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Produktinformation
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Reiner und die Mitglieder von "Tap" (Christopher Guest, Michael McKean, Harry Shearer) hätten sich für ihr böses Spiel kein besseres Opfer aussuchen können: Die Heavy-Metal-Musik der frühen Achtzigerjahre war ja ohnehin schon längst zum Grenzfall der Selbstparodie mutiert. Vom bizarren frühzeitigen Ableben der verschiedenen Schlagzeuger der Band bis hin zu den Zankereien hinter den Kulissen über sexistische Plattencover und Groupie-Fummeleien trifft dieser Film am laufenden Band ins Schwarze mit seiner Verspottung aller nur erdenklichen Aspekte an Rock-Schwulst in der Ära von Kiss -- quasi eine Bibel der Respektlosigkeit gegenüber dem Rock'n'Roll und dabei so präzise beobachtet, dass er längst zum Tourbus-Klassiker für alle echten Bands in der ganzen Welt geworden ist. Auf der Zehnpunkteskala in Sachen Satire gleicht This Is Spinal Tap den frisierten Verstärkern, die Christopher Guest auf so urkomische Weise vorführt: Er landet bei Elf. --Jeff Shannon
"This is Spinal Tap" dokumentiert die Amerikatournee der englischen Rockn'Rollband mit demselben Namen Anfang der 80er Jahre, die sich zu dieser Zeit bereits weit über dem Zenith ihrer Karriere befinden: Nigel Tufnel (lead guitar), David St. Hubbins (rhythm guitar) und Derek Smalls (bass) gewähren dem Dokumentarfilmer Marty diBergi Einblicke in den "Alltag" einer tourenden Rockband, die an Ehrlichkeit kaum zu überbieten sind. Ob im Whirlpool, im Tourbus, vor und nach dem Konzert, bei der Afterparty, am Flughafen oder ganz privat im Dialog.. der Film zeigt die ungeschminkte Wahrheit über das nicht immer einfache Dasein als Musiker. Streit, Enttäuschungen, Eifersucht, alles drin.
Aber jetzt kommt der Clou: Das ganze ist gefaked. "Spinal Tap" ist die komödiantische Ausgeburt von Christopher Guest (Nigel), Michael McKean (David), Harry Shearer (Derek) und Reiner (di Bergi), die mit diesem Werk hier gleichermaßen eine erbarmungslose Parodie des "Musikbiz'" mit all seinen Manierismen, Klischees, Attitüden und Vorurteilen sowie die zweifellos schönste Liebeserklärung an den Musiker an sich in der Filmgeschichte überhaupt abliefern, ohne sich selbst für ein paar billige Lacher zu verkaufen.
Diese Gratwanderung erreicht "Tap" durch die einmalige Kombination der Anmutung eines Dokumentarfilmes mit einer teils geplanten, teils improvisierten Storyline, die alleine vom unglaublichen Talent aller (!) beteiligten "Schauspieler" und der Situationskomik lebt. Nichts ist hier von vorneherein "witzig" oder "ernst". Wo und wann man lacht bleibt völlig dem Zuseher überlassen. DiBergi "dokumentiert" schließlich nur, greift aber nicht in die Vorgänge ein. Und gerade dann entstehen diese unnachahmlichen, unvergessenen und wunderbar skurrilen Momente, in denen sich Nigel über das miserable Catering vor dem Auftritt bei seinem Manager beschwert, die Band sich auf dem Weg zur Bühne verläuft, das Bühnensetting während der Show den Geist aufgibt oder der Fahrer nach erstmaligem Marihuanagenuss Sinatras "My Way" in einen übriggebliebenen Pizzarand schmettert.
Es ist unmöglich, diesen Film in wenigen Worten zusammenzufassen. Er ist zu gut, um einfach nur von irgendjemandem beschrieben zu werden, denn er lebt von tausend kleinen Momenten. Momente, die einem selbst nach dem zehnten Anschauen ein ehrfürchtiges Kopfschütteln angesichts der unglaublichen Performance aller Beteiligten abringen. Immer und immer wieder. Guest, McKean, Shearer und Reiner haben sich bereits 1984 mit diesem Film unsterblich gemacht. Selbst der elitäre Rolling Stone titelte damals wie heute: "the funniest movie about rock and roll ever made!"
Die Ausstattung der DVD steht in dieser Edition der Brillanz seines Hauptfilmes in nichts nach: großartige Trailer, professionell produzierte "Tap"-Musikvideos, gekünstelte Werbespots für z.B. eine Greatest Hits Compilation, eine Pressekonferenz mit "Tap" und Di Bergi "20 Years later" und nicht zuletzt eine Stunde (!!) "Outtakes", die damals aber lediglich aus Zeit- und nicht Qualitätsgründen geschnitten wurden. Heimliches Highlight ist für mich aber der brillante Audiokommentar der drei Musiker. "priceless!". Der Film selbst ist im englischen Original deutsch untertitelt (was er schon immer war und was auch gut so ist) , und selbst Diese zeugen von soviel Detailverliebtheit, dass selbst hier der ein oder andere Lacher versteckt ist. Einziges Manko sind die fehlenden Untertitel bei den Outtakes sowie beim Audiokommentar, was aber, dank dem sauberen englischen Akzent verkraftbar ist. Absoluter Klassiker in einer unvergleichlichen Umsetzung. "Alive and kickin'."
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