Thomas, wie jeder weiß, der die gleichnamige, sehr populäre Fernsehserie kennt, ist eine sehr nützliche Lokomotive und nie traf dies mehr zu, als in diesem ersten Kinofilm, der ein respektabler Erfolg an den Kassen war. Mit einem Kohlentender, der mit nur wenig anderem als Schneid, Entschlossenheit und Wohlwollen gefüllt ist, macht Thomas sich mit Volldampf auf eine Mission voller Gefahren, um seinem Freund Mister Schaffner zu helfen. Des Schaffners Vorrat an magischem Goldstaub ist erschöpft und so findet er sich auf der Insel Sodor gestrandet wieder, zusammen mit Junior, seinem aufgeweckten Cousin und Lily, einem kleinen Mädchen, das dazu auserkoren ist, seinen Großvater aus seiner Angststarre am nahen Muffle Mountain zu erlösen. Als Thomas mit Lily an Bord mutig über die vertrauten Schienen seines Heimatortes hinaus schnauft, erreicht er schließlich die geheime Schienenstrecke von Muffle Mountain. Dort findet er Lady, eine langvermisste Dampflok, deren legendäre Maschine sie viel stärker macht, als Diesel, den Rüpel des Rangierbahnhofs. Gemeinsam verführen Thomas und Lady Diesel zu einer Verfolgungsjagd, die eine Brücke zum Einsturz bringt, welche den heimtückischen Diesel mit sich in die Tiefe reißt.
Besonders eindrucksvoll sind an diesem Film die großen Namen: Alec Baldwin spielt zauberhaft den pflichtbewussten, stets besorgten Mister Schaffner, Mara Wilson (Matilda, Mrs. Doubtfire) ist Lily und Peter Fonda (Easy Rider, Futureworld) spielt den kühl erscheinenden, und doch schwermütigen Großvater. Diese Besetzung hält auch Erwachsene bei der Stange, wenn sie halbherzig dem Filmwunsch ihrer Sprösslinge entsprechen. Fans von Thomas, der Lokomotive, die das fünfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben, würden sich hingegen wünschen, dass die menschlichen Darsteller nicht so viel heiße Luft ablassen und stattdessen ihr Held in der Story etwas mehr Dampf machen würde. --Tammy La Gorce
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In ihrem ersten Spielfilm bekommt es die aus der Fernsehserie bekannte kleine Lokomotive mit einer bösen Diesellok zu tun, die schneller und stärker als die alten Dampfloks ist. Aber der reicht das nicht, sie will mit Hilfe ihres gefährlichen Greifarms alle Dampfloks zerstören. Um die friedliche Welt auf der verzauberten Insel Soldau zu retten, müssen Thomas und seine Freunde eine geheime, magische Eisenbahnstrecke und eine Lok mit wunderbaren Fähigkeiten finden. Dabei helfen ihnen unter anderen der Schaffner (Alec Baldwin), die kleine Lily (Mara Wilson) und deren Großvater Burnett (Peter Fonda), der tief in einer Höhle verborgen ein Geheimnis hütet.
Wie schon in der TV-Serie setzt Drehbuchautorin, Regisseurin und Produzentin Britt Allcroft auch in ihrem Spielfilm ganz auf den Charme des klassischen Animations-Stils. Zwar wurden diesmal auch modernste Techniken eingesetzt, die jedoch eher im Hintergrund wirken und nur für wenige auffällige Effekte sorgen, zum Beispiel wenn sich die Charaktere mittels Zauberglitzer von einem Ort zum anderen beamen. Dass reale Schauspieler mit den sprechenden, animierten Lokomotiven zusammentreffen, ist eine Neuerung, durch die der Film sehr an Lebendigkeit gewinnt. Allcroft legte auch viel Wert darauf, mittels bunter Farben und überall blühender Blumen eine fröhliche, idyllische Welt zu erschaffen, die im Gegensatz zum Grau der normalen Stadt steht, aus der Lily kommt.
Ein wenig erinnert das Motto, dass der Zauber im Leben verloren gegangen sei und wir ihn in uns wieder erwecken müssten, an Michael Endes Unendliche Geschichte. Dessen zauberhafte Atmosphäre und Tiefsinn erreicht das Abenteuer um Thomas allerdings nicht, auch wenn einige Hollywoodstars den Film mit ihrer Anwesenheit beehren. Thomas ist freilich auch für jüngere Kinder konzipiert, und so sollten Kleinkinder ab drei Jahren an dieser netten, aber auch spannenden Geschichte ihre Freude haben. --Elke Wolter