Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die Seele der modernen Zeit!, 17. September 2003
Das siebte Studio-Album von Blur! Für mich persönlich ist dieses Blur-Album der Spiegel der modernen Großstadtseele. Wenn man einmal einen Blick in das Cd-Booklet wirft, wo in riesigen, dicken, roten Druckbuchstaben der Satz "I ain`t got nothing to be scared of" steht, wird man auf einmal ganz traurig. In einem Satz wird hier praktisch der ganze Geist der heutigen Zeit offenbart: Gleichgültigkeit, Angst und Ohnmacht gegenüber dem ganzen System! Die Songs auf diesem im Mai 2003 erschienenen Album sind so abwechslungsreich wie nie zuvor auf irgendeiner ihrer bisherigen Cd`s. Und welcher Mensch heutzutage legt sich schon gerne auf irgendetwas fest und besitzt dann auch noch soviel Stärke, dazu zu stehen? Der Gitarrist Graham Coxon hat die Band verlassen und arbeitet an seiner Solokarriere. Irgendetwas fehlt, vor allem für die älteren Blur-Fans. Die vier Kunstgeschichte-Studenten von der Insel sind nicht mehr die alten, nicht mehr die, die sie früher einmal waren, auch wenn sie sich musikalisch weiterentwickelt haben, und es wieder einmal geschafft haben, die Kunst zur Musik zu machen. Mit dem Gedanken bei dem elften September 2001 und dem Verlust der Menschlichkeit, tut es manchmal ein bißchen weh zu atmen, und das merkt man der Musik an, wenn ein Songtext nur aus dieser einen Zeile besteht, in der es heißt: "Flugzeuge sind wie Kometen beim Sonnenuntergang", der dann fast endlos mit absichtlich monotoner Stimme wiederholt wird. Die Angst der westlichen Welt wird schonungslos offengelegt. Wenn ich das zehnte Lied, den "Sweet Song", höre, muß ich immer anfangen zu weinen: "Unser ganzes Leben wird im Fernsehen gezeigt. Stell` den Fernseher aus und versuche zu schlafen.........Menschen werden so einsam!" Ich möchte mich bei Blur bedanken, dafür, daß sie nach allem was passiert ist, immer noch an die Liebe glauben, und versuchen, die Seele der modernen Zeit mit ihrer einzigartigen Musik zu heilen!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Die bunteste Blur-Platte, 10. Mai 2003
Blur. Eine Band, die ich seit über 10 Jahren liebe - eine Band die sich stets weiter entwickelt hat und nie stagnierte. Als Fan der ersten Stunde sind und bleiben meine Lieblingsalben "Parklife" und "The Great Escape" aus den Jahren 1994/95. Damals war es klassischer Britpop, die Texte voller Sarkasmus und Ironie, die Band im Krieg mit Oasis der moralische, qualitative Sieger. 1997 erschien mit "Blur" die Abkehr vom Bewährten, damals mit einer Orientierung zu US-orientierten rockigeren Songs. 1999 kam mit "13" das sechste Album, das bei vielen Altfans nur noch für Kopfschütteln sorgte. Schwerpunkt damals, Krautrock der 70er mit großen Ambivalenzen zu Can. Und nun also "Think Tank", der siebte Streich. Wieder ganz anders. Zwischen Gorillaz, Weltmusik und Kurzausflügen in die eigene Vergangenheit. Die Single "Out of Time", ist eine klassische Blurballade, die melancholische Grundstimmung des Songs, beispielgebend für den Großteil des Albums. Die Vielfalt der Stile ist außergewöhnlich. Südspanische Instrumentierung bei "Out of Time", gefolgt vom Blurpunk des 97er Albums im "Crazy Beat", dem dritten Stück. "Good Song" kommt dann mit klassischer Lounge-/Chill-Out-Musik, passend für 4 Uhr morgens. "On the Way to the Club" und der "Sweet Song" sind weitere bittersüße Balladen, die trotzdem vom Einsatz der Stilmittel nicht unterschiedlicher sein könnten. Furios ist das Finale mit "Battery in your Leg", dem letzten Song an dem der geschasste Graham Coxon beteiligt war. Ein tieftrauriges Lied, das die langen gemeinsamen Bandjahre Revue passieren lässt und für mich der stärkste Song des Albums ist. Wunderschön, traurig und so wahr. Ansonsten gibts noch so allerhand kunterbuntes. Die Songs mit afrikanischem Einschlag überzeugen mich allerdings nicht so sehr, kommen einfach etwas zu schräg und unorthodox daher. "We've got a File on you" ist zwischendurch noch mal Rock pur. Ein klassisches Kurzintermezzo, wie es Blur früher auf allen Alben hatten. Fazit: Sehr gute Platte, die manchen vom Hocker hauen, aber manchen auch quälen wird. Blur sind zweifellos die innovativste und wandlungsfähigste Band, die die Insel zu bieten hat.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Teufel, ist die gut, 19. Mai 2003
Was war nach " 13 " und der Scheibe der " Gorillaz " denn nun zu erwarten, von der mittlerweile zu einem Trio geschrumpften Truppe ?? Eine Mischung aus beiden? Nicht ganz, aber fast! Auf jeden Fall Spannung bis zum letzten Akkord, feine Melodien, eher seicht, mit lässigem Beat und manchmal ein wenig schräg, doch nie so, dass man es nicht ertragen könnte. Der Opener weißt einem gleich in die Richtung, die auf der Scheibe eingeschlagen wird. Die Stimme von Damon ist oftmals traurig schön und passt sich der Musik wohlig an, ohne langweilig zu werden. Mit Brit Pop hat das alles rein gar nichts mehr zu tun, wer das erwartet hatte, wird bitterlich enttäuscht. Wer aber die Entwicklung der Band aufmerksam verfolgt hat, kommt bei diesem Album ganz auf seine Kosten. Es ist müßig auf die einzelnen Tracks einzugehen, das sollte jeder für sich entscheiden. Das Gesamtkonzept des Albums ist stimmig und überraschend zu gleich. Ich kann es nur jedem, der nicht nach einem " Sommeralbum " sucht, wärmstens ans Herz legen...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
Die neuesten Kundenrezensionen
|