Wer sagt eigentlich, das Gedaechtnistraining immer langweilig sein muss. Mit dem Paternoster-Kartenspiel hat Ravensburger in der Think-Reihe ein neues Spiel vorgelegt, in dem es in erster Linie um die Gedaechtnisschule geht. (Ueberhaupt scheint das Gedaechtnis das Hauptthema dieser Reihe zu sein; anders ist es jedenfalls nicht zu verstehen, warum die meisten der Spiele dieses Thema zum Mittelpunkt haben.) Das Spiel ist unterhaltsam und schnell: einem Paternoster - dem Aufzugtyp, der in Deutschland leider nicht mehr betrieben werden darf - fahren neun Personen. Und jeder von Ihnen hat etwas verloren. Die bis zu sechs Spieler sollen nun Tips abgeben, was die Person verloren hat, die gerade an der Reihe ist. Haben alle ihren Tipp verdeckt abgegeben, wird die Karte umgedreht, um zu sehen, wer Recht hat. Ein Punkt ist der Lohn. Und dann wird die Karte wieder verdeckt an eine andere Stelle im Paternoster gelegt. Wenn das naechste mal diese Karte an der Reihe ist, hat natuerlich der einen Vorteil, wer sich daran erinnern konnte, welche Karte wo liegt. Mit Beschleunigungschips kann das Spiel so beeinflusst werden, dass man versucht auf solche Karten zu kommen, an die man sich erinnert. In der beiliegenden Gebrauchsanweisung werden einige wenige Tipps gegeben, wie man seine Gedaechtnisleistungen erweiteren kann. Und dies ist genau das Sinn des Spiels. Meiner Einschaetzung nach kann das Spiel sowohl fuer Erwachsene wie auch fuer Kinder eine spannende und lehrreiche Beschaeftigung sein. Und der Preis ist auch in Ordnung.