Amy MacDonald ist nach Lily Allen,Kate Nash,Duffy und Amy Winehouse der neuste Schreib von der britischen Insel. Mac Donald vereint klassische Countryeinflüsse, mit schnellen Rhythmen und einer markanten Stimme, die an Dolores O'Riordan von den Cranberries erinnert, nur halt ohne das nervige Gejaule. Nun wurde die in den UK Charts bis auf Platz 2 vorgedrungene Platte der aufstrebenden Künstlerin auch bei uns veröffentlicht.
01 Mr Rock & Roll
Mit kurzem Intro und kräftiger Stimme leitet Amy diesen tollen Opener ein. Der Song wie auch die folgenden sind natürlich für das ungeübte Ohr im Country Bereich sehr ungewohnt. Hat etwas Ähnlichkeit mit "Ring Of Fire" von Johnny Cash. 09/10
02 This Is The Life Das Tempo bleibt recht schnell. Der Song ist gut arrangiert. Schöne Gitarrenspielereien. Guter Text wie bei allen anderen Songs. Amys Stimme passt perfekt in den Song. Ein weiterer Ohrwurm. 08/10
03 Poison Prince Textauszüge wie "The poets a genius," oder "I tell you this my Poison Prince, Youll soon be knocking on Heavens door." zeigen, dass Amy kein Blatt vor den Mund nimmt. Auch nicht vor Babyshambles Fronter Doherty, ihrem Idol, den sie hier dennoch beschuldigt. Der Song ist diesmal nicht ganz so melodisch und ähnelt den beiden Vorgänger doch sehr. Kleiner Abfall in der Wertung 07/10
04 Youth Of Today Erstmals wird es etwas balladesk. Wieder nur von Acoustic Gitarre (später Streicher) begleitet verwandelt Amy diesen eigentlich recht langweiligen Song in eine doch überdurchschnittlich gute Nummer, die allerdings nicht sonderlich hängen bleibt. 07/10
05 Run Der Song ist ähnlich unspektakulär zunächst, aber dann bricht MacDonalds Stimme aus und sie kann damit vollends überzeugen. Sehr schöner emotionaler Mid Tempo Song. 08/10
06 Let's Start A Band Wieder eine Hommage an Pete Doherty und die Libertines. Wenig eingängig und langatmig langweilig. Der Song ist doch eher ein Füller als ein Killer. Aber das ist verzeihbar bei einem Debütalbum der jungen Schottin. Schön erweisen sich allerdings die Trompeten und der schöne Schluß. 07/10
07 Barrowland Ballroom Wieder recht flott geht es voran. Besonders bei diesen Songs weiß Amy zu überzeugen. Kleine Trompetenspielereien und ein wunderschöner gute Laune bringender Refrain lassen diesen Song zu eine Highlight werden. 10/10
08 L.A. Klavierbegleitung, mal ein krätigeres Schlagzeug und die übliche Gitarre begleiten diesen Mid Tempo Song. Eher etwas kleinlaut der Song. Kann mit den anderen Songs nicht ganz mithalten, erreicht aber noch die Grenze der Mittelmäßigkeit. 06/10
09 A Wish For Something More Gleich der Anfang versprüht regelrechte Sommerlaune. Der Song klingt nach Strand. Kaum vorstellbar bei einer schottischen Sängerin. Der Refrain hält sich etwas zurück. Aber wieder bemerkt man die ausdrucksstarke kräftige Stimme. Schöner Songaufbau. 08/10
10 Footballer's Wife Ebenfalls ein gesellschaftliche Seitenhieb an Fussballerfrauen wie Cheryl Cole oder Victoria Beckham. Der Song ist ausdrucksstark und eher ruhig. Die Emotionen kommen perfekt rüber. Wunderbar vorgetragener Song. 10/10
11 The Road To Home Dieser Song macht den Abschluß des Albums. Wieder eine Ballade, die alles andere als Weh tut. Allerdings bewegt sie sich eher im unteren Niveau des Albums. 06/10
Man kann wirklich nur Staunen über das Debütalbum der 19-jährigen Schottin. Ein Album voll gepackt mit tollen Ohrwürmern und emotionalen Songs. Ist wirklich ein Einkauf wert.