Starke und ambivalente Charaktere, dargestellt von herausragenden Schauspielern. Der Film zeigt in Rückblenden die Geschichte zweier Menschen, die alle Kraft in die Liebe steckten und alles verloren. Dabei werden parallel alle Möglichkeiten der Liebe vorgestellt: Die Heirat zweier junger Menschen (die Tochter der Kommissarin als Braut), die unerfüllte, immerzu sehende Liebe des Arbeitskollegen (zur Kommissarin), der dafür seine Würde und seine Hoffnung einsetzt, die Liebe zwischen Mutter und Tochter wie die der verlassenen Ehefrau. Die Liebe des Befragten zu einem jungen Mädchen, das Ausnutzen von Prostitution durch dessen - zunächst noch - Freund, wie die Abhängigkeit des jungen Mädchens, die zugleich mit dieser zu spielen weiß.
Insbesondere das Thema Pädophilie wird tiefgründig und ambivalent, zudem sehr mutig behandelt. Der durchaus Liebende weiß darum, dass er die geliebte Person zerstören wird, lässt er seinen Gefühlen nach und kämpft daher - um jeden Preis - diese zu beschützen und unberührt zu lassen.
Der Zuschauer bleibt nachdenklich und zunächst verstört zurück, der Film atmet lange nach.