Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
und wieder mal grandios (anders), 24. Juni 2005
Mit ihrem vierten offiziellen Album machen THE ROBOCOP KRAUS mal wieder alles richtig. Das Gute ist, diesmal werden es auch wirklich alle mitkriegen, denn das war bereits lange im Voraus abzusehen. Die Vorab-EP wurde herzlich aufgenommen, die Konzerthallen sind voll, kein Festival der Saison wird ausgelassen und veröffentlicht wird „They think they are The Robocop Kraus" nicht nur auf L'age D'or, sondern sogar international auf Epitaph. Mit dem letzten Album „Living with other people" von 2002 ging es für die Wahl-Nürnberger steil nach oben und Kracher wie „Fake boys" oder „Fashion" setzten sich konsequent auf allen guten Tanzflächen durch. Mit dem neuen Werk soll es nun weiter nach oben gehen und wer sich mit dieser sympathischen Band beschäftigt, weiß dass das nur gerecht, weil hart erarbeitet wäre. Alles eine Nummer größer diesmal: Produziert in Schweden von Pelle Gunnerfeldt, der bereits Tanzkapellen wie THE (INTERNATIONAL) NOISE CONSPIRACY oder THE HIVES zu Großtaten gedrängt hat. Und tatsächlich hat sich in Sachen Sound so einiges getan, denn diesmal wurde es zum ersten Mal wirklich geschafft, das was THE ROBOCOP KRAUS auszeichnet auf Platte zu bringen. Keine leichte Aufgabe, eine der besten Live-Bands Deutschlands auf Band festzuhalten. Wer sich auf Kopien von einer Nummer wie „Fashion" gefreut hat, wird dabei zunächst allerdings etwas enttäuscht Richtung Anlage blicken. Mit etwas weniger Punk im Getriebe, dafür umso tanzbarer kommen die fünf Franken diesmal um die Ecke. Was schon immer mehr als Disco-Punk war, kann nun getrost als Pop bezeichnet werden. Wieder ein Album, was dem - zum Schimpfwort mutierten - Begriff ‚Pop' neues Leben einhaucht und es dahin zurückbringt, wo es herkommt. Die Verschmelzung von populärer Musik wird hier in Bestform dargeboten. An die alten Songs erinnert seltsamerweise am ehesten noch der Schlusspunkt auf „They think they are the Robocop Kraus"; „There are better lights in Hollywood" geht flott nach vorne und glänzt mit seinem Wechselspiel zwischen nervöser Gitarre und brummender Basslinie. Die erste Single „In fact you're just fiction" oder „All the good men" nehmen einen mindestens beim zweiten Hördurchlauf mit auf Tour durch die Diskos der Stadt. Den Auftakt nach Maß macht „After laughter comes tears" und die Hymne „Small houses odd cars" ist nicht nur das Highlight der Platte, sondern auch jetzt schon eine feste Größe im Programm. Die absurden Geschichten „You don't have to shout" und „Concerned, your secular friends" oder die Ballade „Life amazes us despite our miserable future" sind das Herz und die Seele dieser Scheibe. Mit diesen zwölf Hits wird man sich zurecht viele neue Freunde machen. Da fällt fast nicht mehr auf, dass THE ROBOCOP KRAUS vor den Aufnahmen des neuen Albums den wohl härtesten Schlag in ihrer Bandgeschichte verzeichneten, als die Position am Schlagzeug neu besetzt werden musste. Dieses Album wird Tränen trocknen und neue erzeugen. Allerdings werden es Tränen der Freude sein. Gratulation und tiefer Respekt aus Nürnberg nach Nürnberg.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Alles richtig, 14. Juli 2005
mit ihrem vierten Album machen TRK alles richtig. das von Pelle Gunnerfeldt (hives, t(i)nc) produzierte meisterwerke schafft es wie keines der vorherigen alben den sound der besten deutschen live-band der stunde auf platte zu bannen. die songs schwitzen soul, punk, new-wave, emo-post-HC-einflüsse und tanzen sich in die indie-disco eures vertrauens. aber beliebeig ist anders. wenn ich die wahl hab zwischen den international renommierten maximo parks und bloc parties dieser welt, dann sind mir TRK mit der platte lieber, weil sie so unanstrengend großformatig sind. anspieltipps sind "in fact you're just fiction" (welches franz ferdinand in den schatten stellt, sag ich mal), "small houses odd cars" (unglaublicher refrain), und "you don't have to shout" (welches dem namen mehr als ungerecht wird, weil schreien und jubeln das einzige ist, wozu dieser song anstiftet).alles in allem gorßartige jungs, mit groaßrtiger platte. da sie so viel touren sind sie bald sicher auch bei euch in der stadt. und für die wohnzimmer gibt es "they think they are the robocp kraus". gott sei dank.
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9 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Tanztee mit Würstchen, 1. August 2005
Hat Nürnberg eigentlich mehr zu bieten ausser geschrumpften Bratwurstrudimenten und kitschigen Lebkuchenherzen? Nö, im Prinzip nicht, sagt Radio Christkindlmarkt, aber: Es gibt da eine hyperaktive Clique Wave-Tanz-Punk-vernarrter Freaks aus der rustikalen Dürer- und Meistersingerstadt, die sich mit ihrem vierten Album "They Think They Are The Robocop Kraus" anschickt, die internationale Alternative-Szene im Sog all der britischen New-Wave-Retro-Bands des schnell vergehenden Augenblicks delikat aufzumischen. Aber man täte den fünf Jungs von The Robocop Kraus im vorzugsweise getragenen Second-Hand-Anzug Unrecht, sie als den obligatorischen Franz-Ferdinand-Klon des Monats abzukanzeln. Wer seinen Bandnamen aus einer Verkupplung von blechbüchsenpolizistigem Lieblingsfilm und dem Lieblingsschwiegersohn aller Trümmerfrauen, Peter Kraus, generiert, der muss keinen Beweis für Originalität mehr abliefern. Die Kräuse legen mundgerechte Köder in alle Richtungen der Indie-Welt aus. Ein Doppelwhopper (hoppla!) aus Punkrock und Pop. Dazwischen eine triefende Fettschicht Hardcore mit knackigem Soul-Salat. Alles im Geschwindigkeitsrausch serviert, Bremspedal Fehlanzeige. Sofort bahnen sich dem von Neugier erfüllten Hörer die Vergleiche auf der Strecke von den Horchlöffeln zu den Synapsen ihren Weg: die Schwermut von The Cure kopuliert unverdrossen im melodischen Stakkatotakt mit der Getriebenheit der Talking Heads und der Tanzwut von XTC. Diese Musik glüht vor Leidenschaft, ist ein elektrisierender Punch ins Lustzentrum. Texte mit einer Eloquenz, die Schmidt und Andrack an der Haustür um Autogramme betteln lassen würde. Schon der Opener "After Laughter Comes Tears" bringt das Blut schlagartig auf Siedetemperatur. Und spätestens beim dritten Song der Platte, "You Don't Have To Shout", dessen Refrain so lange in einer Schleife rotiert, bis er sich in die ausgelieferten Gehirnwindungen hochschraubt und zu einem willkommenen Ohrwurm mutiert, möchte man sich schnell zwei Kumpels packen und Arm in Arm auf der Stelle joggend lauthals mitsingen. Grölen und Grillen, wie wär' das toll. Einmal Nürnberger Rostbratwürste, bitte!
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