Die hilfreichsten Kundenrezensionen
26 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
It goes THUD! This is not so bad!, 3. Februar 2006
Nach dem großartigen NIGHT WATCH war dieser vergleichsweise schwache Nachfolger in der Reihe der Watch-Romane zu erwarten. THUD! ist jedoch beileibe nicht schlecht, heißt: es ist keineswegs Zeitverschwendung, diese Discworld-Novel zu lesen. Aber mit seinen gelegentlichen Längen und einem plötzlichen und wenig plausiblen Ortswechsel im letzten Drittel kann sich THUD! nicht aus dem Schatten seines mitreißenden, dichten und durchweg spannenden Vorgängers befreien. Dennoch handelt es sich auch nicht bloß um "noch so eine Fortsetzung" oder einen mehr oder minder gelungenen Marketingstreich für das THUD!-Game und Pratchetts Discworld-Kinder-Bilderbuch WHERE'S MY COW? THUD! spricht - wie bei Pratchett nicht anders zu erwarten - erneut einen aktuellen Aspekt unserer "wirklichen", globalisierten und multikulturellen Welt an, der sich im inzwischen ebenfalls multikulturellen Ankh-Morpork widerspiegelt und mit dem sich der Ordnungshüter Vimes und seine ebenfalls multikulturelle Wache zwangsläufig auseinandersetzen müssen. Es geht um das Fremde anderer Kulturen, um den Ballast der Geschichte, um Vorurteile und Konflikte, die aus Unkenntnis der Kultur des jeweils "Anderen" erwachsen, um Fundamentalismus, Integrationsprobleme und die Hoffnung auf eine neue Kultur des Miteinanders. Keine Sorge: Natürlich geht es auch wieder um Mord. Der Kriminalfall, den Vimes und seine Watchmen diesmal zu knacken haben, ist untrennbar mit dem Jahrestag der (prä-)historischen Schlacht von Koom Valley verknüpft, bei der Trolle und Zwerge blutig aufeinandertrafen und welche die uralte Fehde zwischen beiden Rassen durch gegenseitige Schuldzuweisungen der Teilnehmer zementierte. Es ist Brauch, diese Schlacht mit stumpfen und scharfen Waffen nachzuspielen, aber daß dieses Re-Enactment nun in Ankh-Morpork stattfinden soll, paßt Vimes alles andere als in den Kram. Der Mord an einem fundamentalistischen Zwergenführer, einem der Deep-Downer, der allem Anschein nach auch noch von einem Troll verübt wurde, entschärft die Situation keineswegs. Und so wird Sam Vimes, der am liebsten das Pflaster seines Stadtviertels durch die zu dünnen Schuhsohlen spürt, wieder einmal zur Schlüsselfigur eines ehrlichen Maklers in einer Angelegenheit, die die gesamte Discworld angeht. Das ist - trotz der bereits erwähnten Längen gegen Ende - lesenswert und spannend. Und nicht zuletzt geht es in THUD! darum, sich einzulassen auf das Andere. Ein bißchen Toleranz also, wenn ich bitten darf! Und viel Vergnügen.
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Pratchett halt, 21. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Thud! (Discworld Novels) (Taschenbuch)
In der Tradition der letzten Bücher von Terry Pratchett, wirkt auch Thud! weniger abgedreht als viele der älteren Sachen, sondern ernster. Natürlich bleibt der Humor der Scheibenwelt bestehen, und auch der Wortwitz fehlt keineswegs, doch die Themen sind deutlich ernster und werden auch so behandelt. Die Geschichte spielt im Milieu der Wachen, die den meisten Pratchett-Lesern natürlich bekannt sind. Die Charaktere bleiben interessant und vielschichtig, auch wenn man das eine oder andere schon aus älteren Geschichten kennt und sich hin und wieder Wiederholungen einschleichen. Es geht um Konflikte zwischen Völkern, Toleranz, multikulturelle Gesellschaft und die Gründe für uralten Hass. Vimes und die Stadtwache befinden sich natürlich im Zentrum des Geschehens und müssen die Ereignisse um den Mord an einem Zwerg aufklären, bevor die Situation zwischen Zwergen und Trollen eskaliert. Die Geschichte ist spannend erzählt, die Charaktere hinlänglich bekannt und beliebt und der etwas düsterere Anstrich schadet der Scheibenwelt keineswegs. Fazit: Ein guter Pratchett. Vielleicht nicht einer der Besten, aber definitiv oben mit dabei.
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Thud!, 25. Dezember 2005
Ich gestehe, haette ich diese Rezension geschrieben, nachdem ich das Buch zum ersten Mal gelesen hatte, haette ich ihm keine fuenf Sterne gegeben. Aber so geht es mir oefter mit Discworld - Buechern. Es ist haeufig "Liebe auf den zweiten Blick". So auch dieses Mal. Denn beim zweiten Lesen fallen einem die ganzen subtilen Anspielungen auf, die man beim ersten Mal verpasst hat. Oder man entdeckt ploetzlich Pointen, die man zuvor ueberlesen hat. Das Thema von Thud! ist dabei alles andere als witzig, zu sehr erinnert einen vieles an aktuelle politische Probleme. Doch genau das ist es, was den Zauber des Buches ausmacht: Es regt zum Nachdenken an, waehrend es einen (teilweise fast gegen den eigenen Willen) zum Lachen bringt. Ausserdem ist Vimes einer der interessantesten Charaktere ueberhaupt und die Szenen mit seinem kleinen Sohn sind anruehrend. Alles in allem ein sehr gutes Buch, mit dem man vielleicht erst nur langsam warm wird, dass einen dann aber nicht mehr loslaesst.
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