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Thieves and Kisses
 
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Thieves and Kisses

Derriere le Miroir Audio CD
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Audio CD (22. April 1996)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Synthetic Symphony (SPV)
  • ASIN: B00000B0F5
  • Weitere Ausgaben: MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 440.500 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

 
1. Death behind one's brow
2. By tears
3. Nowhere girl
4. Diving
5. Over
6. Down on me
7. The sea
8. Pictures
9. Tell me
10. All mine

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Audio CD
Gleich vorweg: diese Scheibe ist erste Sahne! Mit einem sehr guten Gespür für tragfähigen Wave und Popelementen der 80er und auch 90er Jahre beweisen DLM, daß die Zeit von einsilbigen, irreführender und auch zum Teil starrköpfigen Darkwave Sachen vorbei ist. Man muß Neuland entdecken und den musikalischen Horizont erweitern. Das Album besticht durch eine leicht melodische Grundnote und umarmt den Hörer mit weichem, charmantem und charismatischem Lächeln. Sehr, sehr feine (und geile) Arbeit.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Max
Format:MP3-Download
Anstelle einer Rezension, wird hier soetwas wie eine kleine Hommage stehen (müssen). Wenn musikalische Sterne irgendwo verglühen, bemerkt man das oft gar nicht, weil sie bis zum Verglühen fast unentdeckt blieben oder widrige Umstände sie versteckt hielten. Das gilt für viele, viele Bands, mit Sicherheit auch für das Wavepoptrio "Derriere Le Miroir", dem diese Hommage gewidmet ist.

12 Jahre nach dem letzten, regulären Studioalbum "Thieves and Kisses" aber passiert ein kleines Wunder: Der freie Fall wird gebremst, ein letztes Aufbäumen, ein Sich-gegen-den-Wind-Lehnen: BobMedia/Sony hat diese Band wiederentdeckt, ihre drei Alben (Alibis, Deep und Thieves & Kisses) remastered und bietet diese seit Oktober 2009 digital weltweit an. Ein schönes Zeichen, knapp bevor der Wind das verglühte Material der Gruppe für immer (aus sämtlichem Erinnerugsvermögen) fortgetragen hat.
Nicht mal einen Wikipedia Eintrag gibt es über "Derriere Le Miroir". Eine fangesteuerte MySpace Seite ist aktiv, auf der aber nur wenig zu hören ist. Auf YouTube vereinzelte Songs, dokumentierte Fernsehauftritte, ein fast nostalgisch-märchenhaftes Video zum letztgeschriebenen Song "Waiting". Die Homepage des Trios wurde seit der digitalen Veröffentlichung aktualisiert und man findet sie wieder auf Platz 1 der Googleeinträge.

Wer war "Derriere Le Miroir"? Bestanden hat die Gruppe aus Ralf Jesek (der mit Erfolg auch Mastermind von IN MY ROSARY und seinem Einmannprojekt MARY'S COMIC ist - alle Alben sind über amazon.de erhältlich), Kai Kampmann, und Nicole Rellum. Fürs zweite Album "Deep" wurde auch Astrid Raich als gesangliche Verstärkung Nicole Rellums an Bord geholt. 2002 gingen alle Demos - fast schon symbolträchtig - für das geplante vierte Alben bei einem Harddiskcrash verloren und das Label, welches das Album veröffentlichen wollte, löste sich auf. Kai Kampmann und Nicole Rellum verließen die Gruppe und sind nicht weiter musikalisch aktiv. Übrig geblieben sind von "Derriere Le Miroir" Arbeit insgesamt drei Alben, zwei Maxis und eine Best Of. Und natürlich Ralf, der sich gegen den Strom behauptet.

Als Anfang der 90er Jahre die "schwarze Szene" (Gothic - Gruft - Neue deutsche Todeskunst etc.) wirklich richtig groß und intakt war, sprießten jeden Tag neue (zuweilen auch relativ kurzlebige) Magazine und Bands aus dem Boden. Einige hielten sich wacker und wurden in den folgenden Jahren richtig groß (Magazine: Zillo, Orkus; Bands: Deine Lakaien, Das Ich, Lacrimosa, Goethes Erben, Project Pitchfork, De/Vision), ihnen wurden Chartsehren zuteil und sie konnten sich wirklich mehr als nur über Wasser halten. Es entstand ein richtiges Hype um diese Gruppen, jedem neuen Tonträger wurde entgegengefiebert.
Anderen Gruppen hingegen wurde weniger Glück zuteil, nach anfänglicher Euphorie verschwanden sie, man drückte sie nieder und/oder der (große) Erfolg/Durchbruch blieb dennoch aus. Ein hartes Pflaster eben und ein schweres Los. Hierzu zählten unter anderem Second Decay, Invisible Limits, Endraum, Dark Orange...und Derriere Le Miroir.

Dabei hatte 1993 mit ihrem Debüt "Alibis" alles so hoffnungsvoll begonnen. Der Wavepop, den das Trio fast meisterhaft zelebriert, erinnert stellenweise an The Cure oder OMD. Der Wechselgesang zwischen Ralf und Nicole belebt die Songs, wirkt nie überzogen, nicht wirklich kitschig, sondern ziemlich frisch, facettenreich, abwechselnd und zur jeweiligen Stimmung des Songs passend. Fixer musikalischer Bestandteil sind Synths und Bass. Im Grunde sehr reduziert, aber unverschämt melodisch und melancholisch. Fast schon spielerisch werden Textzeilen wie "in this town where I was born there is a grave up on that hill, in this town where I was born there lies a boy and his name is Bill" (aus "simple blue") gereimt, keine Scheu vor nichts. Und das Konzept ging auf: das damals größte Musikmagazin (Zillo) nahm diesen Song auf einen, der hoch im Kurs und in der Gunst der Szene stehenden Soundsampler (Mystic Sound Sampler Vol. 3) und bescherte der Gruppe ziemliche Aufmerksamkeit innerhalb der Szene. Daraufhin bekam die Gruppe sogar ihr eigenes Label (Derriere Records). Derrieres "Alibis" wartet mit einigen tanzbaren Clubhits auf (allen voran der Titelsong "Alibis", aber auch "Mirror"), verträumten Momenten (" A dream", "G.T.", "Simple Blue") und poppigen New Order oder OMD angehauchten Wavepopsongs ("Snow Girl", "This Room", "Just like you").

Die darauffolgende Maxi "Pregnant" unterstreicht einerseits die musikalische Qualität des Trios, andererseits auch sowohl ihre musikalische Raffinesse als auch ihren musikalischen Mut, indem sie Modern Talkings Kitschbalade "You're my heart, you're my soul" covern. Ein gelungenes Augenzwinkern. Als ich den Song zum ersten Mal hörte, wich die Verwirrung der Verwunderung und ich lachte mich halb tot. Gleichzeitig musste ich mir eingestehen, dass Derrieres Version des Liedes schlichtweg cool war.

Eine weitere Maxi CD "A notion of light" sollte den Abstand zum zweiten Album "Deep" verkürzen - auch hier wird der Spielgeist der Gruppe sicht- und hörbar: Der Titeltrack "A notion of light" fetzt richtig um die Ohren, "Electric Chair" ebenso, die zwei verträumten Balladen "If" und "Good night" sind einfach nur klasse.

Das zweite Album "Deep" folgte 1995, und es ist schwerer, eindeutig "tiefer" als das Debüt. Das Spielerische ist fast verschwunden, jeder Song klingt reifer, konzeptueller. Das Coverartwork bestreitet Lewis Carolls "Alice" - und so klingt das gesamte Album auch: geheimnisvoll, an der Schwelle zwischen Sehnsucht und Melancholie und auf der Suche nach Flächigkeit: ganze Synthieteppiche werden ausgelegt, 80er Loops oder Poppelement wurden weitgehend ausgespart. Der hypnotisch-melancholische Opener "Fancy Garden" verweist bereits auf die musikalische Richtung des gesamten Albums. Mehr als auf "Alibis" oder dem Nachfolger "Thieves & Kisses", wird Pathos groß geschrieben, jedoch ohne - und das ist die Meisterleistung dieses Albums - auch nur irgendwo klebrig oder abgedroschen zu klingen. Man merkt, da ist einfach Kopf und Herz dabei.

1996 wurde "Thieves & Kisses" veröffentlicht, das (bisher - die Hoffnung stirbt nie) reifste Album der Gruppe, ein ganz großer Wurf: Eine musikalische Leistung. Frisch, unverbraucht, poppig, verspielt (und ohne Hemmschwelle: so wird auf "The Sea" doch tatsächlich ein Rumbarhythmus verwendet!), und wieder dieses Freie - aus dem Bauch heraus. Melancholie pur ("Death behind one's brow", "Diving", "The Sea"), Wavepop pur ("By tears", "Pictures", "All mine"), Tanznummern pur ("Over", "Heaven" und "Nowhere Girl" - ein Cover des B-movie Klassikers souverän gemeistert). Alles pur und schön. Die digitale Version hier wartet zudem mit Extras auf, wie der Hymne "Waiting" - ein neuerliches Glanzstück.

Man möge hoffen, dass den digitalen Wiederveröffentlichungen vielleicht auch physische nachfolgen mögen/könnten. Immerhin stehen diese digitalen, remasterten Editionen einerseits für Geschmack und mutige Labelpolitik, andererseits sind sie als positives und belebendes Signal zu werten: Gute Musik kann nicht in Vergessenheit geraten. Und schlussendlich wird nebst Mut auch Vertrauen bewiesen: Mut und Vertrauen an Mucke zu glauben, die tragfähig und keine Weise außer Mode ist, auch viele Jahre nach ihrer Veröffentlichung - und unabhängig vom ehemaligen Erfolg der Band. Hut ab und standing ovations fürs Label und für Derriere Le Miroir.
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gelungen.... 11. Juli 2003
Von Ein Kunde
Format:Audio CD
is nicht nur dieses album sondern auch der remix von b-movies "nowhere girl" aus den 80er jahren. rellums stimme schwebt weit über der vom original und beschert dem hörer schönstes hörerlebnis. dankeschön.
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