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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Nicht nur ein Krimi,
Von
Rezension bezieht sich auf: Thonets Gesellen. Historischer Kriminalroman (Taschenbuch)
Auf diese Kriminalgeschichte von Heidi Rehn war ich sehr gespannt, kannte ich von ihr bisher nur einen reinen historischen Roman.Der Klappentext sagte mir das es hier eine spannende Geschichte geben wird, in der es sich auch um die berühmten Thonetmöbel dreht. Und ich wurde nicht enttäuscht. Liselotte, die Tochter eines Fassbinders, freundet sich mit Helena, eine Tochter aus vornehmen Hause an. Helena, die sich nach dem Umzug nach Boppard, sehr einsam fühlt, möchte gerne mehr Zeit mit Liselotte verbringen. Doch Helena spürt auch das Liselotte große Angst vor ihrem Vater hat. Sodass sie nicht weiter auf Liselotte einredet. Später wird die Tochter des Fassbinders tot im Fluss aufgefunden. Sehr schnell wird ein Hilfsgeselle auch der thonetschen Möbeltischlerei für diese Tat verantwortlich gemacht. Er hatte sich auf einer Kirmes sehr um Liselotte bemüht. Nur Müller, der Ordnungshüter der Stadt, sieht das ganz anders und beginnt zu ermitteln. Der Bürgermeister und der Landrat haben aber alles andere im Kopf als dem Müller helfend unter die Arme zu greifen. So muss er sich sein Puzzel mühsam alleine zusammensuchen. Aber er muss sehr diplomatisch vorgehen, da es sehr hart an der Grenze einhergeht, bis es zu einem Aufstand der Bevölkerung kommen kann. Der Hass auf die anders Gläubigen brodelt vor sich hin. In dieser sehr schön flüssig zu lesenden Geschichte steht zwar das Verbrechen an der Fassbinder Tochter an ersten Stelle. Aber die Autorin hat auch sehr schon die damaligen Begebenheiten mit dieser Geschichte verflochten. Die Angst der Menschen vor andersdenkenden, vor Menschen die einen die eh schon wenig vorhandene Arbeit wegnehmen könnten. Die daraus entstandenen Vorurteile sind immer wieder zu finden. Ebenso wie die Intrigen bei den hochgestellten Persönlichkeiten, die diese Situation nur zu ihren Gunsten auslegen möchten, um an ihre Ziele zu gelangen. Mit jedem Kapitel lernte ich die Charaktere besser kennen. Die einen gingen mir an Herz und die anderen hätte ich am liebsten wachgerüttelt. Bis kurz vor dem Ende lag ich mit meinem Verdacht wer der Täter ist falsch, aber dann fügte sich ein Teil zum anderen, bis es ein ganzes Bild ergab. So war der Täter für mich wirklich eine Überraschung. Verstehen konnte ich das Motiv nicht, aber das ist eine andere Sache. Das solltet ihr selber für euch bedenken, solltet ihr diesen schönen historischen Krimi von Heidi Rehn lesen. Sehr gut hat mir auch gefallen zu erfahren, was sich Meister Thonet für Gedanken gemacht hat, um von dem Einzel Herstellen der Möbel wegzukommen, immer wieder versucht er für seine Idee ein Patent zu bekommen. Leider scheitert er immer wieder an den Mitarbeitern vom Patentamt. Dieser Tischlermeister war seiner Zeit um einiges voraus. Nur das wollte keiner sehen. Lieber wurde an Altbewährtem festgehalten. Auch an der Armut der Menschen. Fazit: eine flüssige,spannende, fesselnde und auch zum Nachdenken anregende historische Kriminalgeschichte. Ich habe sie sehr gerne gelesen und weiß für mich das ich die anderen zwei Krimis von der Autorin auch noch lesen werde. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5.0 von 5 Sternen
Am Besten in einem Café lesen,
Von K. Beck-Ewerhardy "kgbeast" (Moers) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 500 REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Thonets Gesellen. Historischer Kriminalroman (Taschenbuch)
Ein anregend geschriebener Roman, der die Spannung im Rheintal zwischen der französi-chen Besetzung und dem Vormärz einfängt und einen Teil der Hintergründe dieser Spannungen illustriert. Außerdem wird deutlich, wie das Prinzip Ikea entstanden sein könnte und man erfährt etwas über den Weg zum Stuhl Nr. 14, der der Wiener Kaffeehausstuhl schlechthin werden sollte.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Nicht schlecht, aber auch nicht wirklich überzeugend,
Von ccheesy "ccheesy" (Erftstadt) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Thonets Gesellen. Historischer Kriminalroman (Taschenbuch)
Boppard im Jahre 1840! Im Rhein wird die Leiche einer jungen Frau, der Tochter des Tischlers Weinand, gefunden. Schnell wird Martin Altdorf, Hilfsarbeiter beim Möbelhersteller Thonet, und dazu noch Protestant, als Verdächtiger ausgemacht. Aber war er es wirklich?Heidi Rhen hat diesen historischen Krimi mit viel Engagement und viel Recherchearbeit geschrieben. Man merkt, wie sie sich in die Details reingekniet hat. Dazu arbeitet sie den für diese Zeit so typischen konfessionellen Konflikt zwischen Katholiken und Protestanten auf. Dabei hat sie es aber meiner Meinung nach übertrieben. Die Streitigkeiten, und nicht nur die der verschiedenen Religionsparteien, sondern auch die zwischen dem Wachtmeister Müller und seiner Schwester, haben einen hohen Nervfaktor. Ebenso störte mich das ewige "Bonnschur". Schon beim ersten Mal kapiert man, daß diese Begrüßung vom französischen "Bonjour" abgeleitet ist. Rhen erklärt zwar am Ende des Buches, daß diese Begrüßung typisch für Boppard und die Region ist und aus der napoleonischen Eroberungszeit stammt, dennoch taucht diese Verballhornung ein wenig zu oft auf. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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