Viele Bassistenprojekte kranken daran, dass man den Eindruck hat, hier will sich einer mal austoben, der sich sonst meist zurückhalten muss. Im Grunde gilt das natürlich für alle Soloprojekte - bei den souveräneren steht aber nicht der Solist, sondern die Musik im Vordergrund. Hier sind es nun gleich drei Bassisten, die sich gemeinsam austoben, und das Ergebnis ist leider recht bescheiden ausgefallen. Das hat zwar einen ziemlich starken Auftakt über die ersten zwei, drei Stücke hinweg, dann auch ein ganz ordentliches Ende in den letzten zwei, drei Stücken, aber was dazwischen geboten wird, grenzt manchmal an Folter der Art, dass drei Bassisten um dich rumstehen, dir ihre Instrumentenhälse entgegenhalten wie Kalaschnikows und gleich darauf aus allen Rohren losfeuern. Will sagen: Das knallt gewaltig ... Natürlich sind alle drei hier versammelten Bassisten nicht nur Virtuosen vor dem Herrn, sondern auch Innovatoren (mindestens mal gewesen). In der Dreierkombination schrumpft das allerdings musikalisch auf das Niveau eines Showcase' - hoch drei. Schade. Was fehlt, sind kongeniale Partner mit anderen Instrumenten (eine derart funky gemeinte CD ohne wirklich guten Drummer? Muss das sein?), die eine Bereicherung hätten sein können. Oder sie hätten sich auf Bass pur beschränkt, wie es zum Beispiel Dave Holland auf dem Kontrabass mit "Ones All" getan hat. Der Titel sagt doch eigentlich alles, oder?