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This Man's Pill: Sex, die Kunst und Unsterblichkeit. Fakten, Prognosen und Gedanken zum 50. Geburtstag der Pille
 
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This Man's Pill: Sex, die Kunst und Unsterblichkeit. Fakten, Prognosen und Gedanken zum 50. Geburtstag der Pille [Gebundene Ausgabe]

Carl Djerassi , Ursula-Maria Mössner

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

"Die Forschung ist die einzige Olympiade, in der es nur Gold gibt. Der Zweite Platz ist schon der letzte.", hat der 19-fache Ehrendoktor Carl Djerassi einmal gesagt, der bislang vergebens auf einen Nobelpreis wartet. Chancen auf eine solche Goldmedaille hätte Djerassi schon. Immerhin hat er mit der Synthetisierung des Schwangerschaftshormons Gestagen die Grundlage für die Entwicklung der Antibabypille geschaffen und damit zugleich eine der tief greifendsten sozialen Umwälzungen der jüngeren Geschichte angestoßen. Auch die Synthetisierung des Hormons Cortison geht auf das Konto des 1923 in Wien geborenen Chemikers.

Die Wissenschaft ist nicht die einzige Leidenschaft des 1938 in die USA emigrierten Professors für Chemie der Universität Stanford. Nebenbei sammelt er Kunst (er ist Besitzer einer der größten privaten Paul-Klee-Sammlungen). Und seit einigen Jahren schreibt er auch: Gedichte, Theaterstücke (Oxygen und Romane (Cantor's Dilemma, NO), Science Fiction vor allem, aber auch Essays.

Sein neues Buch hat der "intellektuelle Polygam" (Djerassi über Djerassi) der Wissenschaftsgeschichte gewidmet. In zwölf durchweg lesenswerten Essays leuchtet er unter anderem verschiedene Aspekte der (Vor-)Geschichte der Antibabypille aus, kommt aber auch auf seine anderen Leidenschaften, Science Fiction, die Kunst und das Theater zu sprechen. Ganz besonders hebt er die Leistung des aus seiner Sicht viel zu wenig beachteten Ludwig Haberlandt hervor, dem bereits 1919 die "hormonale temporale Sterilisierung" eines Kaninchens gelang und der 1931 mit Die hormonale Sterilisierung des weiblichen Organismus eine Studie vorlegte, die, so Djerassi, "erstaunlich detailliert die dreißig Jahre später stattfindende Revolution auf dem Gebiet der Empfängnisverhütung skizzierte".

This Man's Pill erscheint zeitgleich in deutscher und in englischer Sprache. Und auch, wenn der Chemiker Djerassi sich mit diesem Buch seinem Traum vom Nobelpreis nicht näher gebracht hat, als Autor wird er damit sicherlich neue Sympathien gewinnen. --Alexander Dohnberg

Pressestimmen

"Der Autor zitiert beeindruckend leise Statistiken, die es in sich haben. ... Nebenbei erzählt Djerassi, wie er zu einem der bedeutendsten Kunstsammler geworden ist, wie ihn der Wiener Dialekt ein Leben lang verfolgt hat, wie er das Scheitern einer Liebesbeziehung fast nicht überlebt hätte, und allmählich wird klar, daß Sexualität, Kunst und Unsterblichkeit dermaßen verwoben sind, daß es immer auch ans Eingemachte des Daseins geht, wenn man einen dieser Bereiche ignorieren wollte." (Neue Südtiroler Tageszeitung)

"In seinem neuen Buch "This Man's Pill" verfolgt Djerassi genauer, als er das bisher getan hat, die Geschichte seiner Erfindung und ihre Auswirkungen auf Gesellschaft und Politik. Der vorzügliche Erzähler breitet in zwölf Essays auch persönliche Erinnerungen an die turbulenten 60er und 70er-Jahre aus." (Novo Magazin)

"Der Autor reichert seine kulturkritischen und philosophischen Überlegungen mit sehr persönlichen Erinnerungen an. Man liest beides mit gleicher - intellektueller Lust. Denn Djerassi ist ein geistreicher Autor." (Das Buch)

"In zwölf ebenso tiefgründigen wie unterhaltsamen Essays folgt der Leser dem Vater der Pille zurück in die Vergangenheit. ... Der Leser ist angenehm überrascht, wie fesselnd Djerassi erzählen kann." (Süderländer Tageblatt)

"In zwölf Essays schildert Djerassi ihm besonders interessant erscheinende Aspekte mit einer verständlichen, aber trotzdem wissenschaftlichen Art zu Schreiben. Den Leser erwartet eine interessante Lektüre, die ihm viele neue Erkenntnisse vermitteln wird." (Bund deutscher Baumeister)

"Sein aktuelles Fachbuch - 'This Man's Pill, Sex, die Kunst und Unsterblichkeit' - ist für jeden verständlich geschrieben." (Westfälische Rundschau)

"Die Entkopplung von Reproduktion und Sexualität fasziniert Djerassi. ... Er selbst bezeichnet sich als beruflichen Polygamisten, was auf ein lustvolles Leben schließen lässt. An diesem Leben will er die Leser teilhaben lassen. In vielen Anekdoten erzählt Djerassi von seiner Arbeit als Chemiker, Pädagoge, Schriftsteller und Kunstmäzen." (Berliner Zeitung)

"Glücklicherweise ist der in Wien aufgewachsene Bulgare mehr als ein hervorragender Chemiker, nämlich ein hervorragender Schriftsteller und Erzähler, der den Leser mit Leichtigkeit in seinen Bann zu ziehen vermag." (Wirtschaft im Alpenraum)

"Der evolutionäre Horizont, vor dem sich die Menschengattung wandelt, gerät durch die kurzweilige Lektüre von "This Man's Pill" jedenfalls nicht ins Schwanken." (Angewandte Chemie Nr. 1)

"Djerassi hat sich entschieden, die Geschichte der Pille noch einmal, und zwar noch genauer zu erzählen. 236 Seiten sind dabei herausgekommen, auf denen der Autor die lange Vor- und Nachgeschichte des ersten "oralen stereoiden Kontrazeptivums", wie die Pille genau heißt, auf denen er aber auch seinen anderen großen Neigungen weiten Raum gibt. ... Im Mittelpunkt all dieser spannenden Abenteuer steht jedoch: die Pille! ... Das Mittel, das Djerassi damals in dem kleinen mexikanischen Labor herstellte, trat seinen Siegeszum um die Welt an. Und über genau diesen Siegeszug, den viele auch für eine Katastrophe halten, macht sich Djerassi nun im neuen Buch mehr Gedanken als zuvor. ... Interessanter noch als diese Zukunftsausblicke und als die Ausflüge in die Vergangenheit sind jedoch die Einblicke in sein privates Leben, die Carl Djerassi - ganz Charmeur, Fabulierer und genauer Wissenschaftler in einem - gibt. ... Und wer nicht nur etwas über die Pille, sondern auch über ihren rastlos reisenden Erfinder erfahren will, der die Doktorhüte zuhauf sammelt wie auch die Werke der Klassischen Moderne, der liegt mit der neuen und wohl auch abschließenden Autobiografie, die fast wie ein Tagebuch der Pille daherkommt, mehr als richtig! Eine spannende Reise durch das Universum einer wissenschaftlichen Leidenschaft und eine Entdeckungsfahrt durch die reichen Welten eines vielseitig begabten Mannes!" (Deutschtlandfunk

Kurzbeschreibung

Ihm ist vor 50 Jahren, am 15. Oktober 1951, in einem kleinen Labor in Mexico City der entscheidende Schritt zur synthetischen Herstellung des Hormons Gestagen gelungen, was die »Antibabypille« ermöglicht hat. Die Rede ist von dem in Wien geborenen Carl Djerassi, immer wieder Kandidat für den Nobelpreis, der längst vom Biochemiker zum Literaten geworden ist und u. a. als Kunstsammler Weltruf erlangte. In seinem neuesten Buch, das zeitgleich in Englisch und Deutsch erscheint, verfolgt Djerassi genauer, als er das bisher getan hat, die Geschichte der »Pille« mit ihren Vorstufen, etwa den Forschungen und Ergebnissen des Innsbrucker Biologen Prof. Ludwig Haberlandt aus den zwanziger Jahren, schildert die Auswirkungen seiner Erfindung auf Gesellschaft und Politik und sinniert über die sich abzeichnende Trennung von Sex und Fortpflanzung. Auch persönliche Erinnerungen an die turbulenten fünfziger und sechziger Jahre breitet der vorzügliche Erzähler Djerassi vor dem Leser der zwölf Essays aus. Und seine Gedanken darüber, warum Literatur und Kunst mehr zum Verständnis gesellschaftlicher Zusammenhänge beitragen können als die Wissenschaft.

Über den Autor

Carl Djerassi, geboren 1923 in Wien, aufgewachsen z. T. in Bulgarien, der Heimat seines Vaters, schließlich 1938 nach Amerika übersiedelt, wo er studiert hat und sich als Naturwissenschaftler einen Namen machte. Lebt heute in Kalifornien. Mehrmals schon war der Forscher für den Nobelpreis nominiert, ohne ihn freilich je bekommen zu haben. Bedeutend auch als Mäzen und Kunstsammler. Zahlreiche wissenschaftliche Publikationen, mehrere populäre Bücher zum Thema, autobiographische Veröffentlichungen, Romane und Theaterstücke.

Auszug aus This Man's Pill. Sex, die Kunst und Unsterblichkeit. von Carl Djerassi. Copyright © 2001. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

1994 befaßten sich der Kryobiologe Stanley Leibo und ich in der naturwissenschaftlichen Fachzeitschrift Nature mit der traurigen Prognose für ein neues Verhütungsmittel für den Mann innerhalb der nächsten Jahrzehnte angesichts des völligen Desinteresses der großen Pharmaunternehmen, ohne deren Mitwirkung es nie eine "Pille für den Mann" geben wird. Dies veranlaßte uns, eine Alternative vorzuschlagen, die keine Beteiligung der Arzneimittelindustrie erfordert und von ganz einfachen Annahmen ausgeht. Millionen von Männern - zugegebener-maßen hauptsächlich Väter mittleren Alters und kaum junge Männer - haben sich für die Sterilisation (Vasektomie) entschieden und tun dies auch weiterhin. Der Eingriff ist wesentlich einfacher und weniger invasiv als eine Tubenligatur bei Frauen. (In den USA hat die Sterilisation bei beiden Geschlechtern so zugenommen, daß sie bei verheirateten Paaren heute die verbreitetste
Methode der Geburtenkontrolle ist und selbst die Pille übertrifft.) Künstliche Befruchtung ist nicht nur einfach, sondern auch billig. Außerdem weist sie bei fertilen Paaren fast die gleiche Erfolgsrate auf wie der übliche normale Geschlechtsverkehr. Am wichtigsten für unsere
Argumentation war jedoch, daß fruchtbares männliches Sperma bereits seit Jahren kostengünstig bei Temperaturen von flüssigem Stickstoff konserviert wird. Wenn nachgewiesen werden kann, daß eine Aufbewahrung dieser Art nicht nur einige Jahre lang, sondern über Jahrzehnte hinweg
möglich ist, dann könnten junge Männer eine frühe Vasektomie, gekoppelt mit Kryokonservierung ihres fruchtbaren Spermas und nachfolgender künstlicher Befruchtung, als sinnvolle Alternative einer effektiven Empfängnisverhütung in Betracht ziehen.
Den Männern mehr Verantwortung auf diesem Gebiet zuzuschieben, zumindest in monogamen, festen Beziehungen, schien Leibo und mir ein gesellschaftlich verantwortungsvoller Vorschlag zu sein. Ich will es dem Leser ersparen, was für ein Sturm der Entrüstung sich daraufhin erhob - sowohl in den Medien als auch in privaten Briefen -, doch seither ist so viel geschehen, daß es
wesentlich wahrscheinlicher ist, daß diese Vorhersage keine dichterische Freiheit bleibt, sondern innerhalb der nächsten Jahrzehnte Realität wird.
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