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Der Thron der Sieben Königreiche. Das Lied von Eis und Feuer 03.
 
 
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Der Thron der Sieben Königreiche. Das Lied von Eis und Feuer 03. [Taschenbuch]

George R. R. Martin , Andreas Helweg
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (54 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Achtung! Seien Sie gewarnt! Lesen Sie diese Rezension nur, wenn Sie die beiden ersten Bände der Serie (Die Herren von Winterfell, Das Erbe von Winterfell) bereits kennen. Wir übernehmen keinerlei Verantwortung! Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Eddard Stark, der Herrscher über den Norden des Reiches, ist tot. Sein Sohn Robb muss bereits im Alter von fünfzehn Jahren die Verantwortung für Winterfell und die zugehörigen Lehen übernehmen. Robbs Schwestern Sansa und Arya sehen ebenfalls einem ungewissen Schicksal entgegen: Sansa kauert im Schatten des wahnsinnigen Thronfolgers in King's Landing und muss täglich um ihr Leben bangen. Arya ist es gelungen, aus der Hauptstadt zu fliehen, doch es ist ungewiss, ob sie jemals nach Winterfell zurückkehren wird.

Auf dem Thron der Sieben Königreiche sitzt der dreizehnjährige Joffrey Baratheon, der bösartige und unberechenbare Sohn von Robert I. Selbst Königin Cersei, seine Mutter und die eigentliche Regentin, kann ihn kaum noch im Zaum halten. Überall herrscht Bürgerkrieg. Die Fürsten bekennen sich zwar der Form halber zu den verschiedenen Königshäusern, doch jeder verfolgt seine eigenen Ziele.

Selten ist die Fortsetzung einer Fantasy-Serie mit solcher Leidenschaft erwartet worden. Und Martin enttäuscht seine Leser nicht -- im Gegenteil! Nach einem furiosen Auftakt in den ersten beiden Bänden der Serie geht er jetzt richtig zur Sache. Die Vielfalt seiner Charaktere und die Souveränität, mit der er zwischen ihren unterschiedlichen Blickwinkeln wechselt, zeigen ihn auf der Höhe seiner Erzählkunst. Er entwirft einerseits ein großes, fantastisches Gemälde einer abenteuerlichen Welt. Andererseits führt er seine Leser so nahe an seine Figuren heran, dass diese Welt für die Dauer des Lesens zu unserer eigenen wird.

Fantasy-Romane von vergleichbarer Qualität sind rar. Robin Hobb mit ihren "Weitseher"-Serie (Band 1: Der Adept des Assassinen) oder "Das Schwert der Schatten" von J.V. Jones (Band 1: Das dunkle Herz der Nacht) können da vielleicht noch mithalten. Aber seien wir ehrlich: "Das Lied von Eis & Feuer" ist die beeindruckendste Fantasy-Serie um die Jahrtausendwende. --Felix Darwin

Kurzbeschreibung

Die Zeiten sind aus den fugen geraten.

Der Sommer des Friedens und der Fülle, der zehn Jahre währte, neigt sich dem ende zu, und der harte kalte Winter hält Einzug wie ein grimmiges Tier.
Die zwei großen Anführer, Lord Eddard Stark und Robert Baratheon, die lange Jahre den Frieden aufrechterhielten, sind tot. Da erscheint ein verhängnisvolles Omen am Himmel...

Die seit langem erwartete Fortsetzung des alle Dimensionen sprengende Fantasy-Epos in der Tradition von J.R.R. Tolkien.

Über den Autor

George R. R. Martin, 1948 in Bayonne/New Jersey geboren, veröffentlichte seine ersten Kurzgeschichten im Jahr 1971 und gelangte damit in der Science-Fiction-Szene zu frühem Ruhm. Gleich mehrfach wurde ihm der renommierte Hugo Award verliehen. Danach arbeitete er in der Produktion von Fernsehserien, etwa als Dramaturg der TV-Serie "Twilight Zone", ehe er 1996 mit einem Sensationserfolg auf die Bühne der Fantasy-Literatur zurückkehrte: Sein mehrteiliges Epos "Das Lied von Eis und Feuer" wird einhellig als Meisterwerk gepriesen. George R. R. Martin lebt in Santa Fe, New Mexico.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Der Kometenschweif zog sich, einer blutroten Wunde gleich, durch den purpur- und rosafarbenen Morgenhimmel über den zerklüfteten Felsen von Dragonstone.
Der Maester stand auf dem windgepeitschten Balkon vor seinem Zimmer. Hierher kehrten die Raben nach ihren langen Flügen zurück. Die dämonischen Steinfiguren, die sich rechts und links von ihm drei Meter in die Höhe erhoben, ein Zerberus und ein geflügelter Drache, zwei der tausend Figuren auf den Mauern der betagten Festung, waren mit dem Kot der Vögel gesprenkelt. Bei seiner Ankunft in Dragonstone hatten ihm die grotesken Steine ein unbehagliches Gefühl bereitet, doch über die Jahre hinweg hatte er sich an sie gewöhnt. Mittlerweile betrachtete er sie als alte Freunde. Von Vorahnungen erfüllt, beobachteten die drei gemeinsam den Himmel.
An Omen glaubte der Maester nicht. Dennoch hatte Cressen in seinem langen Leben noch keinen Kometen gesehen, der nur halb so hell oder in dieser Farbe geleuchtet hätte, dieser entsetzlichen Farbe des Blutes, der Flamme und des Sonnenunterganges. Er fragte sich, ob seine granitenen Gefährten je einen derartigen Anblick zu Gesicht bekommen hatten. Schließlich harrten sie schon seit Ewigkeiten hier aus und würden noch da sein, wenn er selbst längst von dieser Welt Abschied genommen hatte. Wenn ihre Zungen sprechen könnten . . .
Was für eine Torheit. Er lehnte sich an die Zinne, das Meer toste unter ihm, der schwarze Stein fühlte sich rauh an. Sprechende Figuren und Prophezeiungen am Himmel. Ich bin ein alter Mann, und doch wieder so töricht wie ein Kind. Verließ ihn seine hart erarbeitete Weisheit zusammen mit Gesundheit und Körperkraft? Er war ein Maester, der seine Ausbildung in der großen Citadel in Oldtown genossen hatte und durch Gelübde an diese gebunden war. Was war bloß aus ihm geworden, wenn er dem Aberglauben anhing wie ein unwissender Feldarbeiter?
Und doch . . . und doch . . . der Komet erstrahlte jetzt sogar bei Tag, während grauer Dampf aus den heißen Schloten des Dragonmonts hinter der Burg aufstieg, und gestern morgen hatte ein weißer Rabe Nachrichten aus der Citadel gebracht, Neuigkeiten, die er lange erwartet und dennoch gefürchtet hatte, die Botschaft vom Ende des Sommers. Allesamt Omen. Zu viele, um sich darüber hinwegzusetzen. Was hat das alles zu bedeuten? hätte er am liebsten in den Morgen hinausgeschrien.
»Maester Cressen, wir haben Besuch.« Pylos sprach leise, als wolle er Cressen in seinen ernsten Gedanken nicht stören. Hätte er gewußt, welcher Unsinn dem Maester im Kopf herumging, hätte er sich wohl kaum zurückgehalten. »Die Prinzessin wünscht den weißen Raben zu sehen.« Korrekt wie stets nannte Pylos sie Prinzessin, da ihr Hoher Vater ein König war. König eines rauchenden Felsen im großen Salzmeer, jedoch nichtsdestotrotz ein König. »Ja, sie wünscht den weißen Raben zu sehen. Ihr Narr ist bei ihr.«
Der alte Mann kehrte der Dämmerung den Rücken zu und stützte sich mit der Hand auf seinen geflügelten Drachen. »Helft mir zu meinem Stuhl und bittet sie herein.«
Pylos ergriff seinen Arm und führte ihn ins Innere. In seiner Jugend hatte Cressen einen forschen Schritt vorgelegt, doch inzwischen war er nicht mehr weit von seinem achtzigsten Namenstag entfernt und wankte leicht auf seinen gebrechlichen Beinen. Vor zwei Jahren war er gestürzt und hatte sich die Hüfte gebrochen, und diese Verletzung war nie vollständig ausgeheilt. Im vergangenen Jahr war er erkrankt, und die Citadel hatte – nur wenige Tage, bevor Lord Stannis die Insel abriegeln ließ – Pylos aus Oldtown geschickt. Damit er ihn bei der Arbeit unterstützte, hieß es, aber Cressen wußte um die Wahrheit. Pylos war gekommen, um nach seinem Tod den Platz des Maesters einzunehmen. Er verübelte es ihm nicht. Jemand mußte an seine Stelle treten, und zwar vermutlich früher, als es ihm gefiel . . .
Er ließ sich von dem jüngeren Mann zu seinen Büchern und Schriftrollen geleiten. »Geht und führt sie herein. Eine Dame läßt man nicht warten.« Sein Winken war eine schwache Aufforderung zur Eile, der Mann selbst hingegen war zu Hast nicht mehr imstande. Das Fleisch war runzlig, die Haut dünn wie Papier und mit Altersflecken übersät, und darunter zeichneten sich das Netz der Venen und die Schatten der Knochen ab. Und wie sie zitterten, diese einst so gewandten Hände . . .
Pylos kehrte mit dem schüchternen Mädchen zurück. Hinter ihr folgte in seinem hüpfenden, schlurfenden seitlichen Gang der Narr. Auf dem Kopf trug er diesen lächerlichen Helm aus einem alten Blecheimer, an dem ein mit Kuhglöckchen behängtes Hirschgeweih angebracht war. Bei jedem seiner torkelnden Schritte klingelten die Schellen, jede in einem anderen Ton, klingeling, ding, dong, klingeling.
»Wer kommt uns da so früh besuchen, Pylos?« fragte Cressen.
»Ich bin es, und bei mir ist Flick, Maester.« Sie blinzelte mit arglosen blauen Augen. Ihr Gesicht konnte man beim besten Willen nicht hübsch nennen. Das Kind hatte das kantige Gesicht ihres Vaters und die häßlichen Ohren ihrer Mutter geerbt, dazu war sie von einem Anfall Grauschuppen entstellt, der ihr noch in der Wiege beinahe das Leben geraubt hätte. Von der einen Wange bis hinunter zum Hals war das Fleisch steif und tot, die Haut war trocken und schuppig, mit schwarzen und grauen Flecken gesprenkelt und fühlte sich an wie Stein. »Pylos meinte, wir dürften den weißen Raben sehen.«
»Aber natürlich«, antwortete Cressen. Als könnte er ihr je etwas abschlagen. Zu oft war ihr bereits etwas versagt worden. Ihr Name lautete Shireen. Am nächsten Namenstag würde sie zehn Jahre alt sein, und sie war das traurigste Kind, das Maester Cressen in seinem ganzen Leben kennengelernt hatte. Ihre Traurigkeit ist eine Schande, dachte der greise Mann, ein weiterer Beweis meiner Unfähigkeit. »Maester Pylos, seid so freundlich und holt für Lady Shireen den Vogel aus dem Schlag.«
»Es ist mir ein Vergnügen.« Pylos war ein höflicher junger Mann von fünfundzwanzig Jahren, der so ernst war wie ein Sechzigjähriger. Wenn er doch nur ein wenig mehr Humor besäße, wenn nur ein bißchen mehr Leben in ihm steckte; genau das fehlte hier. Trostlose Orte brauchten Licht, keine Ernsthaftigkeit, und Dragonstone war ohne Zweifel düster, diese einsame Zitadelle inmitten nasser Ödnis, von Stürmen und Salz umgeben und stets im Schatten des rauchenden Berges. Ein Maester mußte dorthin gehen, wohin er geschickt wurde, und so war Cressen vor zwölf Jahren mit seinem Lord hier eingetroffen und hatte gedient, ja, gut gedient. Geliebt hatte er Dragonstone nicht, und auch zu Hause hatte er sich an diesem Ort nicht gefühlt. Noch heute, wenn er aus seinen unruhigen Träumen erwachte, in denen ihn die rote Frau verfolgte, wußte er oftmals nicht, wo er sich befand.
Der Narr wandte das mit der geflickten und gescheckten Kopfbedeckung gekrönte Haupt und beobachtete Pylos, der die steile Eisenstiege zum Schlag hinaufstieg. Bei der Bewegung klingelten die Glöckchen. »Im Meer haben die Vögel Schuppen statt Federn«, sagte er, klingelingeling. »Ja, ja, ja, ha, ha, ha.«
Selbst für einen Narren war Flickenfratz ein bedauernswertes Geschöpf. Einst hatte er mit seinen Scherzen vielleicht Lachsalven ausgelöst, doch das Meer hatte ihn dieser Kraft und dazu der Hälfte seines Verstandes und seiner Erinnerungen beraubt. Er war weichlich und fettleibig, wurde von Zuckungen und Zittern heimgesucht, und redete häufig zusammenhanglos daher. Das Mädchen war der einzige Mensch, der jetzt noch über ihn lachte und den es kümmerte, ob er lebte oder nicht.
Wir sind schon drei: ein häßliches kleines Mädchen, ein trauriger Narr und ein Maester . . . das bringt doch den härtesten Mann zum Weinen. »Setzt Euch zu mir, Kind.« Cressen winkte sie zu sich. »Das ist aber ein früher Besuch, so kurz nach dem Morgengrauen. Ihr solltet in Eurem Bett liegen und friedlich schlummern.«
»Ich habe schlecht geträumt«, erzählte ihm Shireen. »Über die Drachen. Sie sind gekommen und wollten...
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