Zum wiederholten Mae muss sich Spenser auf die Suche nach einer verlorenen Frau machen. Mit besonderem Ehrgeiz dieses Mal, da es sich bei Lisa um die Ehefrau des Freundes (und Polizisten) Belson handelt. Dabei stößt er auf allerlei Ungereimtheiten in ihrer Vergangenheit, die auch seinen Freund nicht glücklich machen werden ... wenn er es denn mit ihm teilen könnte. Aber zwei Dinge halten Spenser davon ab, es mit Belson zu teilen: erstens liegt dieser plötzlich im Koma und zweitens weiss Spenser einfach nicht, ob er es wirklich mit Belson teilen soll, denn das war nicht Teil des Auftrages.
Spenser kann sich also mal wieder mit der vertrakten Suche beschäftigen und, wie so oft, mit seinem Gewissen und Werten ringen. EInmal mehr erlebt der Leser also den guten Detektiv und den von hohen Moralvorstellungen getragenen Spenser. Dass er dabei noch in die Unterwelt abtauchen muss und die Luft bleihaltiger wird, sei nur am Rande erwähnt.
Es ist ein solides Buch, aber sicher gibt es bessere Spenser Romane. Das liegt daran, dass Parker dieses Mal, wie ich finde nicht spannungssteigernd, mit zwei Erzählperspektiven hantiert (wir Erfahren denn noch zeitgleich, was mit Lisa passiert). Aber das ist sicher Geschmackssache.