Habe dieses Album geschenkt bekommen und kannte vorher nur "the Burning Red"...
Der unterschied zwischen den oben genannten Alben ist eigentlich (so wars bei mir), das "the Burning Red" gleich zündet und "Through the Ashes of Empires" etwas zeit braucht, da die Riffs etwas komplexer und die Tracks länger sind.
Genauso wars bei mir erst nach einiger Zeit erkannte ich die Genialität des Albums.
Jeder Song dieses Albums hat musikalisch und lyrisch seinen eigenen Charakter, ohne das die Genre Grenzen überschritten werden. Hier wird nicht Abwechslung durch irgendwelche Effekte oder sogar Rap/Sprechgesang geschaffen, dieses Album ist ein reines METAL Album, moderner Stil und klassischer Stil modern interpretiert.
Einfach Moderner Trash Metal zeitlos und genial.
Textlich wiederholt sich dieses Album in keinem der 10 (bzw. 11 Tracks).
Hier werden zwar zum allgemein bekannte Sachen thematisiert, aber Gut rübergebracht (Imperium, Bite the Bullet, Elegy, Vim, all falls down, Descend the Shaces of night ) oder auch Persönlcihe Erlebnisse und Gefühle, ohne schnulzig zu klingen (Left unfinished, in the presence of my
enenmies, days turn blue to grey, seasons wither, wipe away the tears).
Musikalisch bleibt es diesmal, wie schon gesagt, im Metalbereich.
Es sind alle Arten vorhanden von langsam (Elegy, Presence of my Enemies) über Mid-Tempo (Days turn Blue to Grey) bis Up-Tempo (Imperium, Seasons Wither).
zu den Einzelnen Tracks:
-1.Imperium:
Eines der Aushängeschilder des Albums und mit 6:39 einer der längsten Tracks, geiles Riff Feuerwerk mit unterschiedlichen Parts und einem ruhigen Teil in der Mitte, leider kein Solo.
-2.Bite the Bullet:
kurzer knackiger, eingängiger Neo-thrasher mit 3:20 einer der kürzesten, leider auch ohne Solo aber dafür mit gutem Übergangspart am Ende.
-3.Left Unfinished:
5:44 langer Song mit Spieluhr Intro und epischem Outro, insgesammt schneller Track, Pre Chorus ist geil von Double-Bass untermalt, das Solo am Ende spielt Flynn persöhnlich. Lyrisch geht es um die adoption des Sängers, hier gibt er ein "f*** you" an seine leiblichen Eltern.
-4.Elegy:
der Earth song auf diesem Album (3:54). Langsam und athmosphärisch, eher eine der ruhigeren Nummern aber durchaus gelungen, leider kein Solo.
-5.In the presence of my enemies:
mit 7:20 der zweitlängste Track und auch zähste Track, ziemlich langer, langsamer Anfang, dann ein Geiles Solo (ca.1:30) und ein etwas agressiverer und schnellerer Abschlusspart.
-6.Days turn blue to grey:
Etwas ungewohnter Stil. Wird mit einem Bass solo eingeläutet, geht in ein geiles Riff über. Besonders gut ist der Breakdown am Ende des 5:27 langen Stücks, kein Solo.
-7.Vim:
zuerst alls Filler verdächtigt, entwickelt sich aber gegen Ende ziemlich gut durch Breakdown/Solo-Mutation. An den lyrics war auch Basser Adam Duce beteiligt. Playtime 5:11.
-8.Seasons Wither (US-Bonus Track):
Einer der genialsten und auch längsten Songs mit 6:17 Spielzeit. Zuerst kommt ein lauter werdender Intro-Sound der dann in ein Thrash Riff übergeht. Beim Chorus wird etwas vom Gaspedal genommen, später kommt ein ziemlich gutes Gitarrensolo und ein Übergangspart mit klaren Gesangslinien und Background-Gesang. Insgesammt Imperium ähnlich und doch anders aber auf jedennfall mehr als ein Bonustrack. Schade das er nur auf der US-Version erhalten ist.
9.All falls down:
Mit einzelnen Tönen und ruhiger Strophen berginnendt, doch bald sich in ein Rifffeuerwerk verwandelnder Neo-trasher. Chorus ist ein kurzer melodischer Gesang, der Spätere "Ruhe vor dem Sturm Part" ist gut in Szene gesetzt befor es in Gebrüll und Riffing ausartet. 4:28 langes Stück und eines der Highlights. hier kein Solo, was auch nicht von Nöten ist.
10.Wipe away the tears:
Auch hier hatte Duce lyrisch die Finger im Spiel. Dieser 3:53 lange Track ist nicht unbedingt überragend, ist aber gelungen da die "don't give up"- message zur musikalischen Umsetztung passt.
11.Descent the Shades of Night:
Schlusslicht und gleichzeitig eines der Highlights. Mit 7:44 ist diese Semi-akustische Halbbalade, die das Sterben thematisiert, der längster Track.
Akustik-Gitarren Anfang, melodiöser Gesang und ein ein top Gitarrensolo sind hier dabei. Echt gut als Abschluss gewählt.
Alles in allem Top Album und zurecht bei Metalhammer Album des Jahres 2003.
Wie oben erwähnt brauch es allerdings mehrere Durchläufe, wobei Imperium, Left Unfinished und All Falls Down gleich beim ersten mal hängenblieben.
5 Punkte!