Dies ist ein wundervoll aufgebautes Buch, in welchem David Bohm, den Einstein einst seinen "intellektuellen Sohn" nannte, seine Gedanken über das Denken in Dialogform darlegt. Ohne das geringste Fachchinesisch, daher auch in Englisch leicht lesbar. Viele Erkenntnisse, so z.B. das über die emotionale Färbung von "Notwendig" vs. "Möglich" mit der Gedanken versehen werden, sind unmittelbar praktisch anwendbar. Natürlich ist die Kernaussage, dass man sehr häufig nicht aktiv "denkt", sondern Gedanken einfach wie Reflexe funktionieren, eine ungeheure Kränkung für den Intellektuellen. Aber wer diese Kränkung aushält und die Kernthese an sich heranlassen kann, der profitiert von diesem Buch enorm.