Aus der Amazon.de-Redaktion
Das Intro klingt frappant nach Neo-Disco, doch schon nach wenigen Minuten wird klar: das ist kein neues Glam-Disco-Album sondern eine fette Techno-Sache. Kein Wunder steckt doch hinter der
Throbbing Disco Cat kein Geringerer als Takkyu Ishino, dem neben Ken Ishi bekanntesten Techno-DJ Japans. Einst war Ishino zusammen mit Yoshinori Sunahara (dessen Trilogie über das Fliegen 1998 und 1999 beim Berliner Bungalow-Label erschienen ist) Mitglied der bekanntesten japanischen Techno-Formation Denki Groove. Solo sorgt der Japaner mit dem zarten Flauschbart am Kinn für gerade, kickende Rhythmen, die er auch schon bei der diesjährigen Love Parade und anderen Techno-Meetings sehr erfolgreich unters Volk gejubelt hat. Mit Tracks wie "Acid Daze Are Back", "Mgm on a guest list" oder "Neue Welt" (Ishino benutzt hier tatsächlich einen deutschen Titel) zielt der Japaner auch mit diesem Album auf die Tanzflächen Europas.
--Thomas Bohnet
DE:BUG
Hey, Discomusic, we like it, ruft uns Ishino, der einzige Japaner von der Siegessäule zu und wen er mit wir meint, kann man, da es fast schüchtern geflüstert kommt, nur ahnen. Um diese Platte zu verstehen muss man wissen dass die Katze in der japanische Mythologie des ausgehenden 20sten Jahrhundert ein Glücksbringer ist, der sich allen futuristischen Visionen wiedersetzt, sozusagen ein funktionierender Anticyberschwachsinnsgegenbewegungsagent, im Gegensatz zu Eibo, seinem bösen Gegenspieler. Obengenannte Katze also nun throbbend durch die Disco zu jagen ist im Grunde soetwas wie Stoiber zum Hip Priest der Jugend zu erklären. Technisch in ungefähr so advanced wie ein Großraumdiskoproduzent aus Gelsenkirchen nudelt dieses Album einen Standard nach dem anderen runter, den Ishino in langen Lehrjahren der transpazifischen Anbiederung bei Denki Groove gelernt hat, und dann ist es auch schon wieder vorbei. Nicht so gut aber auch nicht schlechter als erwartet.
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