Das Debüt "Sell Your Soul" von The Creepshow gehört zum Besten, was das Genre (eine Mixtur aus Psychobilly, Punk und Pop) zu bieten hat. Viele bemängelten beim Nachfolger "Run For Your Life" den Sängerwechsel von Jen zu ihrer Schwester Sarah. Mich persönlich störte dieser Punkt nie wirklich, einen so großen Stimmunterschied gibt es da nämlich auch wieder nicht. Nein, was mir an "Run For Your Life" im Gegensatz zum Vorgänger nicht gefällt, ist der Punkt, dass das Songwriting schwächer war. Die Lieder zündeten einfach nicht so wie auf dem Debüt.
Nun kommt der Drittwerk "They All Fall Down", und das stimmt wieder sehr versöhnlich. Die Songs sind viel stärker als beim Vorgänger und kommen großteils an das Debüt heran, als Anspieltipps könnte man auch hier beinahe alle Tracks nennen. Da das aber wenig hilfreich ist, nenne ich mal meine persönlichen Favoriten "Dusk Til Dawn" und "Nowhere". Auch eine Ballade gibt es wieder ("Sleep Tight", erinnert ein wenig an den 50er-Song "Earth Angel"), jene ist aber eben nicht ganz so gut wie "The Garden" auf "Sell Your Soul". Bei den restlichen Stücken wird fast immer das Gaspedal durchgetreten und für gute Laune gesorgt. Tolle Melodien, ab und an auch männlicher Gesang und die ab und zu passend eingesetzte Orgel machen The Creepshow zu der Band, die ich mag.
Würde ich nur dieses Album der Band kennen, hätte ich die volle Punktzahl gegeben. Da ich aber auch das übermächtige Debüt mein Eigen nenne, bleiben "nur" vier ganz dicke Sterne.