrain der sehr eingängig klingt wo aber dann etwa in der Mitte nach einen spontanen Break Akustikparts einsetzen und in einen sehr atmosphärischen Part münden bevor es dann wieder schneller wird und in einen vielschichtigen, schweren Ende übergeht dass einmal mehr an alte My Dying Bride oder Paradise Lost Zeiten erinnert.
Weiter gehts mit den Titelsong und hier überraschen Flowing Tears mit einen Gastsänger der den Song fast im Alleingang singt und zwar ist dies niemand anders als der Samael Sänger Vorph. Unnötig zu erwähnen dass alleine dadurch das ganze wie ein typischer Samael Song klingt: dunkel, hart und irgendwie "böse" was natürlich an den großartigen Vorph liegt dessen Stimme einfach unverkennbar ist, Helen ist nur kurz zu hören aber gerade diese Rollenaufteilung macht den Song sehr interessant.
"Words Before You Leave" hat die schwere Aufgabe das Niveau des Titelsongs zu halten und das meistert diese Song mit bravour, der Song zeigt Flowing Tears einmal mehr von ihrer atmosphärischen aber auch dynamischen Seite der einmal mehr einen mitreißenden Refrain besitzt. Die Keyboardparts zeichnen den Song aus aber die Gitarren kommen keineswegs zu kurz, ganz im Gegenteil, und nachdem der Titelsong im Zeichen von Vorph stand ist es hier wieder Helen die alle ihre Stärken zeigt. Wenn sie den Part "Hate me, forsake me, for certain is my fall" mit einen fast schon "rauchigen" und aggressiven Ton singt ist dies wohl ein ganz eigenes Highlight wo man Gänsehaut bekommt.
Mit "Miss Fortune" folgt der wohl ungewöhnlichste Song der schon was von Singer / Songwriternummern im Stile von Nick Cave hat, beginnt der Song nur mit Klavier und Helens Gesang wobei das Klavier einen astreinen Walzer Takt vorgibt. Nachdem dann im Mittelpart die Gitarren und die ganze Band einsetzt und einen harten Refrain einleitet lässt man "Miss Fortune" mit den Walzer spielenden Klavier ausklingen was ungewöhnlich aber auf seine Art und Weise sehr genial klingt.
"Colossal Shaped Despair" ist ohne Zweifel der "Doom Song" des Albums schlechthin der sehr langsam, schleppend und atmosphärisch klingt und einmal mehr wird hier My Dying Bride gehuldigt wobei man durch das kurze Sprechsample in der Mitte des Songs auch an "Forver Failure" von Paradise Lost erinnert wird. Helen singt hier teilweise tiefer denn je was den Song umso mehr doomiger und genialer klingen lässt.
"Kismet" ist neben "Miss Fortune" der zweite ungewöhnliche Song auf "Thy Kingdom Gone", hier klingen Flowing Tears sehr experimentiell. "Kismet" beginnt sehr ruhig und sphärisch und wurde mit einen teilweise fast schon Trip-Hop artigen Beat im Stile von Massive Attack unterlegt, der Song steigert sich aber dann gegen Ende zu einen sehr düsteren und schweren Track wo die gesampelten Schreiparts eine wahre Gänsehaut verursachen. "Kismet" ist wohl der antmosphärischste Song von Flowing Tears überhaupt den Tiamat und Anathema nicht besser hinbekommen hätten, wobei man durch den Trip-Hop artigen Beat den "kleinen Bruder" von Anathema nämlich Antimatter etwas näher ist.
Nach diesen wunderbaren Song folgt mit "For My Enemies" wiederum der härteste und schnellste Track des Albums wo die schnellen Gitarrenparts auch jeder Power Metal Band gut zu Gesicht stehen würden, das Tüpfelchen auf den i ist aber hier einmal mehr Helen die im Refrain auch Death Metal artigen Growlgesang einsetzt was wohl viele überraschen wird. Im Gegensatz zu Xandria wo Lisa in "Firestorm" gerade mal wenige Sekunden Growlgesang einsetzt, wechselt Helen im Refrain von "For My Enemies" allerdings mehrmals zwischen Growlgesang und "normalen" Gesang der hier ebenfalls sehr aggressiv klingt da bin ich sehr gespannt wie Flowing Tears diesen Song live umsetzen werden. Apropro, wenn ich höre wie Helen solche Parts in "For My Enemies" präsentiert, kann man auch sehr gespannt darauf sein wie der Titeltrack von "Thy Kingdom Gone" live klingen wird. Ich denke mal dass Vorphs Gesang eventuell nicht von Band kommen sondern die gute Helen das gute Stück im Alleingang live singen wird, was sicherlich ein geniales Erlebnis sein sollte, auf "For My Enemies" zeigt Helen sehr wohl dass sie in der Lage ist auch mit Growlgesang zu überzeugen.
Auf "Souls Of The Neon Rain" wirkt wiederum ein Gastsänger mit, hier singt Helen den Song im Duett mit Sascha Blach der mir unbekannten Band Transit Poetry, der diesen Song aber absolut zu was besonderen macht. "Souls Of The Neon Rain" ist ein sehr hymnischer Song der durch besagten Duettgesang ein wenig was Lacuna Coil hat, wenn ich aber den Song höre bestätigt mich das in meiner Meinung dass ich das letzte Album der Italiener (Karmacode) nicht wirklich ernst nehmen kann. Flowing Tears zeigen hier wie Lacuna Coil hätten klingen können wenn sie sich nach "Comalies" nicht den amerikanischen Markt angebiedert hätten aber dies ist lediglich meine Meinung und tut hier eigentlich nichts zur Sache. "Souls Of The Neon Rain" ist wie gesagt ein sehr hymnischer Song der vom Duett zwischen Helen und der tiefen Stimme von Sascha lebt der auch für einige Growls sorgt. Lesen Sie weiter... ›
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Klanglich 1A 29. August 2011
Von Sascha
Format:Audio CD
Wie toll dieses Album ist, wurde hier schon oft genug geschrieben. Dem schließe ich mich einfach an!

Was aber bisher zu kurz kam, war eine Beurteilung, wie gut oder schlecht die Aufnahme ist. "Jade" und "Serpentine" waren schon grenzwertig und mit "Razorbliss" wurde eine CD abgeliefert, die klanglich wirklich grausig war. In diesem Punkt wohl die schlechteste CD, die ich bisher gehört habe. Unsauber, übersteuert und ohne Dynamik. Das war sehr schade, die Musik an sich war nämlich durchaus gut. Man mag jetzt spekulieren, ob Century Media einfach nur unfähige Leute am Mischpult hatte oder ob der Grund dafür woanders lag.

Neues Label, neues Glück? Beim Album "Invanity" habe ich schon das erste Mal aufgehört, denn dort war die Aufnahme in allen Punkten schon wesentlich besser. Aufgrund der Akustik in der Kirche, konnte man da aber keine eindeutigen Rückschlüsse ziehen. Ich hatte aber Hoffnung! "Thy Kingdom Gone" hat dann wirklich eingeschlagen. Gerade noch "Serpentine" im CD-Player gehabt und dann kam die neue... nanu? Plötzlich so leise? Kurz etwas nachgeregelt und ich war wirklich positiv überrascht. So einen klaren und dynamischen Klang habe ich nicht erwartet. "Thy Kingdom Gone" kann sich durchaus mit den besten Gothic-Platten messen, was die Klangqualität angeht.

Daher volle 5 Sterne!
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dunkel 11. August 2009
Von R. Dolle
Format:Audio CD
ich kann mich den positiven Rezensionen nur anschließen.
"Thy Kingdom gone" ist definitv besser als "razorbliss", das im nachhinein vielleicht etwas zu "easy listening" war, wie es die band selbst beschreibt. Das neue Album ist wesentlich düsterer, melancholischer. Beides steht der Band ausgezeichnet und meiner Meinung nach besser zu Gesicht, selbst wenn der Hitcharakter der einzelnen Songs etwas darunter leidet, denn für "Thy Kingdom gone" gilt, dass man sich dieses Album am besten am Stück anhört, wobei das nicht heißen soll, das die Songs nicht für sich bestehen könnten. Es wirkt einfach alles mehr aus einem Guss.
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