Thomas Hobbes mag zu den politischen Schreibern gehören, die viel öfter zitiert werden als gelesen. Der "Leviathan" etwa ist ein mächtiges Werk (das _jede Sekunde in allen Teilen lohnt).
Also erst einmal mit Münklers Werk hineinschnuppern? Vermutlich könnte man mit den Analysen des Politikwissenschaftlers bereits sogar oberflächlich "mitreden". Gedacht ist "Thomas Hobbes" allerdings eindeutig als Einführung. Münkler beginnt mit etwas Biographie, beschreibt mit großer Sachkenntnis den philosophischen Hintergrund, etwa den Einfluss Thukydides', um schließlich die "Grundelemente der politischen Theorie" zu vertiefen. Diesen 150 Seiten folgen noch einmal knapp 40 mit Anmerkungen, Literaturliste, etc., sodass das Buch auch unterstützend für Proseminare dienen kann.
Fazit: kann das Original nicht ersetzen, doch gut zusammengefasst und eingeführt, also vier (fast fünf) Sterne.