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Thomas Paine, Die Rechte des Menschen: Bücher, die die Welt veränderten [Taschenbuch]

Christopher Hitchens , Wieland Grommes
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Kurzbeschreibung

1. September 2007

»Die Vernunft ist das gewaltigste Rüstzeug gegen alle Arten von Irrtümern.«

Thomas Paine, revolutionärer Demokrat, wurde mit seiner 1791/92 erschienenen Streitschrift für die Menschenrechte und einen republikanisch verfassten Staat zum wichtigsten Mittler zwischen der Aufklärung des 18. und den Freiheitsbestrebungen des 19. Jahrhunderts. Seine liberalen und sozialen Ideen wirken auch heute noch sehr modern.



Produktinformation

  • Taschenbuch: 144 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. September 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423344326
  • ISBN-13: 978-3423344326
  • Originaltitel: Thomas Paine's Rights of Man. A Biography
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,4 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 437.971 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»dtv eröffnet den Herbst mit einer neuen Sachbuchreihe, die es sich anzuschauen lohnt ... Jeder einzelne Band beschreibt die Wirkungsgeschichte des jeweils ausgewählten Werkes. Thomas Paines ›Die Rechte des Menschen‹ von 1790 gehört in den ersten Schwung der Veröffentlichungen. Ihr widmet der amerikanische Publizist Christopher Hitchens einen Essay ... Er nutzt Paines Schrift vor allem als Möglichkeit, sich Gedanken über das Gesamtwerk dieses großen Liberalen zu machen. Darin tut er recht. Ohne Paines Arbeiten wäre die westliche Zivilisation ärmer.«
Die Welt 01.09.2007

»Der britisch-amerikanische Journalist und politische Publizist Christopher Hitchens beschreibt anschaulich und mit vielen Zitaten (selbst aus Lyrik und Liedern der Zeit) das höchst wechselvolle, spannende Leben und Wirken Paines am Ende des 18. Jahrhunderts zwischen Europa und Nordamerika.«
Berliner Zeitung 21.01.2008

»Dass Christopher Hitchens über Paine schreibt, ist ein Glücksfall. Dem Verfasser der ›Rights of Man‹ hat er ein gut lesbares, instruktives Buch gewidmet ... Geschickt verbindet Hitchens Biographie und Texterläuterung ... Auf knappem Raum stellt er nicht bloß ›Die Rechte des Menschen‹, sondern Paines Gesamtwerk vor. Ein Leben voller Höhen und Tiefen, zwischen Europa und Amerika, voll autodidaktischer Schaffenskraft und intellektueller Einflussnahme.«
Die Welt 19.01.2008

»Hitchens, der mit Paine die Vorliebe für einen kraftvollen und auch der (Selbst-)Ironie nicht abholden Stil teilt, zeichnet hier das Porträt eines Menschen, der gegen Sklavenhandel, gegen Feudalismus und für Vorformen der Sozialhilfe eintrat, für verfassungsgemäße Menschenrechts- und Eigentumsgarantien. Wenn man so will: ein Verfassungspatriot jahrhundertweit avant la lettre.«
Die Welt 16.08.2008

Über den Autor

Christopher Hitchens ist Journalist und Politikwissenschaftler. Er schreibt regelmäßig für ›Vanity Fair‹ und ist Gastprofessor für Liberal Studies an der New School in New York.

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Von kpoac TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Nicht die Melancholie eines einsamen Spaziergängers hat Thomas Paine (1737-1809) angetrieben, sich den Menschen zu widmen. Seine überaus hohe rhetorische Kraft widmet er einige Jahre nach Rousseau der Unabhängigkeit der Menschen und damit zu einem Selbstverständnis in Selbstverwirklichung, in dem das "WIR" zum Ausdruck der Möglichkeiten wird.. Darin steckten Anspruch und Wille, niemals aufzugeben. In England aufgewachsen, die deutliche Härte der Könige vor Augen (der Galgenberg stand in Sichtweite) bildeten sich die Grundfeste einer überzeugenden Grundhaltung, die dann in Amerika des späten 18. Jahrhunderts zu einer Ausführung des "common senses" führte, die am 10. Januar 1776 veröffentlicht die Basis der Amerikanischen Unabhängigkeitserklärung am 4. Juli 1776 (von Jefferson letztendlich verfasst) begründete.

In England hatte er seinen Freund und Gönner Benjamin Franklin kennengelernt. Mit ihm gründete er 1775 die Anti-Sklaven-Partei. Das Land taumelte in Aufruhr und Strudel, die Proteste und Taten wurden härter und eskalierten in einen Unabhängigkeitskrieg mit der Loslösung von der Mutter England. Die 13 Neu-England Staaten gehen in die Selbstständigkeit und sind somit die Gründungsstaaten der Vereinigten Staaten. Anlass zur Unabhängigkeit hat Paine gegeben. Er verfasste ein Pamphlet und entlarvte England der Despotie (vgl. Kant und Montesquieu) und im Weiteren streitet er England den Rang der Mutter ab und verweist auf Europa, denn für ihn ist "die Sache Amerikas eine Sache der gesamten Menschheit". Und in seiner Grundsatzrede formuliert er das WIR aller zu einer neuen Maxime: "Wir haben die Kraft, die Welt neu zu beginnen. Der Tag der Geburt einer neuen Welt steht bevor". Dieses "wir" ist nun keine Einschränkung mehr auf die Könige und Gesalbten. Es sind alle (sic!) Menschen, Frauen wie Männer, die nun den Gang der Geschichte bestimmen sollen. Den Begriff der Demokratie vermiet Paine weitgehend. Viel zu klug, um vorschnell Gegenreden aufzubauen. Ihm war es wichtig, eine Gemeinschaft des Geistes zu formen, die im Staatswesen der Republik und vor allem in Unabhängigkeit ihr Wachstum hat.

Sieben Jahre liegt Amerika im Krieg, die Geburtswehen einer neuen Zukunft sind unübersehbar und es ist wieder Paine, der "The American Crisis" erkennt und wiederum eine starke Schrift verfasst, die auf Geheiß von George Washington, erster Präsident der USA, den Soldaten vorgelesen wurde und diese mental so stärkte, dass sie die nächste Schlacht gewannen, ein psychologisch wichtiger Sieg.

Paine begrüßte in Folge die Französische Revolution, seine Rights of Men (1791) werden wie die "Die Vernunft des Menschen" zum Bestseller. Er treibt an und hofft, dass Frankreich seine Nachbarn befreien kann, die Revolution sollte Europa erfassen und zur Republik machen, eine soziale, in der der Ausgleich zwischen den Menschen von Staatswegen geregelt werde. In Frankreich, sein Asyl nach Wirren in England, trifft er auf den Preußen Cloots aus Kleve, der mit ihm die Menschenrechte als Menschheitsrecht etablieren und eine Weltrepublik begründen will (vgl. heutige UN)

Am 8.Juni 1809 starb Thomas Paine. 200 Jahre sind nunmehr vergangen und doch ist die Kraft dieses Mannes angelesene Stärke eines jeden Amerikaners. Keiner konnte so groß und bedeutsam im 200. Todesjahr an Thomas Paine erinnern, wie es Barack Obama konnte. Als neuer amerikanischer Präsident bezieht er sich auf das geschichtliche Amerika, auf Tradition und Stärke und auf die Gründungsväter. Und wie in den Kriegszeiten des 18. Jahrhunderts Paine für die Aufforderung zum Durchhalten in Krisenzeiten sprach, so tut Paine es noch heute aus anderem berufenen Munde. Jene Sätze in einem erbarmslosen Winter des Jahres 1776 bestärkten ihn in der Annahme, dass nichts mehr lebendig sei, als "Hoffnung und Tugend" (virtue).

Auf den Stufen des Kapitols im Jahre 2009 klangen die Sätze erneut, Obama hatte seine Rede mit Anspielungen auf die lange Tradition Amerikas wohldurchdacht mit Thomas Paine beendet:
Obama: "So lassen Sie uns an diesem Tag gedenken, wer wir sind und wie weit wir gekommen sind. Im Jahre der Geburt Amerikas, im kältesten Monat, versammelte sich eine kleine Gruppe Patrioten um ein ersterbendes Lagerfeuer am Ufer eines eisigen Flusses. Die Hauptstadt war verlassen. Der Feind rückte vor. Der Schnee war mit Blut getränkt. In dem Moment, in dem das Ergebnis unserer Revolution am meisten in Zweifel stand, veranlasste der Vater unserer Nation, dass die folgenden Worte dem Volk vorgelesen werden sollten: (hier nun Thomas Paine: ) "Möge die zukünftige Welt wissen (...), dass im tiefsten Winter, als nur noch Hoffnung und Mut überleben konnten, (...) die Stadt und das Land alarmiert von einer gemeinsamen Bedrohung, zusammen kamen, um sich ihr entgegenzustellen."

Wenn nichts mehr lebendig scheint, ist es auch nichts, "Nichts außer Hoffnung und Mut".
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