Ich gestehe: derartige Musik habe ich noch nicht gehört (und ich höre viel Musik) Das neue Werk von Port O`Brien dreht sich nun schon länger in meinem Player + um mal eine strapazierte Floskel zu nutzen - die Scheibe wächst mit jedem Hören. (wobei sie bei mir schon in ziemlichen Höhen startet ;-)
Für mich kommen die Töne primär aus einer Folksongwelt in der Geschichten erzählt werden, auch um mit dem Leben klar zukommen. Die Instrumentierung ist einfach: Gitarren, Schlagzeug allerdings mit Cello und Violine sparsam ergänzt.
Port O`Brien machen zugängliche Musik: schöne Melodien, die sich bei mir festsetzen, vertrauter werden und eben aus dem Grund zur Repeattaste greifen lassen. Wenn ich vergleichen möchte, mit allem Vorbehalt, fallen mir Arcade Fire ein (die ich aber auch komplexer und "wilder" finde) und einige aus der Americanaszene.
Mein Lieblingslied ist aktuell "Oslo Campfire" - eingängig und selbst dabei etwas schräg (Gesang!) Wer auf selbstgemachte Musik steht, und sich nach und nach in ruhige musikalische Welten entführen lassen will, in der auch Trauer seinen Platz haben darf, der oder die sollte zugreifen. Ich vermute, mit dieser Band kann man Freunde für`s Leben gewinnen.