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Aber spätestens seine Bemerkungen werden es schaffen, wenn er sich für Phil Spectors "big production" entschuldigt (etwa so, als ob Da Vinci am Lächeln der Mona Lisa herummäkeln würde) oder zumindest seine lässig-sarkastischen Neu-Überlegungen des Jahres 2000 zu "My Sweet Lord" werden hier erfolgreiche Überzeugungsarbeit leisten. Bei einer solchen Einstellung kann es einen nicht verwundern, dass Harrison eine Aufnahmepause von anderthalb Jahrzehnten einlegte. Dennoch kann auch solch grantige Selbstzerfleischung nicht von dem zugegebenermaßen übertrieben angelegten Pomp dieser Tracks ablenken, die nur die logisch konsequente Fortführung von Abbey Road waren. Es ist und bleibt Harrisons unerreichtes Meisterwerk.
Neben dem entmystifizierten "My Sweet Lord" liefern auch einige Zusatz-Tracks neue Einblicke: Das unveröffentlichte "I Live for You" macht den oft übersehenen Country-Einfluss dieses Albums deutlich; alternative Takes von "Beware Of Darkness" und "Let It Down" zeigen Harrisons Können beim Songschreiben; eine Variante der Begleitmusik zu "What Is Life" demonstriert, wie penibel Spectors Produktion ablief. Und dann wäre da noch die wahrlich fantastische Mannschaftsaufstellung dieser Session zu erwähnen, zu der Eric Clapton, Ringo Starr, Klaus Voorman, Jim Gordon, Dave Mason, Badfinger, Billy Preston, Ginger Baker, Carl Rarice, Bobby Keys, Pete Drake gehören, und man höre und staune sogar Phil Collins! --Jerry McCulley
Ganz bewusst hatte ich mit dem Kauf der CD-Version gewartet, bis eine Jubiläums-Edition erschien. Und dies hab ich nie bereut. Denn im Gegensatz zu manch anderen Werkens sowohl von Harrisons als auch Phil Spectors ist hier ein durchgängiges Album entstanden, das keine Hänger aufweist. Schade nur (aber das war schon auf der LP so) dass die von Spector arrangierten Parts zu sehr im Hintergrund bleiben, dadurch wie ducrch einen Nebel klingen und ein etwas seltsames Hörerlebnis ergeben.
Erfreulich dagegene die Bonustracks der ersten CD, nicht nur das seinerzeit weggelassene Stück " I live for you" und die Demoversionen, sondern auch das neu bearbeitete "My sweet Lord"
Als ich von Harrisons Tod erfuhr (und ich noch keine ahnung davon hatte, das es brainwashed geben würde) war es DIESE Version, die ich mir wieder und wieder angehört hab.
Etwas unverständlich fand ich, dass die Stücke auf CD 2, die bereits als 3. LP im Original angehängt waren, hier als "Bonus-Tracks" deklariert wurden. Diese reinen Instrumentalstücke sind (mit Ausnahme von " Out of the blue" ) nicht ganz mein Fall, dennoch 5 Sterne für das beste, was George bis "Cloud Nine" gemacht hat
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