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Der Blick richtet sich wieder gerade aus. The Futureheads, benannt nach dem Album Hit To Death In The Future Head der Flaming Lips, hatten genug vom Status einer Major Company Band, genug von bürokratischen Albträumen, Frust, Ärger. Dabei ging alles so gut los.
Nach der Gründung im Jahre 2000 in Sunderland, also noch kurz bevor Maximo Park um die Ecke in Newcastle an den Start gingen, spielten sich die Urmitglieder David Jaff Craig (Bass, Gesang), Barry Hyde (Gitarre, Gesang), Ross Millard (Gitarre, Gesang) und Peter Brewis (Drums) die Finger wund. Geprobt wurde am Anfang in Barrys kalter Garage. Demos werden angefertigt und in Indie-Läden gestellt. Die Mundpropaganda läuft an, Trommler Peter weg, um sich um seine Band Electronic Eye Machine und dann Field Music zu kümmern. David Hyde nimmt seinen Platz ein, neue Songs und ein paar Singles entstehen und dann produziert gleich Andy Gill (Gang of Four) das selbstbetitelte Debüt, das 2004 in die Läden kommt. News And Tributes folgt zwei Jahre später, beide Alben schrammen knapp an den Top 10 der UK Charts vorbei. Dafür schaffte es das Cover des Kate-Bush-Songs Hounds Of Love auf Position 8 der Single-Hitparade. Futureheads gehen auf große Tour, werden im besser und selbstbewusster. Ihrer Plattenfirma 679 Recordings kehren sie 2006 genervt den Rücken, gründen mit Nul Records ein eigenes Label, um endlich die alleinige Kontrolle über die Gruppe zu haben. In aller Ruhe beschäftigt sich das Quartett mit dem Schreiben neuer Lieder, die dann zusammen mit Killing-Joke-Mitglied Youth (Primal Scream, Cult, Verve) in dessen Studio Space Mountain in der spanischen Sierra Nevada zu gehen. Vorher kam Youth nach Sunderland, um ein Gefühl für die Songs zu bekommen. Sein ansteckender Optimismus und die pure Freude bei den Aufnahmen ist dem dritten Werk This Is Not The World in jedem der rasanten 12 Tracks anzuhören. Sozialisiert von Punk und New Wave, beeinflusst von Helden wie Undertoners, XTC oder Wire zünden Futureheads mit zumeist mehrstimmigem Gesang, zappelig-nervösen Rhythmen und krachenden Gitarren ein Feuerwerk. Dort, wo anderen Bands nach dem zweiten oder dritten Album Luft und Ideen ausgehen, da laufen diese Briten erst richtig warm.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Dicke Überraschung!,
Rezension bezieht sich auf: This Is Not the World (Audio CD)
Ich muss sagen, ich bin echt überrascht über das, was die Futureheads da mit ihrem dritten Album abliefern! Nach "News & Tributes" hätte ich ein noch ruhigeres und experimentelleres Album erwartet. Aber dieses Album ist wirklich ein Feuerwerk von 12 fetzigen Ohrwürmern, die einen so schnell nicht mehr loslassen. Sie verfolgen einen über den ganzen Tag, egal was man grad tut, und man freut sich schon wie Bolle auf den Moment, an dem man endlich nachhause kommt, zur Anlage rennt, diese Scheibe so laut wie möglich aufdreht und mit der Luftgitarre begleitend und durch die Wohnung springend 2-3mal hintereinander durchhört - jeden einzelnen Tag. So verhällt es sich jedenfalls bei mir. Die Futureheads spielen sich von Hit zu Hit durch die Platte als hätten sie nie etwas anderes gemacht - keine Verschnaufpause. Die erste Singleauskopplung "The Beginning Of The Twist" ist da nur die Spitze des Eisberges an handfesten Hits. Und da jeder der Titel dieser Platte eine potenzielle Singleauskopplung ist, fällt es auch schwer die absoluten Höhepunkte dieses Albums zu betiteln. Allein der Song "Hard To Bear" sticht ein wenig heraus. Ein wenig countryesk instrumentalisiert ist er der langsamste der 12 Stücke und wirkt zwischen den anderen 11 schon fast wie eine Ballade. Der Gesamt-Sound ist dieses Mal allerdings eher eintönig. Er nähert sich immer mehr dem Standard-Sound der anderen englischen Hype-Bands. Stücke wie News & Tributes, Thursday oder Danger Of The Water sucht man vergebens (vermisst sie aber nicht wirklich), der harmonische, mehrstimmige Chorgesang ist ein ganzes Stück gewichen und man möchte den Futureheads schon fast Radiotauglichkeit vorwerfen. Jedoch hätten sie ihren eigenen Sound für nichts anderes als ein perfektes Album aufgegeben. Und das ist wohl zu verzeihen. Und im Vergleich mit den Hundertschaften anderer englischen Bands heben sich die Futureheads immernoch ein ganz schönes Stück von der Masse ab - allein schon durch den einzigartigen Gesang der beiden Frontsänger.Alles in Allem ein sehr erfrischendes Album mit Zack und Pepp, dass einfach Spaß macht und sicher den ein oder anderen durch den Sommer begleiten wird. Meine persönlichen Favoriten: "The Beginning Of The Twist", "Radio Heart", "Sale Of The Century", "Hard To Bear" und "Sleet". Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
stupid and shallow?,
Rezension bezieht sich auf: This Is Not the World (Audio CD)
Die Futureheads machen wieder Tempo und Action, aber auf eine andere Weise als auf dem grandiosen Debüt. Die Riffs sind sehr heavy und die Melodien sehr eingängig, doch eines fehlt fast gänzlich: die Hakenschläge und Kanten im Sound. Der Rhythmus marschiert fast ausschließlich gerade nach vorn und die Gitarren braten fast immer auf die gleiche Art. Kaum kreatives Chaos, dafür kanalisierte Energie. Könnte man PowerPop nennen. "This is not the world" fordert den Hörer leider kaum, ist aber durchaus geeignet um gute Stimmung zu erzeugen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wieder aus der Versenkung,
Von
Rezension bezieht sich auf: This Is Not the World (Audio CD)
Das erste Album war der Hammer! Das zweite war irgendwie nicht schlecht...aber eben auch nicht überzeugend. Ehrlicherweise habe ich von der Band nicht mehr sehr viel erwartet und all die Nachrichten über Plattenfirma und andere Streitigkeiten taten ihr übriges. Als ich dann aber die erste Single-Auskopplung (Beginning of the Twist) hörte, merkte ich, dass da wieder etwas von den Anfangszeiten war. Die bange Frage war natürlich die, ob der Rest des Albums da mithalten könnte. Kurzum: es kann. Es gibt ernsthaft kein schlechtes Stück - oder positiv ausgedrückt: da reiht sich Kracher an Kracher.Es bleibt zu hoffen, dass die Band sich zu einer weiteren Deutschland-Tour aufraffen kann. Nicht nur der Rockpalast-Auftritt hat gezeigt, was alles in dieser Band steckt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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