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Those Whom the Gods Detest
 
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Those Whom the Gods Detest

Nile Audio CD
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Produktinformation

  • Audio CD (6. November 2009)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Nuclear Blast (Warner)
  • ASIN: B002NVTBLS
  • Weitere verfügbare Ausgaben: Audio CD  |  Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 17.983 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

 
1. Kafir !
2. Hittite Dung Incantation
3. Utterances Of The Crawling Dead
4. Those Whom The Gods Detest
5. 4th Arra Of Dagon
6. Permitting The Noble Dead To Descend To The Underworld
7. Yezd Desert Ghul Ritual In The Abandoned Towers Of Silence
8. Kem Khefa Kheshef
9. The Eye Of Ra
10. Iskander D'hul Karnon

Produktbeschreibungen

NILE, Those whom the gods detest - CD


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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von ewonwrath
Format:Audio CD
Meine Damen und Herren, halten Sie sich fest! Ein Tsunami nicht zu beschreibender Größenordnung wälzt sich den Nil hinab. Und er lässt keine Wüste trocken. Wenn du das Ding reiten willst, solltest du als Surfbrett am besten einen Flugzeugträger nehmen. Sonst gehste unter, versprochen!!! Soviel vorweg.

Man könnte es auch kürzer und kühler formulieren, was wirklich schwer fällt. Das würde sich dann so lesen: das beste Nile-Album und einer der fünf besten Death Metal Langspieler aller Zeiten. Der Output der Ägyptologen mutet um so gewaltiger an, als der Vorgänger "Ithyphallic" eine ziemliche Enttäuschung war.

Das fing bei den fehlenden "Liner Notes" an, die das Trio seit "Black Seeds Of Vengeance" immer für seine Fans bereitstellte. Diese interessanten Hintergrundinformationen zu Inhalt und Entstehung der einzelnen Songs gibt es auf "Those Whom The Gods Detest" wieder. Und das mit mehr Witz als jemals zuvor. "Hittite Dung Incantation", hinter dem die Idee der Lösung eines Zaubers durch die Kraft von Exkrementen steht, wird kommentiert: "Whoah, if that wasn't some song idea gift straight from the metal gods, then I don't know what is." Auch auf ansonsten identische "Instrumentalversionen" zweier Songs, wie bei "Ithyphallic", wird hier dankenswerterweise verzichtet.

Die Cover- und Bookletgestaltung ist wirklich stilvoll und formschön gehalten. Nicht zu viel Schnickschnack, der über mangelnden musikalischen Inhalt hinwegtäuschen soll. Die Texte selbst befassen sich nun nicht mehr ausschließlich mit der ägyptischen und deren Nachbarkulturen, gleich der erste Song "Kafir" befasst sich mit dem im Islam heißen Thema der "Ungläubigkeit".

Nun habe ich immer noch nichts zur Musik selbst gesagt, aber erstens soll man sich das Beste für den Schluss aufheben, und zweitens fällt es schwer, so was Gewaltiges in passende Worte zu kleiden. Trotzdem will ich es versuchen.

"Kafir" beginnt rasend und energiegeladen, geht gleich in die beschwörende Formel "There is no god but god" über und treibt einem ein breites Lächeln auf die Lippen. Der typische Gitarrensound Niles ist sofort zu erkennen, aber im Gegensatz zu den Vorgängern hat man noch ein bischen mehr Augenmerk auf eine bessere Produktion gelegt. Um so beeindruckender wirken dadurch die monumentalen, doomartigen Riffs in der Mitte von "Kafir", die sofort klar machen, dass den Jungs viel an Abwechslungsreichtum gelegen ist. Und wenn dann noch typisch arabischer Gesang mit eingebracht wird, weiß jeder, warum Nile eine absolute Ausnahmeband ist. Das bekommen selbst Behemothnicht annähernd so gut hin. Ich habe mir zwar immer mehr Einflüsse aus Karl Sanders' Soloprojekt auf die Nile-Alben gewünscht, aber erst jetzt ist es in vollendeter Perfektion gelungen.

Knie nieder vor dem absolut wahnsinnigen Einstieg von "Hititte Dung Incantation", dessen rasende Riffs und abgefahrene Beschwörungssamples sich in dein Hirn bohren. Verneige dich vor den geilen arabischen Tonleitern und dem Groove von "Utterances Of The Crawling Dead", dass dich glauben macht, du seist der Sonnengott persönlich, wenn es in die schleppende und alles niederwalzende Rhythmik in der Mitte des Songs einsteigt. Lass dich einlullen vom akustischen Beginn von "Those Whom The Gods Detest", nur um unvermittelt in die brachiale Welt der US-Amerikaner zurückgerissen zu werden. DAS ist ein Stück so kolossal, dass man es wirklich erleben muss. Wortlos bleib ich zurück...

Es ist wirklich völlig egal, welchen Song des Albums man sich herausnimmt. Jeder reißt dich sofort mit, nimmt dich gefangen und entlässt dich kopfschüttelnd in die nun so leer scheinende Restwelt des Death Metals. Jeder einzelne Song ist ein Kunstwerk sonder gleichen. Wie haben sie so etwas erschaffen können? Wie um alles in der Welt??? Alles andere wirkt neben "Those Whom The Gods Detest" farblos und schal. Ja, selbst alle bisherigen Nile-Platten. Unglaublich.

Hört es, glaubt es, kauft es und werft euch nieder vor dem Album des Jahres. Ich halte jetzt meine nichtswürdige Fresse und widme mich wieder dem Anbeten meiner Metal-Götter: THERE IS NO GOD BUT NILE.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Sascha
Format:Audio CD
Ithyphallic kam bei vielen nicht gut an. Warum auch immer. Lag wohl an der "trockenen" Produktion. Mir hingegen gefiel die Platte sehr gut, Nach wenigen Monaten aber verlor vieles vom gebotenen Material den Reiz.

Mit dem neuen Werk haben Nile aber wohl das geschaffen, womit überhaupt niemand rechnen konnte: Sie schaffen ein Referenzwerk des Todesmetalls. Große Worte meinerseits und bestimmt auch stark vom Geschmack abhängig, aber ich versuche mit dieser Review einen Einblick in mein Empfinden des Albums gegenüber zu gewähren.

Im Prinzip bieten Nile nichts neues. Mehrere Breaks oder Stimmungswechsel pro Song sind schon immer Gang und Gäbe, genau so auch die straighteren Parts, die mit dem Vorgänger Ithyphallic schon vermehrt worden sind. Genau so auch die Doom-Parts.

Kafir bietet gleich mal alles in einem, inklusive ägyptischem Gesang. Doch eines fällt nach dem Song auf: Er war absolut episch, durchweg. Egal, wie technisch komplex das Riff oder wie hektisch oder langsam der Song auch war. Nach diesem Feuerwerk muss man erstmal tief einatmen, was Song zwei nicht wirklich zulässt (außer im Beschwörungspart inklusive Hundebeller). Hier wird gnadenlos geprügelt ohne auch nur einen Moment verschanufen zu lassen.

Utterances Of The Crawling Dead bietet Groove der alten Death Metal-Schule (Vergleich: alte Cannibal Corpse) und typischen Nile Parts inklusive Gröhl/Ächz/Schrei-Einagen, wie sie nur diese Herren bringen können.

Those Whom The Gods Detest überrascht mit Sanders-typischen, ägyptischen Klängen und Clean-Passagen im Chorus von einem Gastsänger, dabei erreicht der Songs unzählige Stimmungswechsel, und alles wirkt wie aus einem Guss.

Richtig doomig wird es dann bei 4th Arra Of Dagon, der beim ersten Durchhören ein wenig langgezogen wird, die letzten Minuten dann aber dieses Bild absolut verzerren und man am liebsten mitbrüllen würde.

Permitting The Noble Dead To Descend To The Underworld ist der heimliche "Hit". Extrem kurz, zu Beginn sehr komplex, ab der Mitte richtig eingängig, dabei aber stets sehr brutal.

Nach dem Instrumental Yezd Desert Ghul Ritual In The Abandoned Towers Of Silence geht es noch drei mal richtig zur Sache, urtypische Nile-Songs, die wieder alles in einen Topf werfen, dabei aber nie verwirren, sondern zum Weiterhören zwingen.

Allerdings bietet der letzte Song, Iskander D'hul Karnon, nochmal eine Überrasdchung mit sich: Er klingt extrem modern. Daran mögen sich manche stören, Ich hingegen liebe den Song.

Was das Album so besonders macht? In erster Linie sollte man natürlich selbst reinhören. Ein paar Punkte, die man erwähnen sollte: Hochtechnisch und simpel halten sich hier die Waage. Selbst wenn es hochtechnisch zugeht, braucht man keinen Rechenschieber um die Songs zu durchschauen. Das ist eine Meisterdisziplin, wie sie nur sehr wenige Bands hinbekommen, Nile hier hingegen mit absoluter Bravour meistern. Auf diesem Album wird wie beim Vorgänger auch nicht allzusehr von den Vorgängern separiert, sondern sämtliche Elemente in einen Topf geworfen und kräftig gerührt. Im Gegensatz zum Vorgänger schafft man aber nochmals ein höheres Level an Songwriting, was die Songs tatsächlich vollkommen aus einem Guss wirken lässt. Hocherfreulich sind auch die Pirschereien in den groovigen, alten Ami-Death Metal und das Ausprobieren modernerer Elemente.

Der Punkt, dass vielen die Produktion vom Vorgänger zu trocken war (manche reden auch von unsauber, ich rede von ehrlichem Sound), könnte hier allerdings nochmal auftreten, es hat kein Produzenten und Mischer-Wechsel stattgefunden. Die Drums jedoch wurden von Erik Rutan erfasst, was die Drums wesentlich wuchtiger klingen lässt, im Prinzip aber der "neue" Sound beibehalten wird.

Unterhaltend, "belehrend" und witzig sind auch die Liner Notes zu den Songs (in Ithyhallic haben diese leider gefehlt). Auch sonst ist die Aufmachung sehr schön, das Digipack hat auch eine "sandige" Beschichtung, was zum Material natürlich super passt.

Im Gesamten haben Nile auch hier ein schwer toppbares Album abgeliefert (was ich auch schon zu Annihilation Of The Wicked und Ithyphallic gesagt hatte), aber Nil überraschen vor allem hier mit einem gänzlich verbessertem Songwriting auf noch höherer Ebene, und kleineren, sehr passenden und vor allem gelungenen Experimenten. Das ALbum läuft seit Release sehr oft auf dem CD-Spieler und ist einfach ein Must-Have, das jeden Death Metal Fan glücklich macht und dem Großteil zeigt, wie Songs auszusehen haben. Grandios. Volle Punktzahl ohne irgendeinen Minuspunkt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von T. Wind
Format:Audio CD
Die Mystik und das Dunkle hat uns Metaller ja schon immer begeistert, meist einfach nur irgendwelche Bilder aufgenommen, nachgeplappert.

Verstanden davon haben wir eher wenig - wir sind ja ehrlich, wollten nur unseren Spass und die Düsternis machte uns eher abstrakt an.

Der Was-Wäre-Wenn Gedanke scheint verlockend, die Konsequenzen aus diesem Tun - nun, kann man später drüber nachdenken.

Und doch gab es auch immer ernsthaftere Gesellen, da konnte man auch irgendwie die tiefere Verneigung vor den elementaren Dinge spüren.

Dies war schon anders, als der eigene Umgang mit dem Abgrund. Von einer dieser Bands gibts neues Futter.

ERBARMUNGSLOS - GNADENLOS - VOLLER DUNKLER FARBEN ...

WISSENSWERTES

Stil
Death Metal

Tendenzen
ULTRA-brutal, meist schnell mit fiesen Doublebass- und Blastspeedattacken,
seltenl schleppend, mit altem Celtic Frost Einschlag,
immer technisch auf allerhöchstem Niveau

Anspiel-Tipps
Für Kenner - 4th arra of dagon
Für Neugierige - Kem khefa kheshef oder Kafir!

EINDRUCK
Meine Lieblinge des Derb-Stoffs sind wieder da.
Das Mantra zum Start der Scheibe "There is no god but god ..." lässt bereits erahnen ... "Allah Akhbar".

Flugs ist die Schädeldecke aufgefräst - das konvulsivisch zuckende, schon leicht dunkelrote Tropfen blutende Gehirn freigelegt. Die Gesichtszüge aufs hässlichste verzerrt schaue ich in die Fratze altsumerischer Priester - wohl wissend, Entkommen zwecklos. Eines der schnellsten Todes-Kommandos der Welt übernimmt die Macht über Mich.

Brachialer, break-verliebter Death Metal der ultrabrutalen Sorte erwartet Euch. Ein haltloser Ritt durch die wohl anspruchsvollsten Technik-Welten des modernen (seltsamerweise auch kommerziell erfolgreichen) DEATH. Immer wieder mit leicht orientalisch eingefärbten Gitarrenmelodien versehen.

Seit 1993 nun schon, zeigen uns die Jungs aus South Carolina, ihre Interpretation ägyptischer Schriften und Sagen, die wie immer sehr genau erarbeitet wurden.

Beispielhaft auch wieder die Sorgfalt im Booklet.
Nicht nur umfangreiche Liner-Notes zum Album erwarten den Hörer, sondern auch Erklärungen zu jedem Text - HERAUSRAGEND.

Was KARL SANDERS hier dann musikalisch zelebriert, scheint kaum kopierbar - ultraschnelle Läufe, auf fetten Riffs - Soli, verquert und höchst anspruchsvoll.
Ich vermute mal, der Meister hat selbst einen Pakt mit den sumerischen Dunkelmächten, über die er singt geschlossen.
SINGEN ist halt auch Definitionssache - hier wird derbst gebrüllt, gekeift, aggressivst geshoutet und gegrowlt.

DALLAS TOLER-WADE ist kongenialer Partner von Sanders. Er ist für die abgrundtiefen Growls zuständig. Ansonsten auch als Fingerverknoter vor dem Herrn.

GEORGE KOLLIAS schlägt alles nieder mit seinem Spiel, was noch irgendwie im zu zerstörtenden Weg steht.
Ein normaler Mensch kann das nicht mehr sein.

CHRIS LOLLIS ist für den tiefen Unterbau der Songs zuständig. Der Bass dient hier als Gegenstück zur Gitarre - auch meist pfeilschnell in den Strukturen der Riffs eingebettet.
Ansonsten, in den langsameren Parts nur als Zwilling der Gitarre - die absolut federführend ist.

Überhaupt wird hier geschreddert, gerifft, und verdroschen, als ob die in Schreck erstarrte Welt kein Morgen kennt. Eine musikalische Gewalt-Orgie, wie sie nicht oft zu vernehmen ist.
Der Erfolg liegt wohl in den "Zutaten", wenn sie diesmal auch etwas rarer gesetzt sind, als in der Vergangenheit, was leider etwas zu Lasten der Nile typischen Atmosphäre geht.
Immer wieder werden die Technikabfahrten aufgebrochen durch Sprachsamples, Muezin-Rufe
- wie in der Eröffnungsnummer "Kafir!", ägyptischen Melodien und atmosphärischen Düsterparts.
Der Percussion Part zu Beginn des Instrumentals "Yezd Desert ...", in Verbindung mit Sprachfetzen und Gesang, dazu Hintergrundstimmen und akustischer Instrumente.
Und der immer vorhandenen verrotetten Düsternis der Songs.

"Kem khefa kheshef" ist dann gGitarren-technisch fast schon straight ausgerichtet - für NILE Verhältnisse.
Mit "4th arra of dagon" und "Iskander d'hul karnon" finden sich auch zwei tendenziell schleppende Nummern auf dem Album, was für die nötige Abwechslung sorgt.
Gerade erstgenannter Song ist für mich das Lehrbeispiel für die technischen und kompositorischen Fähigkeiten der Band.

Die Mystik, die von den Texten ausgeht ist unbestritten.
Wie schon immer, beschäftigen sich die Hobby-(eher Besessen-)Ägyptologen mit Begräbnisriten, Tod, sumerisch-ägyptischer Kultur der dunkleren Seite.
Dies übt schon eine gewisse Faszination aus - gerade, weil es nicht flach, sondern zutiefst kenntnisreich wirkt - und BEDROHLICH.

FAZIT
Nicht das beste Album der Band - da sollte man meiner Meinung nach mit "in Their Darkenest Shrines" starten.

Und doch wieder ein Lehrbeispiel für TECHNISCHEN DEATH METAL - KOMPRMISSLOS
Darauf noch die ägyptischen Einflüsse - EINZIGARTIG

NUR FÜR GRENZ-GÄNGER, EXTREM-SUCHER UND DERBSTSTOFF-LIEBHABER

DARKEN TOM from darkenstorm.com
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