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George Clooney, Mark Wahlberg, Ice Cube und Spike Jonze (der Regisseur von Being John Malkovich) spielen ein Quartett U.S.-Soldaten, die während der Operation "Desert Storm" alle Illusionen verloren haben und sich entschließen, 23 Millionen Dollar in Gold zu stehlen, die von Saddam Husseins Armee aus Kuwait entwendet wurden. Es ist nicht schwer, die Goldbarren den Irakis zu entreißen, sie jedoch zu behalten, erweist sich als potenziell tödliches Unterfangen. Gegen Ende ihrer Söldnermission können die Amerikaner die Grausamkeiten des Krieges nicht länger ignorieren (ebensowenig wie die Zuschauer -- der Film ist alles andere als beschönigend), und ihr Verantwortungsbewusstsein befiehlt ihnen, den Kuwaitischen Rebellen zu helfen, die von Präsident George Bushs launenhafter Kriegspolitik im Stich gelassen wurden. All das ist eine ernsthafte Thematik, aber Russell zeigt in Three Kings einen Sinn für das Absurde, und der ganze Film ist ein Beispiel für geniale visuelle Umsetzung. Obwohl das konventionelle Ende bei diesem ansonsten einzigartigen Film ein wenig enttäuscht, fängt Three Kings den brutalen Wahnsinn des Krieges ein, während man trotz alledem noch laut über den ganzen Irrsinn lachen kann. --Jeff Shannon
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
92 von 96 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Keine leichte Kost,
Von
Rezension bezieht sich auf: Three Kings (DVD)
Verständlicherweise wird dieser Film stark kritisiert. Er ist nicht geeignet für einfache Gemüter. Das Problem mit ihm ist nämlich, dass man eine Menge Hintergrundinformationen braucht, um ihn wirklich zu verstehen. Selbst die amazon-Redaktion bezeichnet die schiitischen Rebellen, die von den Amerikanern bei ihrem Aufstand gegen Saddam Hussein im Stich gelassen werden, als Kuwaitis, was aber erstens stark an der Realität vorbei ginge, denn es gab nie kuwaitische Rebellen (die Bewohner dieses Mini-Staates sind so reich, dass sie nur Ausländer körperlich arbeiten lassen) und zweitens die Aussage des Filmes entstellen würde.Für alle die diesen Film anschauen möchten oder sich für das Thema interessieren, hier also ein paar Informationen: Saddam Hussein, Angehöriger der mächtigen Minderheit der Sunniten, regierte im Irak seit 1979. Eine Kommission stellte einige Zeit später in New York fest, dass es auf amerikanischer Seite im Verlauf dieses kurzen Krieges auch zu schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen gekommen war. Auf der "Straße des Todes" von Kuwait nach Bagdad, wurde durch US-Kampflugzeuge alles zerstört und getötet, was sich bewegte. Irakische Stellungen wurden mit gepanzerten Bulldozern zugeschoben, so dass die sich darin befindenden Soldaten bei lebendigem Leibe begraben wurden, obwohl sie sich größtenteils ergeben wollten. Trotz des schnellen Sieges wollte man Saddam Hussein nicht beseitigen und so kam es 1991 zum Waffenstillstand zwischen den Alliierten und der irakischen Armee. Die schiitischen und kurdischen Rebellen, die US-Präsident George Bush (der Vater des heutigen Präsidenten) zum Aufstand gegen Saddam Hussein aufgerufen hatte, überließ man der Vernichtung durch Saddams Truppen. An diesem Punkt setzt der Film "Three Kings" ein. Kuwait ist befreit, die amerikanischen Truppen überwachen nur noch den Waffenstillstand (der natürlich nicht zwischen irakischer Armee und den Rebellen gilt) und das Flugverbot und warten auf ihre Rückkehr in die Heimat. Das Herausragende an diesem Film sind die psychologischen Details: Schon in der ersten Szene bekommt man einen Eindruck, wie wenig die amerikanischen Soldaten verstehen, was sie dort in der Wüste eigentlich tun. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Sehr überzeugender Spagat zwischen Kriegsfilm und Satire,
Von
Rezension bezieht sich auf: Three Kings (DVD)
Es ist nicht überraschend, dass Three Kings sein Publikum in zwei Lager spaltet. Man kann sich den Film sicherlich zur reinen Unterhaltung ansehen, ohne in irgendeiner Weise darüber nachzudenken. Doch es ist nicht abzustreiten, dass Regisseur Russell Szenen von ungehöriger Intensität geschaffen hat. Bestes Beispiel hierfür ist die Verhörszene zwischen Capt. Said und Mark Wahlbergs Figur Troy Barlow, in der die irakische Sicht auf die USA deutlich wird und in einer abscheulichen Folter endet, bei der Barlow als Feindbild hinhalten muss. Doch diese Szene zeigt auch, welches Leid dem irakischen Volk angetan wurde, wenn Said von seinen eigenen Rückschlägen erzählt. Wahlberg erweist sich in dieser Szene als exzellenter Schauspieler, während Clooney ausnahmsweise seine Rolle nicht auf die Weise ausfüllen kann, wie er es schon so oft getan hat. Der Rest der Besetzung ist dennoch hervorragend, allen voran Spike Jonze, der seiner Rolle viel Komik abgewinnen kann und Ice Cube, der sich als ernst zunehmender Darsteller profiliert.Der Film hält die Balance zwischen absurd überzogenen, enorm komischen Szenen und wirklich schockierenden, nachdenklich machenden Szenen. Doch die coole Optik legt der Film zu keiner Zeit ab, was sich in diesem Fall vielleicht als eine gewisse Schwachstelle herausstellt. Wenn eine unschuldige Mutter vor den Augen ihres Kindes erschossen wird, dies aber in einer überstilisierten Zeitlupe gefilmt ist, wird die Aussage dieser Szene etwas unklarer. Hierbei könnte man Regisseur David O. Russell unterstellen, ob gewollt oder ungewollt, dass er hierbei die Optik über die Signifikanz einiger Szenen stellt. Doch da sich Komik und Tragik auf seltsame Weise abwechseln, erscheint dieser Film als etwas Ungewöhnliches und reiht sich in die großen Kriegssatiren zweifelsohne ein. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Verstörende, interessante Gratwanderung,
Von Schulthe, Hendrik "pengoblin" (Rheinhessen) - Alle meine Rezensionen ansehen (VINE®-PRODUKTTESTER) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Three Kings (DVD)
Es gibt nur wenige Filme, die es schaffen, zwischen Humor und Bitterernstem auf eine Weise hin- und her zu wandern, die das Ganze dramaturgisch nicht auseinanderfallen läßt. Three Kings ist jedoch ein Film, dem das in weiten Teilen gelingt, wie ich finde.Das eingangs zelebrierte naive Hurraabenteuertum löst sich recht schnell in Verstörung auf, und zwar sowohl bei den Akteuren als auch beim Zuschauer. Eine der großen Leistungen des Films ist, daß man den Perspektivenwandel der Drei nachvollziehen kann: warum die Coolness nach und nach immer erzwungener wird anläßlich der nackten Grausamkeit und des irrwitzigen Kontrastes zwischen bitterer Armut und den zweckfrei angesammelten Statussymbolen. Warum es den Dreien nicht möglich ist, wie eindimensionale Actionhelden stur ihr Ding durchzuziehen, sondern sie sich mehr und mehr gemeint fühlen müssen vom Schicksal der anderen. Vielleicht war es gar nicht so schlecht, daß der Film so irreführend beworben wurde: das hat ihm zwar münztechnisch nicht gut getan, aber vielleicht auch einige Leute in die Kinos gelockt, denen diese Dosis Kriegsrealität zwischen all den Videoballerspielen guttut. Auch ein Lachen, das im Hals steckenbleibt, kann eine sehr gesunde Reaktion sein. Was ich dem Film ferner positiv anrechne: er schwelgt nicht in Gewalt, aber ebensowenig in seiner Botschaft - die zwei Überlebenden stehen auch am Schluß nicht als Übermenschen da, sondern einfach als Menschen, die durch die extremen Erfahrungen andere geworden sind: geläutert, aber nicht entrückt. Das zwischenzeitlich immer wieder kurz aufgeworfene Motiv des Medienkrieges kommt dagegen nicht wirklich zum Tragen; es gerät hinter der Entwicklungsgeschichte der Hauptfiguren fast in Vergessenheit, bis zuletzt die Möglichkeit zur Liveübertragung aus dramaturgischen Gründen wieder bemüht wird. Alles in allem: ein lustiger Film? Nein. Ein Actionfilm: Ja, aber nur insofern Handlung und Schauplatz das erfordern. Ein Antikriegsfilm: Sicher, aber nicht in erster Linie. Vor allem ist es ein Film über Menschen in Extremsituationen, über die von Menschen geschaffene nackte Realität des Krieges, die sich einen Dreck um das Leben Einzelner schert. Es gibt immer wieder Filme, die mit dem Attribut belegt werden, den Zuschauer verzaubern zu können: Three Kings ist wohl einer der entzauberndsten Filme, die ich kenne. Und das macht ihn sehenswert. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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