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Three Burials - Die drei Begräbnisse des Melquiades Estrada
 
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Three Burials - Die drei Begräbnisse des Melquiades Estrada

Tommy Lee Jones , Barry Pepper , Tommy Lee Jones    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (28 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Tommy Lee Jones, Barry Pepper, Julio Cesar Cedillo, January Jones, Melissa Leo
  • Regisseur(e): Tommy Lee Jones
  • Komponist: Marco Beltrami
  • Format: Dolby, Farbe, Surround Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Englisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Ascot Elite Home Entertainment GmbH
  • Erscheinungstermin: 6. Dezember 2007
  • Produktionsjahr: 2005
  • Spieldauer: 116 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (28 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000W388PY
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.199 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Movieman.de

Tommy Lee Jones hat mit "Three Burials" einen Film inszeniert, der sich wohltuend vom Hollywood-Einerlei abhebt und ein Thema aufgreift, das in den USA brandaktuell ist. Nur selten widmet man sich in Hollywood den illegalen Einwanderern. Dieser Film tut es, wobei man ihm anmerkt, mit welcher Sorgfalt Jones gearbeitet hat. Es wirkt, als wäre jede Szene, jede Sekunde des Films so lange im Feuer geschmiedet worden, bis der Regisseur genau bekam, was er wollte. Und das ist nicht weniger als packendes Intelligenz-Kino mit herausragenden schauspielerischen Leistungen. Fazit: Geheimtipp!

Moviemans Kommentar zur DVD: Technisch sehr ansprechende DVD, die in der Special Edition auch mit einer Vielzahl interessanter Boni daherkommt.

Bild: Tommy Lee Jones' Film lebt von seinen wunderbaren Bildern - und die DVD wird diesem Umstant mehr als gerecht. Die Farben haben ihre Natürlichkeit behalten und sind nicht überstark gesättigt. Aber dennoch weisen sie diesen schönen Filmglow auf, den man bei Hollywood-Filmen erwartet. Der Film verfügt über eine tolle Tiefenwirkung, was besonders bei Panorama-Aufnahmen auffällt (00:57:57). Die Kompression ist hochwertig und läuft mit mehr als 8 mbps ab. Der Kontrast wirkt teils etwas steil, was aber ganz offensichtlich ein Stilmittel ist. Es fällt vor allem auf, wenn Jones' Figur mit seinem Gefangenen durch die Wüste reist. Die flirrende Sonne sorgt für weiße Sandflächen - aber das wiederum sieht auch angesichts der Umgebung mehr als passend aus. Rauschen fällt nicht ins Gewicht, selten gibt es leichtes Flimmern.

Ton: Der Sound ist in beiden Sprachformaten auf gehobenem Niveau. Das Original klingt noch etwas natürlicher, auch und vor allem deswegen, weil sich die Spanischgesprochenen Passagen besser einfügen. Die Musik, die Erinnerungen an den Western weckt, ist schön über die verschiedenen Lautsprecher verteilt worden und unterstützt das räumliche Feeling, das durch zwar dezenten, aber immer vorhandenen Effekteinsatz etabliert wird. Die Dynamik ist gut gestaltet und sorgt für eine akustisch schöne Darbietung.

Extras: Tommy Jones, Dwight Yoakum and January Jones sprechen einen Audiokommentar, der sich sehr ausführlich mit der Entstehung des Films beschäftigt. Tommy Lee Jones hält sich jedoch zurück, wenn es darum geht, über die Motivation seiner Figuren zu sprechen. Ähnliches Terrain wird im knapp halbstündigen Making Of beschritten. Hier kommt es naturgemäß zu ein paar Wiederholungen, die aber nicht weiter ins Gewicht fallen. Neben ein paar kurzen, wenig aussagekräftigen Interviews gibt es hier noch eine knappe halbe Stunde an entfallenen und erweiterten Szenen. Dabei sind einige Filetstücke dabei, die für die Entwicklung der Charaktere ganz wichtig sind. Man hätte die eine oder andere Szene auch gerne noch im fertigen Film gesehen. --movieman.de

Produktbeschreibungen

Der Rancharbeiter Melquiades Estrada (Julio César Cedillo) wird irrtümlich von einem Grenzpolizist (Barry Pepper) erschossen. Die lokale Polizei ist nicht daran interessiert, den Tod des illegalen Einwanderers aufzuklären. Estradas Vorarbeiter und bester Freund Pete Perkins (Tommy Lee Jones) hat dem Mexikaner jedoch versprochen, ihn in dessen Heimat zu beerdigen. Der Cowboy nimmt den Grenzer als Geisel, zwingt ihn Estrada wieder auszugraben und mit ihm und der Leiche nach Mexiko zu reiten. Doch die Grenzpolizei startet eine gnadenlose Hetzjagd auf

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25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Tristram Shandy TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:DVD
(Damn it, there be spoilers again!)

Ob die Krähen nun schreien oder nicht, Einsamkeit und Entwurzlung sind nicht in jedem Fall ein Zeichen von besonderer Intelligenz oder Empfindsamkeit, dies wird in Tommy Lee Jones' Regiedebüt "The Three Burials of Melquiades Estrada" aus dem Jahre 2005 eindeutig dargelegt. Ein Neo-Western, angesiedelt im Grenzgebiet des Rio Grande zwischen Texas und Mexiko, wirft dieser in Deutschland meiner Meinung nach zu Unrecht wenig bekannte Film einen Blick auf das, was hinter der Fassade vieler Menschen zu finden ist: die nackte Einsamkeit.

Im Zentrum des Filmes stehen drei Männer. Pete Perkins (Tommy Lee Jones) ist der Vorarbeiter einer Ranch, ein anständiger Mann, der kein Problem damit hat, den ein oder anderen illegalen mexikanischen Einwanderer zu beschäftigen und ihn auch angemessen zu bezahlen. Mit der verheirateten Kellnerin Rachel (Melissa Leo) hat er - wie auch Sheriff Belmont (Dwight Yoakam) - ein Verhältnis, und er scheint sie dabei wirklich zu lieben. Melquiades Estrada (Julio Cedillo) ist ein mexikanischer Cowboy, der sich auf der Suche nach Arbeit im Grenzgebiet herumtreibt und dabei auch Pete stößt, mit dem ihm bald schon eine tiefe Freundschaft verbindet. Mike Norton (Barry Pepper) ist ein Grenzer, der aus Cincinatti nach Texas versetzt wurde. In den ersten Minuten des Filmes zeigt er bereits ein äußerst häßliches Gesicht, wenn er zwei mexikanische Flüchtlinge, darunter auch eine junge Frau, brutal zusammenschlägt. Die Liebe zwischen ihm und seiner jungen Frau Lou Ann (January Jones), die ihm widerwillig in die Einöde Texas' gefolgt ist, ist schon lange gestorben, und mechanisch, als würde er einen Toilettengang erledigen, vollzieht er den Liebesakt an (!) ihr. Als Norton Estrada eines Tages während seiner Streife versehentlich erschießt, verscharrt er die Leiche des Mexikaners notdürftig und meldet den Vorfall nicht, obgleich ihn durchaus Gewissensbisse zu plagen scheinen. Eine so schlecht versteckte Leiche bleibt natürlich nicht lange unentdeckt, doch Sheriff Belmont hat überhaupt kein Interesse an der Aufklärung des Mordes an einem illegalen Einwanderer. Er geht auch nicht den Hinweisen von Nortons Vorgesetztem nach, sondern läßt den Toten in einem Armengrab beerdigen. Hier kommt nun allerdings Pete ins Spiel, denn Melquiades nahm ihm das Versprechen ab, ihn in seinem Heimatdorf Jiménez zu bestatten, sollte er vor ihm sterben. Für den Vorarbeiter ist klar, daß Norton seinen Freund auf dem Gewissen hat, und so zwingt er den Grenzer, die Leiche zu exhumieren und mit ihm zu kommen, um das Versprechen des Toten einzulösen.

Jones verlangt seinen Zuschauern durchaus einiges ab, denn das Script zu "Three Burials" stammt von Guillermo Arriaga, der auch das Drehbuch zu "21 Grams" geschrieben hat. Auch in diesem Film gibt es am Anfang viele Perspektiv- und Zeitsprünge, so daß wir zunächst die gleiche Detektivarbeit wie Pete verrichten müssen, bevor uns klar wird, wie sich der Tod Melquiades' zugetragen hat. Dieses Hin- und Herspringen zwischen den Charakteren und den Zeitebenen trägt aber auch dazu bei, die Haupt- und Nebenfiguren auszuloten, für die allesamt gilt, daß sie innerlich vereinsamt und von ihrer Umwelt entfremdet sind. Dies will ich kurz am Beispiel der Nortons veranschaulichen. Als Lou Ann und Mike am Anfang einen Wohncontainer besichtigen, den sie später kaufen werden, schaut die junge Frau einen Moment durch die Lamellen der Rollos auf das Ödland draußen und blickt auf eine Reklametafel, die mit den Worten beginnt "Liberty is ..." (oder so ähnlich). Dieser verheißungsvolle Satz wird dann allerdings durch die Wörter "the freedom from high interest rates" komplettiert, und uns wird deutlich, daß das Leben der Nortons zu 100% aus banalem Alltag besteht. Mike will seiner gelangweilten Frau, die sich nicht mit der Nachbarin - einer ältlichen Frau mit Hund - anfreunden mag, einen Nintendo kaufen, um sie aufzumuntern. Sie frühstücken schweigend, im Fernsehen laufen Cartoons, und während Lou Ann das Abendessen zubereitet, schaut sie eine Soap. Ihr Gatte, der sich eben noch die Fußnägel im Wohnzimmer geschnitten hat - für die Hustler-Girls, die er sich in seinem Auto ansieht? -, bekommt Lust auf Sex und nimmt ihn sich, ohne daß Lou Ann, nunmehr ein Bild der Verzweiflung, den Blick von der Soap wendet, in der gerade ein handfester melodramatischer Ehestreit ausgetragen wird. Später dann sitzt Lou Ann im Diner, wo sie sich mit Rachel anfreundet, und im Hintergrund läuft Bobby Flores mit "I wonder who'll turn out the lights in your world tonight". Hinausgeworfen in die Welt, will mir's scheinen ...

Diese Einsamkeit ist charakteristisch für alle Figuren in dem Film. Rachel hat neben ihrem Mann noch mindestens zwei andere Liebhaber - und bringt auch Lou Ann dazu, sich aus Langerweile mit Melquiades zu vergnügen -, Sheriff Belmont ist so leer, daß er impotent ist, und ein alter Mann, dem Pete und Norton während ihrer odyssée funeste begegnen, bittet sie um den Tod, da sein Leben nurmehr das Hören eines mexikanischen Radiosenders, von dem er kein Wort versteht, ist. Pete lehnt sein Ansinnen ab.

Auch Melquiades scheint sich sein Leben in Ermangelung einer entsprechenden Realität aus Wunschträumen zusammengesponnen zu haben, denn einen Ort namens Jiménez - der von unglaublicher Schönheit sei - scheint es nicht zu geben, und die Frau und die Kinder auf dem Photo, das er Pete zeigt, haben noch nie etwas von ihm gehört. Und dennoch findet Pete sein Jiménez für Melquiades, wo er ihn auch begräbt und Norton um Vergebung bitten läßt, bevor er das Pferd des Toten an den Mörder übergibt und auf einem Maultier davonreitet. Wohin? Das ist die Frage, nachdem ihm ein Anruf bei Rachel gezeigt hat, daß diese keinesfalls gewillt ist, ihre anscheinend so unbefriedigende Ehe zu beenden und zu ihm zu kommen. Fast scheint es, als habe Petes Bemühen, das Versprechen zu erfüllen, das er seinem toten Freund gegeben hat, ihm sein eigenes Leben genommen, denn in Texas warten sicher einige juristische Schwierigkeiten auf ihn - und warum sollte er auch dorthin zurückkehren? Einzig Norton scheint am Ende seiner Irrfahrt ansatzweise zu einem anderen Menschen geworden zu sein, denn als er die Soap vom Anfang des Filmes bei einigen Mexikanern im Fernsehen sieht, bricht er in Tränen aus.

Den Toten im Gepäck - dies ist eine Idee, die wir auch schon aus Peckinpahs Meisterwerk "Bring Me the Head of Alfredo García" (1974) kennen, doch ist Jones' Odyssee - die in dem Film ein eigenes mit "Die Reise" betiteltes Kapitel bekommt - ungleich tragischer, denn Petes wohlgemeintes Vorhaben ist durchaus nur mit wiederholten Akten der Leichenschändung möglich, und der Verfall von Melquiades' Leiche spiegelt auf makabre Art und Weise wider, wie Petes Leben immer mehr aus den Fugen gerät.

Ich finde es sehr schade, daß dieser großartige Film in Deutschland eine so geringe Aufmerksamkeit erfahren hat und möchte ihn nur jedem ans Herz legen.
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Irgendwo in Mexico.. 2. April 2008
Von Schwalbenkönig TOP 500 REZENSENT
Format:DVD
Tommy Lee Jones ist ein hervorragender Schauspieler.Keine Frage.
Er glänzte in sehr guten Filmen wie "The Missing", "Der Klient" oder "JFK".
Sein Talent wertet nicht unerheblich durchschnittliche Mainstream-Filme wie "Men in Black 2" oder "Volcano" auf.
Aber wie macht er sich als Regisseur?
Sein erstes Project (mit Ausnahme eines kleineren Fernsehfilmes)
"Die drei Begräbnisse des Melquiades Estrada" soll es also zeigen.
Durch die gleichzeitige Mitwirkung als Hauptdarsteller wird das Ganze natürlich nicht leichter..

Zur Story:
Ein, in der amerikanischen Wüste gefundener, Leichnam eines Mexikaners wird von der örtlichen Polizei in irgendeinem anonymen Einwanderergrab verscharrt.
Es war der Weggefährte von Cowboy Pete.
Dieser stellt den Täter und zwingt ihn, den Toten zu seiner letzten Ruhestätte nach Mexico zu bringen.
Ein beschwerlicher Wüstenritt der Beiden beginnt...

Und Tommy Lee hat es glänzend gemeistert!
Ob als Cowboy Pete oder als Regisseur.
Film und Darsteller haben die gleichen Attribute: rau, hart, kraftvoll, verbittert, weise und einsam.

Die einzigartigen Landschaftsaufnahmen, die wenigen-aber äußerst brutalen-Actionszenen, die perfekt gesetzten Dialoge und die(am Ende der Welt lebenden)skurrilen Nebencharaktere unterstreichen die Atmosphäre auf eine geniale Art & Weise.

Das Zusammenspiel von Tommy Lee Jones und seinem Gefangenem Barry Pepper ist absolut gelungen.

Die verschiedenen Zeitebenen lassen den Zuschauer immer am Ball und aufmerksam bleiben.

Mein Fazit zu Film:
Ein Drama der besonderen Art, über dessen Ende man noch eine Weile nachdenken wird.Und auch über den Rest.Ansehen!!

P.S.:Die Special-Edition ist der "normalen" DVD in jedem Fall durch die gewaltige Fülle an Extras (Deleted Scenes, Trailershow, Kommentare usw.) überlegen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Dr. R. Manthey #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:DVD|Von Amazon bestätigter Kauf
Pete Perkins ist Vorarbeiter auf einer Rinderfarm an der texanischen Grenze zu Mexiko. Er spricht Spanisch wie Englisch und hat keine Scheu Illegale aus Mexiko zu beschäftigen und mit freundlichem Respekt zu behandeln. Unter ihnen ist Melquiades Estrada, der ihm ein Freund geworden ist.

Mike Norton ist ein ziemlich unterbelichteter Grenzpolizist und gerade aus dem behaglichen Cincinnati in die texanische Einöde versetzt worden. Für ihn wird die Welt durch einfache Ordnungsprinzipien zusammengehalten, die mit Gewalt und persönlicher Dominanz durchgesetzt werden müssen. Er jagt die illegalen Arbeitssuchenden aus Mexiko und drischt auch mal gerne auf wehrlose Frauen ein oder nimmt sich bei seiner eigenen, was er gerade braucht.

Als er eines schönen Tages einsam in den Bergen gerade dabei ist, an sich etwas herumzuspielen, fliegen ihm Geschosse durch die heruntergelassenen Hosen. Sie wurden von Estrada abgefeuert, der seine Ziegen gegen einen Kojoten verteidigen wollte. Als Norton zurückschießt, bleibt Estrada tödlich getroffen liegen. Er wird anschließend von Norton in die Wüste geschleppt und notdürftig begraben.

Mit Auffinden von Estradas Leiche beginnt der Film. Mit seiner endgültigen Beerdigung an einer Stelle in Mexiko, die sich Estrada gewünscht hatte, endet er. Dazwischen jedoch erleben wir, wie Pete seinem Freund diesen Wunsch zu erfüllen versucht und Norton dabei Lektionen in Respekt und Würde erteilt.

Als ich las, dass Guillermo Arriaga ("21 Gramm") das Drehbuch dieses Filmes geschrieben hat, befürchtete ich wieder einen dieser anstrengenden intellektuellen Filme mit verschachtelter Erzählweise, bei denen man nie weiß, auf welcher Zeitebene man sich gerade befindet. Und tatsächlich beginnt dann der Streifen auch genau so. Die Eingangshandlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, und von der Schilderung der tristen Verhältnisse an der texanisch-mexikanischen Grenze und dem Sozialporträt der Grenzstadt geht schleichende Trostlosigkeit aus, so wie man es von Arriagas Drehbüchern kennt.

Aber irgendwann setzte sich dann wohl doch der Gedanke durch, dass man eine einfache Geschichte, die genug eigenständige Tragfähigkeit und Vielfalt besitzt, nicht durch zu viel Einseitigkeit verderben sollte.

Erst als sich Pete und Norton mit Estradas Leiche auf den Weg nach Mexiko machen, wird die Erzählweise geradlinig. Der Film erhält nun charakteristische Merkmale eines modernen Westerns, der allerdings mit surrealistischen Elementen leicht verfremdet wird. Die zunehmende Absurdität der Handlung nimmt ihm etwas die Härte, die er eigentlich hat.

Fazit.
Dies ist kein Massenfilm. Deshalb fand er auch keinen deutschen Verleiher. Tommy Lee Jones beeindruckt durch eine erstaunliche Regieleistung und noch mehr durch das Spiel des Pete Perkins. Wenn man den etwas zähen Beginn überstanden hat, fasziniert dieser Film immer mehr. Dazu tragen auch die Landschaftsbilder und die Kameraführung bei. Ein recht ungewöhnliches Werk, das man nicht so leicht vergessen wird.
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