Eines vorweg, ich mag Anvil, kenne die Band seit der Hard 'n' Heavy, habe mehr Alben von ihnen als die üblichen Metal on Metal und Forged in Fire und ja ich habe den Anvil-Film gesehen und weiß unter welchen Umständen diese CD entstanden ist. Seitdem sehe ich so manche Musikerkarriere mit anderen Augen.
Ich würde dieses Album auch gerne mit der vollen Sternezahl bedenken kann es aber leider nicht, dafür ist die Platte doch zu durchschnittlich.
Der Sound ist für eine Powermetal Scheibe sehr druckvoll und transparent gelungen, mit einer Ausnahme:
der Gesang ist etwas in den Hintergrund gemischt und kommt dünn rüber. Und da sind wir auch schon bei dem ganz großen Schwachpunkt von This is thirteen - den Vocals. Lips selbst wird hier zur tragischen Gestalt, denn man merkt der Stimme den jahrelangen Raubbau aufgrund falscher Gesangstechnik an. Keine Höhen, wenig Druck, viel Gekrächze. Aber nicht nur wie er singt, sondern auch die "Melodie"-Linien als solche sind eher schwach. Er klebt schülerbandmäßig an den Akkorden, die Refrains sind nicht mitreissend und eigentlich ziemlich langweilig und ähnlich (z. B. Flying blind und Axe to grind). Von den cleveren, teils mehrstimmigen Gesangsarragements verganger Tage keine Spur mehr.
Der abbsolute Tiefpunkt gesangsmäßig ist der Song Worry.
Auf der Haben-Seite sind neben dem Sound, die Spielfreude und der unverwechselbare Stil der Band der mit keiner anderen zu vergleichen ist. Wäre die Gesangsleistung der Instrumentalleistung nur annähernd ebenbürtig, würden 5 Sterne nicht ausreichen. Aber so warten wir auf Juggernaut of Justice.