Nun, als WIRKLICHER Toto-Fan, der ALLE Alben im Regal stehen hat, fällt es mir natürlich schwer an dieser Band Kritik zu üben. Zumal die letzten Alben Mindfields und Tambu in meinen Ohren echte Knaller waren. "Through the looking glass" jedoch ist kein Toto-Album. Sicher, auch hier sind sehr schöne Titel vertreten die dem Toto-Charakter nahe kommen (warum hat Lukather eigentlich nicht immer schon gesungen), aber in der Gesamtheit dürfte dieses Album eher dazu beitragen, daß interessierte Hörer künftig KEIN Toto-Album mehr kaufen. Zumal diese Scheibe sogar im TV kräftig beworben wird. Philipps und Paich stehen auf dieser Platte völlig im Hintergrund. Einzig Lukather darf sich kurz austoben und Kimball tritt bei "House of the rising sun" mächtig in Erscheinung. "While my guitar gently weeps" jedoch stellt alles in den Schatten. Wer bei dieser, wirklich stark interpretierten, Nummer behauptet keine Gänsehaut zu bekommen lügt. Dieser Titel ist wahre "ohrale" Befriedigung :-) Jeder dem ich diesen Titel vorgespielt habe, war fassungslos vor Begeisterung. Trotzallem bleibt zu hoffen, daß Toto sich wieder ihrer Wurzeln besinnen, ihre Titel selbst schreiben statt zu covern und uns -dedicated to Jeff Porcaro- das liefern was sie am besten können.