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Thousand Leaves [Vinyl LP]
 
 

Thousand Leaves [Vinyl LP]

Sonic Youth Vinyl
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Musik

Bild des Albums von Sonic Youth

Fotos

Abbildung von Sonic Youth

Biografie

1988 war ein hyperaktives Jahr für Sonic Youth. Eine Zeit der Nebenprojekte. Eine hoch produktive Findungsphase, die sie endgültig zu einer klassischen Band zusammenschweißen sollte. Als Ciccione Youth nahmen sie Coverversionen von Madonna wie das legendäre „Into The Groovy“ auf. Als Sonic Death blickten sie zurück auf ihre Frühphase, die mit einem avantgardistischen Lärmgewitter bei der „Symphony… Lesen Sie mehr im Sonic Youth-Shop

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Produktinformation

  • Vinyl (15. Januar 2007)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 2
  • Label: Goofin
  • ASIN: B000006F3C
  • Weitere Ausgaben: Audio CD  |  Hörkassette  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 327.411 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
leider nur 5 Sterne! 21. Dezember 2009
Format:Audio CD
Ein Album, das im Gegensatz zu vielen anderen von SY nicht mit dem ersten krachenden Intro sofort mit Glückshormonen flutet, sondern beim hastigen Anspielen der Tracks Gefahr läuft, direkt in der Flohmarktkiste zu landen. Dieses Album geht m.E. nur ganz und an einem Stück. Dann ergeben trommelfellzerfetzende Passagen im Wechsel mit fast schmerzhaft schönen ein absolut rundes Ganzes, das bei jedem Hören neu begeistert. Wie im richtigen Leben, wo ohne die Erfahrung von Leid die von Glück eingeschränkt bleiben muss.
Wer noch nie SY gehört hat, sollte auf jeden Fall erst mal mit anderen Alben, z. B. Goo, in seinem Bewusstsein verankern, dass diese Gruppe im Bereich Avantgarde-Gitarrenmusik in einem eigenen Universum spielt, und dann erst zu diesem Album greifen.
Wenn ich nach einem Schiffbruch eine einzige CD für die Insel retten könnte, dann vielleicht diese. Oder halt eine von Tool. Musik halt, die den Kopf immer wieder aufs neue gefangen nimmt, ohne gleichzeitig den Bauch zu vergessen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
Das wievielte Sonic Youth Album A Thousand Leaves denn nun ist? Keine Ahnung! Wenn man die millionen EP's, Soundtracks, das Sonic Death-Livealbum und das Best of der Blast First Labeljahre Screaming Fields of Sonic Love weglässt, sollte es das 11te sein. Das ist halt so Ansichtssache. Fest steht aber, sie waren niemals zuvor und auch nie mehr danach so reif, so erwachsen, so im Jazz verwurzelt. Bei näherer Betrachtung könnte man es fast als konservatives Album betrachten. Natürlich nicht konservativ im Folk-Sinn. Oder gar im politischen. Eher konservativ in der Instrumentierung, in der Gemäßigtkeit der Aufnahmen. Klar befindet sich auch hier der ein oder andere Rocker, zu dem sich Sonic Youth (manchmal muss man sagen leider) seit Goo und Dirty offenbar verpflichtet fühlen. Doch größtenteils dominieren die leisen Töne, die langen Improvisationen, die ausgeklügelten Arrangements. Und diesmal wollen diese Tracks einfach nicht nach den Straßen New Yorks klingen (wie z.B. noch mustergültig auf Daydream Nation), sondern erinnern eher an einen stickigen, dampfenden Südstaaten-Moor, nach Erinnerungen an Blues und New Orleans Jazz.

Ausgerechnet der erste Track ist dann aber doch dermaßen von der Rolle, dass er eigentlich so gar nicht zum Rest des Albums passen will. Contre le Sexisme ist eigentlich nur eine Vocal-Improvisation getragen von...ja was? Geräuschen! Könnte glatt von einer der SYR-EP's stammen, welche die Band in diesen Jahren in Eigenvertrieb unter das Volk brachte. Doch so befremdlich der Song wirkt (Freunde der Dirty-Ära werden schon die Ohren angelegt haben), er ist der perfekte Opener für das Nachfolgende. Sunday haut anschließend plötzlich so beherzt in die Saiten, dass man sich wundert, dass die besungene Alltagstragik, die Hassliebe zu Sonntagen, die besungene Melancholie trotzdem 100%ig glaubhaft bleibt. Der anschließende Noise-Ausbruch bleibt gemäßigt, regt höchstens das Tanzbein, verblüfft mit Rhytmik - was ist hier nur auf einmal los? Das war dann auch schon quasi das Pop-Wunder von A Thousand Leaves.

Bleiben noch die erwähnten Rocker (French Tickler, The Ineffable me) welche im Kontext zwar einigermaßen deplaziert wirken, einzeln aber natürlich trotzdem Spaß machen, sowie die Herzstücke des Albums. Wenn ich von den Herzstücken spreche meine ich Wildflower Soul, Hoarfrost, Hits of Sunshine, Karen Koltrane und Snare Girl. Sonic Youth ist jetzt nicht unbedingt die Band, die mit gefühlvollem Songwriting und emotionalen Texten berühmt geworden ist. Sie waren eher Die, welche Noise aller Art ein Stückchen in Hörweite der Pop/Rockmusik geschoben haben. Damit meine ich keineswegs, dass die Band ein emotionaler Eisklotz war. Wish Fulfillment, Winner's Blues oder Little Trouble Girl waren in der Vergangenheit gute Beispiele für tiefergehende Songs. Doch so umfassende Manifeste wie Hoarfrost (welches dabei noch etwas kühl klingt) oder Hits of Sunshine (welches dann entgültig die Fensterläden aufreißt und in der Morgensonne tief Luft holt) gab es vorher nie. Und bei aller Liebe zu den Nachfolgern NYC Ghosts & Flowers (dessen überwältigende Qualitäten jedoch woanders liegen) und Murray Street - solche Gefühle gab es auch danach nichtmehr. Man hat fast das Gefühl sich an der Platte wärmen zu können.

Sicher man kann die Platte auch anders hören. Man kann die langgezogenen Songs bemängeln (Hits of Sunshine bringt es auf über 11min) oder finden, dass sie genau die richtige Länge haben. Man kann damit argumentieren, Sonic Youth wären früher viel visionärer, viel aufregender gewesen oder aber man liebt einfach die neue Entspanntheit, das sich-nichts-mehr-beweisen-müssen. Für Jene, die offen sind und die Fusion von Impro Jazz und Noise-Rock hören wollen und die Komplexität der neuen Sonic Youth schätzen, kann diese Platte aber nur ein Meilenstein sein.
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Format:Audio CD|Von Amazon bestätigter Kauf
A Thousand Leaves...oder "Mille Feuille", wie es durchgestrichen auf dem CD-Label zu lesen ist. "Contre Le Sexisme" heißt der erste Song, "French Tickler" ein weiterer. Ein "French Tickler" ist ein Sexspielzeug, aber das wußtet Ihr ja alle schon. Ein paar französische Bezüge also, die einem sofort ins Auge springen, ansonsten ist alles mehr oder weniger typisch spätere Sonic Youth. Sie waren ja nie die Vertreter des klassischen Songformats, eher seine Dekonstruierer, aber auf "A 1000 Leaves" entfernen sie sich stellenweise besonders weit von diesem Korsett. Sie hatten ja seinerzeit schon einiges zurückgelegt auf dem Wege ihres Wegdriftes von der relativen Konsumentenfreundlichkeit (die ja selbst zu "Goo"-Zeiten immer Gefahr lief, von häßlichen Klinkensteckergeräuschen gestört zu werden), und das nächste Album "NYC Ghosts & Flowers" sollte den vorläufigen Höhepunkt dieser Reise darstellen. "A Thousand Leaves" ist da noch zugänglicher. Das ziemlich VELVET UNDERGROUND-beeinflußte "Sunday" ist in diesem Kontext der einzige halbwegs klassische Quasi-Song und wurde folglich als Single ausgekoppelt. Ansonsten dominiert das sperrig bzw. verführererisch Mäandernde. "Karen Koltrane" (einer von 2 Lee-Ranaldo-Songs, beide Highlights der Platte) und "Hits Of Sunshine" bewegen sich in der Nähe der 10-Min.-Grenze. Ersteres beginnt mit verhangenen Drop-Tuning-Akkorden, durchläuft dann eine Metamorphose aus kontrollierten mikrofonischen Rückkoppelungen, gezielten Tritten auf modifizierte Effektpedale und einem dieser krypto-melodischen SY-Instrumentalparts, um am Ende verändert zurückzukommenkommt. Geht ja jedem mal so, daß man eine Metamorphose durchläuft, eine Reihe komischer Sounds absondert, krypto-melodisch wird und später verändert zurückkommt; zweiteres ist Allen Ginsbergh gewidmet, basiert auf einem Beat und einem Ton, worüber die Gitarristen improvisieren. Vielleicht das SY-Stück mit den ausgeprägtesten Hippie-Allüren. Manche werden es langweilig finden, andere untergründig und spannend.
Die Kim-Gordon-Tracks sind tendenziell etwas nerviger als normal. "The Ineffable Me" erreicht in dieser Hinsicht Showcase-Charakter, mit spoken-word-passagen, entnervtem Gelächter und einer überkochenden Krachsuppe, in der der Track am Ende zügig verschwindet. Danach "Snare, Girl", von Thurston Moore gehaucht, ein Akkord und ein Arrangement, das mit "No-wave-chill-out-rock" natürlich ziemlich flapsig umschrieben ist, aber mir fehlen oft die Worte, um angemessen zu beschreiben, was in SY-Songs passiert. Toll, daß solch ein Album bei Geffen erscheinen konnte und sogar Platz 38 im UK erreicht hat. Keine andere Band konnte so klingen und in die verdammten Charts kommen! Vielleicht nicht das prominenteste SY-Werk aber ein wunderbares Album.
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