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Thomas Hobbes: Leviathan oder Stoff, Form und Gewalt eines bürgerlichen und kirchlichen Staates
 
 
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Thomas Hobbes: Leviathan oder Stoff, Form und Gewalt eines bürgerlichen und kirchlichen Staates [Gebundene Ausgabe]

Wolfgang Kersting
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (23 Kundenrezensionen)

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Aus der Amazon.de-Redaktion

"Der Mensch ist dem Menschen Wolf", in seinem wohl berühmtesten Ausspruch bringt Thomas Hobbes sein Menschenbild prägnant auf den Punkt: Der Mensch ist kein geselliges, staatsbildendes Wesen, sondern ein Raubtier voller Bosheit und destruktiver Instinkte. Kein Gesetz, kein staatlicher Zwang hält die Menschen auf, und ihr ungezügelter Selbsterhaltungstrieb führt zwangsläufig zu einem "Krieg aller gegen alle".

Man kann Hobbes einen Misanthropen schimpfen, aber in einer Zeit der "ethnischen Säuberungen" erscheint seine negative Weltsicht durchaus realistisch. Auf ihrer Grundlage entwickelte Hobbes 1651 seine richtungsweisende Staats- und Gesellschaftstheorie. Der "Krieg aller gegen alle" mündet in eine stets präsente Furcht vor dem gewaltsamen Tod. Sie ist das treibende Motiv dafür, den Naturzustand zu beenden und eine staatliche Macht zu schaffen, die Leben und Eigentum der Bürger schützen kann. Als Verkörperung dieses Staates beschwört Hobbes ein ungeheures Symbol, den Leviathan, über den es in der Bibel heißt, er sei "ein Geschöpf ohne Furcht".

Dem Leviathan kommt gottähnliche Macht auf Erden zu, und Hobbes präferiert offen den autoritären, absoluten Staat. Seine revolutionäre Theorie des Gesellschaftsvertrags bleibt davon aber unberührt. Hobbes führt die staatliche Ordnung allein auf einen Vertrag zwischen gleichen und freien Individuen zurück, und kann damit zu den Begründern einer modernen liberalen Staatsauffassung gezählt werden. Zwar sind Hobbes Thesen damals wie heute so stark umstritten, wie es sonst vielleicht nur noch bei Machiavelli der Fall ist; sein grandioses Meisterwerk der Leviathan zählt aber unangefochten zu den zentralen staatstheoretischen Texten der Neuzeit. Er ist und bleibt ein Schlüsseltext unseres eigenen politisch-philosophischen Selbstverständnisses. --Stephan Fingerle

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Leviathan
OT Leviathan or the Matter, Forme and Power of a Commonwealth Ecclesiasticall and Civil OA 1651 DE 1794 / 95 Form Wissenschaftliche Schrift Bereich Philosophie
Leviathan oder Wesen, Form und Gewalt eines kirchlichen und bürgerlichen Gemeinwesens – so der vollständige Titel – von Thomas Hobbes übte im 17. Jahrhundert einen großen Einfluss auf das Staatsdenken aus, weil der Autor darin mit dem Absolutismus eine monarchische Regierungsform theoretisch begründete, in welcher der Herrscher die unbeschränkte und ungeteilte Staatsgewalt ohne Mitwirkung ständischer Institutionen beansprucht. Die Bedeutung seiner Philosophie besteht außerdem in der Übertragung der mechanistisch-naturwissenschaftlichen Methode auf die Staats- und Gesellschaftslehre.
Entstehung: Das Werk entstand unter dem Eindruck des Machtkampfs zwischen dem englischen König Karl I. (1600–49) und dem sog. Langen Parlament. Nach seiner Bildung 1640 verabschiedete es ein Gesetz, das entgegen aller englischen Verfassungstradition jegliche Vertagung oder Auflösung des Parlaments verbot. 1649 wurde der König nach dem Sieg der Parlamentsheere im Bürgerkrieg zum Tode hingerichtet. Dieses Ereignis veranlasste Hobbes im französischen Exil den Leviathan zu schreiben.
Inhalt: Im Leviathan legt Hobbes seine Vorstellungen über den recht begründeten und recht beherrschten Staat nieder. Er geht dabei von einem Naturzustand aus, in dem das Handeln der Menschen durch den Trieb der Selbsterhaltung und durch Machtgier bestimmt wird. Der daraus resultierende Kampf aller gegen alle kann nur dadurch vermieden werden, dass die Macht auf einen Souverän übertragen wird, der allmächtig sowie keinem anderen Menschen verpflichtet ist und daher allein das Recht bestimmt. Nur für den Fall, dass der Souverän die Ordnung im Staat nicht garantieren kann, räumt Hobbes den Menschen ein Widerstandsrecht ein. Insofern steht der Souverän nur so lange über dem Gesetz, wie er seine umfassende Macht zum gemeinen Wohl verwendet.
Wirkung: Der Leviathan diente zusammen mit den Werken des Staatsrechtslehrers Jean Bodin (1529 / 30?–1596) in weiten Teilen Europas als theoretische Grundlage für den absolutistischen Staat, der sich im 16. Jahrhundert allmählich herauszubilden begann. Der Absolutismus, der sich vom Despotismus und Totalitarismus insofern abhebt, als der Souverän an die Gebote der Religion und das Naturrecht (Stichwort R S. 510) gebunden bleibt, förderte die Entwicklung des modernen säkularisierten Machtstaats.
Allerdings entwickelte sich zur Hobbes’schen Theorie von der Fürstensouveränität im 18. Jahrhundert die Gegenposition von der Volkssouveränität, als deren bedeutendster Theoretiker Jean Jacques R Rousseau gilt. N. H. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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41 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von M. Lau
Format:Gebundene Ausgabe
Diese Ausgabe ist leider nicht das Buch, was man sich erhofft.
Damit meine ich nicht das Geschriebene an sich, sondern die fehlenden Bücher Hobbes. Das Original besteht aus 4 BÜCHERN:

- Of Man
- Of Commonwealth
- Of a Christian Commonwealth
- Of the Kingdom of Darkness

(Sowohl in Englisch als auch auf Deutsch)
Allerdings birgt diese Ausgabe nur die ersten zwei Teile.
Dazu gibt es jedoch nirgends einen Hinweis.
Somit muss man sich notgedrungen ein neues Buch holen, wo alle Teile drin sind. Denn ein Buch, wo nur Teil 3 und 4 zu lesen sind, existiert nicht.

Über den Inhalt gibt es nichts Negatives zu bemängeln, im Gegenteil es ist sehr gut, wenn auch z.T. sehr anspruchsvoll geschrieben. Sowohl in puncto Formulierung, als auch den Fachbegriffen.

WENN SIE ALSO LEVIATHAN LESEN WOLLEN; (was ich dringendst empfehle) DANN EINE AUSGABE WO AUCH DER KOMPLETTE LEVIATHAN NIEDERGESCHRIEBEN IST!!!
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80 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von A. Bock
Format:Taschenbuch
Auch wer Thomas Hobbes nicht kennt, kennt zumindest einen Satz: Homo homini lupus, dass der Mensch dem Menschen ein Wolf ist. Und dieser hat die Rezeptionsgeschichte, zumindest wenn sie um eine echte Lektüre rum kommen will, seit jeher beeinflusst. Macht er doch ein einfaches Urteil möglich: Hobbes hat ein negatives Menschenbild. Was auch auf der Ankündigung von Amazon zu lesen ist. Hier heißt es, dass für Hobbes der Mensch "kein geselliges, staatsbildendes Wesen, sondern ein Raubtier voller Bosheit und destruktiver Instinkte" ist. Und weiter: "Kein Gesetz, kein staatlicher Zwang hält die Menschen auf, und ihr ungezügelter Selbsterhaltungstrieb führt zwangsläufig zu einem 'Krieg aller gegen alle'."
So einfach macht es Hobbes dem Leser allerdings nicht. Und wer sich die Mühe macht, den "Leviathan" ganz zu lesen, wird feststellen, dass sich die Sache etwas anders darstellt. Hobbes redet zwar keinem liberalen Rechtsstaat das Wort, sondern einem omnipotenten Absolutismus, aber von einem negativen Menschenbild, das alle Menschen zu Tieren auf zwei Beinen macht, fehlt auch jede Spur. Und wer den gern zitierten Satz, der übrigens gar nicht aus dem "Leviathan" stammt, ganz liest, wird dies auch feststellen. Komplett heißt es nämlich: Homo homini lupus, homo homini deus, dass der Mensch dem Menschen auch ein Gott sein kann. Der erste Teil gilt laut Hobbes für den Fall des vorstaatlichen Zustands, der zweite für das Leben der Menschen in einem Staat.
Wer Hobbes verstehen will, muss sich die Mühe machen und ihn lesen (vielleicht auch seine Schriften "De Cive" und "De Homine"). Es lohnt sich, und sei es nur, um festzustellen, was für einen Staat man bestimmt nicht will.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Christian
Format:Gebundene Ausgabe
Man kann das schon machen, den Text für eilige Leser zu kürzen.
Dann soll das aber in der Beschreibung ersichtlich sein.
Demjenigen, der sich genauer mit Leviathan befassen will und neben der sprachlich etwas unhandlichen Originalfassung etwas komfortabel, gleichwohl sinnerhaltend Lesbares sucht, kann man nur raten: Finger weg von dieser Ausgabe!
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Beste Ausgabe derzeit
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Vor 2 Monaten von Mohammed-Ali veröffentlicht
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Veröffentlicht am 12. Juni 2009 von Jansen, Hans-Willy
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Veröffentlicht am 2. Februar 2009 von Historienfreak
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Im Vergleich zu der Reclam Version enthält diese Version Übersetzungsschwächen. Zwar ist diese Übersetzung näher am Original, erschwert aber durch... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. Januar 2008 von peppermintpatty
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Veröffentlicht am 24. Mai 2007 von Dr. Horst Wolfgang Boger
Hobbes als Begründer des modernen Verfassungsstaates
Thomas Hobbes hat mit dem "Leviathan" die moderne politische Theorie- und Ideengeschichte in Form der Vertragstheorien eröffnet. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Januar 2006 von Tartschthomas
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